Monatsarchiv für September 2007
Wichtige Blogger-Begriffe
Sollte der Eine oder die Andere, die eine oder die andere Aussage hier oder in sonst einem Blog nicht ganz verstehen, so kann ich nur den Beitrag Die 33 wichtigsten Begriffe für Blogger auf lexkion2 empfehlen.
Dort werden Begriffe, wie Trackback und Permalink, aber auch Katzenblog oder Technorati zunächst kurz und knapp und bei Bedarf aber auch lang und ausführlich erklärt.
Im lexikon2 finden sich übrigens auch noch andere interessante Beiträge, wie:
- Die 20 wichtigsten Begriffe fürs Web 2.0
- Die 20 wichtigsten Begriffe rund um Communities
- Die 25 wichtigsten Start-ups im Web 2.0
von Matthias Zellmer
Keine Zeit
An alle Eiligen, Ungeduldigen, Rastlosen, Gestressten. Waitless.org zeigt euch, wie ihr an die ersehnten Extrasekunden kommt. Eine Auswahl an unterhaltsamen, schön aufbereiteten Videoclips gibt Anregungen zum Zeitsparen. Besucher können eigene Ideen oder Clips einsenden, die jedoch zunächst auf ihre Tauglichkeit geprüft werden, bevor sie ihren Weg in die Auswahl finden.
Die Website passt prima zum Workshop “Mit Vollgas ins bewegte Netz”, der letzte Woche im Rahmen des Deutschen Multimedia Kongresses stattfand. Kommunikationsdienstleister Sprint ahead zeigt hier einen charmanten Weg, das Marketingpotential von Videoclips zu nutzen.
via Stylespion
von Artur Richter
Begrenzte Lebenserwartung
Achtung! Diese Website zerstört sich in 56 Minuten und 50 Sekunden selbst.
Each disposable webpage has a count down clock. You can set this clock to count down anywhere from 90 days to 0 days from the time the page is created. When the remaining time reaches 00:00:00:00, the page is automatically set for disposal and will exist for 2 more weeks before it gets incinerated.
via presurfer
von Artur Richter
Redewendungen recherchieren
“Wie hieß das noch mal?” … Redewendungen und Sprichwörter gehören zu unserem Alltag unumstößlich dazu. Hier mal ein “Wer nicht hören will …”, dort mal ein “Hier spielt die Musik!” usw.
Über Bedeutung und Verwendung nicht nur von Redensarten, sondern auch von umgangssprachlichen Begriffen wie “schrammeln” oder “Nuckelpinne” kann man sich auf redensarten-index.de informieren … sogar anhand plausibler Beispiele.
von Matthias Zellmer
Vista-style Toolbar mit CSS
Sollte Microsoft mit Vista einen neuen Design-Trend gesetzt haben? Wenn ja, dann könnte sich für Web-Entwickler, die sich mit diesem Trend beschäftigen wollen bzw. sollen, ein Blick auf den Itookia-Blog-Beitrag “How to create VISTA style toolbar with CSS” lohnen.
Dort wird sehr anschaulich beschrieben, wie mittels CSS eine Toolbar im Vista-Style umgesetzt werden kann.
von Matthias Zellmer
DMMK Stuttgart

Letzte Woche war mir die Teilnahme am Deutschen Multimedia Kongress in Stuttgart vergönnt. Leider konnte ich erst am zweiten Tag des Kongresses teilnehmen und habe damit den einen oder anderen, laut Augenzeugenberichten interessanten Beitrag verpasst. Insbesondere die Keynote von Tom Klinkowstein, „Shut up and listen: Design thinking/Design listening” soll recht eindrucksvoll gewesen sein.
Von den beiden Workshops mit den Themen “Bewegtbilder im Netz” und “Marketinginstrument Online Communities” habe ich mich für ersteres Entschieden. Insbesondere die Vorträge zu den Themen “Mediacenter – Der Brückenschlag vom Arbeitszimmer auf die Couch” und Joost – P2P mit Erlösmodell” haben mich zu meiner Entscheidung bewogen. Im Vergleich zum ersten Tag fiel die Teilnehmeranzahl des Workshops mit einem gefühlten Verhältnis von 1/1 (Teilnehmer/Lektoren) recht bescheiden aus.
Nach einer guten Einführung von Herrn Tewinkel (ehemals BahnTV) in das Thema Bewegtbild begann der Workshop mit einer Präsentation von fischerAppelt, wo man nach dem Kauf von DaimlerChrysler tv.media nun das markenunterstützende Videoportal mercedes-benz.tv betreibt. Die von Scholz & Volkmer realisierte Website richtet sich an eine junge, internetaffine Zielgruppe. Die stimmig gestaltete Website wurde recht stark an Apples Interfacedesign angelehnt, insbesondere die Verwandschaft zu Apples Coverflow ist augenscheinlich. Die Bedienbarkeit ist dabei sehr gut, einzig eine einfache Bookmarkmöglichkeit fehlt, was der komplett in Flash realisierten Umsetzung geschuldet ist. Mercedes-benz.tv führt hier im Bereich Video in meinen Augen das fort, was die seligen Mercedes-Mixtapes als Audioangebot begonnen hatten. In meinen Augen ein cleveres Instrument, eine junge Zielgruppe an Mercedes-Benz heranzuführen. Auf der Einstiegsseite wird der Zuschauer übrigens TV typisch von einer Moderatorin (Tanja Bülter) begrüßt. Ich für meinen Teil kann mich mit Moderatoren auf Websites noch immer nicht so recht anfreuden, es wirkt auf gewisse Weise anachronistisch.
Um moderierte Videopräsentationen geht es auch bei targa.tv. Auf die Frage nach den Monetarisierungsmöglichkeiten von Bewegtbildern im Netz antwortet Herr Christian Gummig mit dem Begriffen “Transaktionsorientierte Medienformate”, einer eleganten Umschreibung für die schlichte Übertragung von TV-Shopping ins Internet. Ich gehöre hier sicher nicht zur richtigen Zielgruppe, allerdings denke ich, daß es schwierig werden dürfte, ein auf hochgradig asymmetrischer Informationsverteilung zwischen Käufer und Verkäufer basierendes Verkaufsprinzip vom TV ins Internet zu transferieren, wo Vergleichbarkeit und umfassende Informationsmöglichkeiten nur wenige Klicks entfernt liegen. Man wird sehen, offensichtlich wird für einen bekannten e-Commerce Betreiber bereits produziert…
Hendrik von Beust (Atkon) weist in seinem interessanten Vortrag “Evaluation und Erfolgsmessung” auf die Auswirkungen hin, welche die immer stärkere Verwendung von AJAX-Elementen und Videoclips im Hinblick auf die gemessenen PIs hat: Die Anzahl der Seitenaufrufe sinkt. Videoinhalte lassen Websitebesucher länger “unbeweglich” auf einer Seite verweilen, was gemessen auf die Gesamtdauer des Besuches zu geringeren Klickraten führt. Insbesondere bei Portalen mit großem Videoanteil kommt es zu einem paradoxen Effekt: Die Vermarktungsfähigkeit dieser Angebote sinkt, obwohl die Aufmerksamkeit, die der User auf einer Seite aufbringt um ein Vielfaches höher liegt als bei schnellem Klicken. Das Marktforschungsinstitut Nielsen ist daher dazu übergegangen, bei der Evaluation von Webgeboten die Verweildauer als zentrales Kriterium zugrunde zu legen. PIs werden lediglich ergänzend aufgeführt. Das Messen der Verweildauer ist jedoch schwieriger, als ein bloßes Erfassen der Seitenaufrufe (Wobei selbst hier je nach eingesetzter Software oft Unterschiede bis zu 30% auftreten). Vergessene Browserfenster oder-tabs können die tatsächliche Verweildauer, während der ein User einer Seite tatsächlich seine Aufmerksamkeit schenkt, verzerren. Hier verbirgt sich noch großes Verbesserungspotential.
Ich mache es kurz und schmerzlos: Die beiden heiß erwarteten Vorträge zu den Themen Mediacenter und Joost fanden schlicht nicht statt. Frau Vanessa Weihbrecht, Product Marketing Manager von Microsoft Deutschland war nicht erreichbar und erschien ohne Angabe von Gründen einfach nicht zur Konferenz. Wie schön es doch gewesen wäre, von Microsoft einmal positiv überrascht zu werden… Über den Joost-Vortrag wurde seitens DMMK übrigens kein Wort mehr verloren – sehr schade.
Und so fällt mein Fazit leider etwas zwiegespalten aus: Zwei sehr gute Vorträge, ein anachronistisches Vermarktungskonzept, bestätigte Vorurteile und zwei vakante Referatsthemen, deren Zeitfenster mit einer Tasse Kaffe und einem netten Gespräch gefüllt werden konnte. Auch nicht das Schlechteste.
von Artur Richter
Music-Map: Künstler assoziiert
Ich bin immer mal wieder auf der Suche nach neuer Musik. Mit Music-Map von Gnod hat man die Möglichkeit neue Künstler anhand solcher zu finden, die man schon kennt und mag. Die Optik lässt zwar schwer zu wünschen übrig, aber ich habe so schon den einen oder anderen neuen Sound entdeckt.
Das Ganze gibt es übrigens auch für Filme und Bücher.
von Matthias Zellmer
Digitale Boheme – Freier leben und arbeiten durch das Internet

Ein Boheme (französisch: bohème, aus mittelalterlich: bohemus der Böhme, Zigeuner) zeichnet sich per Definition durch eine nicht-konforme, oft wilde, schillernde Art zu leben aus. Er tut dies neben oder oft sogar gegen gesellschaftliche Konventionen.
Mir fällt dazu spontan Johnny Depp in der Rolle des “Roux” in dem Film Chocolat ein. Dort spielt Depp so zu sagen einen analogen Boheme. Eine Lebensart, die vor allem in Künstlerkreisen, bei Malern, Dichtern und Literaten verbreitet ist.
Da sich so genannte Medienleute und Hacker (im positiven Wortsinn) durchaus eher als Künstler als als hart arbeitende Malocher verstehen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass in diesen Kreisen der Ausdruck Digitaler Boheme entstanden ist.
Digitale Boheme wenden sich aktiv von der Festanstellung als Konzept ab. “Vorteile wie Konstanz und Sicherheit” seien nicht mehr gegeben und “Immer weniger kommen rein” und die “müssen sich dem Flexibilitätsdiktat des Arbeitgebers beugen”. So äußern sich zumindest Holm Friebe und Sascha Lobo in einem Beitrag auf Welt Online zu dem von ihnen maßgeblich in ihrem Buch Wir nennen es Arbeit mitgeprägten Begriff. Es sollte somit auch nicht weiter verwunderlich sein, dass sich die Autoren selbst zur digitalen Boheme zählen.
Das Leben als Digitaler Boheme hat “nichts mit Ausgehen, Alkoholkonsum oder freien Liebespraktiken zu tun”. Das Internet hat den Handlungsspielraum für Boheme lediglich radikal erweitert und somit um den digitalen Aspekt erweitert. Als Beispiel nennt Lobo im Welt Online Interview eine New Yorker Designerin, „die als Arbeitslose anfing, Lichtschalter kunstvoll zu verzieren, weil es ihr Spaß machte. Inzwischen verkauft sie sie im Internet und finanziert damit ihr Apartment. Ein “richtiger” Laden hätte sich aber natürlich nicht gerechnet.“.
Digitale Boheme nach dem Verständnis von Holm/Lobo arbeiten als Freie in so genannten “Brotjobs”, um eigene Projekte zu finanzieren. Ein weitere zentraler Aspekt für das Leben als Boheme 2.0 sind funktionierende, digitale und analoge Netzwerke und … man muss eben ein Boheme sein. Vielleicht kann mal jemand Johnny Depp fragen, wie man ein solcher wird …
(Dank an Udo für die Inspiration)
von Matthias Zellmer








