Nutzerschwund bei Social Networks

Genauer gesagt bei bestimmten Vertretern ihrer Gattung. Martin Weigert berichtet von einem kontinuierlichen Nutzerrückgang bei den beiden bisher größten schwedischen Social Network Vorreitern LunarStorm und playahead. Als Gründe hierfür sieht Martin Weigert das “Herauswachen” der einstigen Zielgruppe aus dem engen Altersfokus und das anschließende Abwandern in breiter angelegte, internationale Netzwerke wie Facebook.
Was reichweitenstarke Communities betrifft, ist Schweden Deutschland und anderen europäischen Ländern um einige Jahre voraus. lokalisten, studiVZ, MySpace – alle Social Networks, die heute den Großteil der deutschen Netzwerker auf sich vereinen, entstanden erst in den vergangen zwei-drei Jahren. Wir haben also noch gar nicht miterlebt, wie sich ein Social Network entwickelt, wenn es die Reifephase im Produktlebenszyklus überschritten hat.
Es wird interessant sein zu beobachten, wie studiVZ und Co dieser Entwicklung und der nicht abreißen zu wollenden Flut von Communities begegnen wird. Bis dahin kann ich Martin Weigert nur beipflichten: Nur mit innovativen Diensten und Services wird es in Zukunft möglich sein, seine User dauerhaft an sich zu binden. Ich denke hier besteht durchaus noch etwas Nachholbedarf. Wie sich studiVZ im Vergleich zu Facebook geschlagen hat, kann man übrigens beim Selbstversuch auf dem Fischmarkt nachlesen.
via zweinull
von Artur Richter
