Google reagiert auf Facebook

Google reagiert auf Facebook

Google hat eine Vision: ein Web-Betriebsystem. Natürlich von Google. Doch ist das, was dem im Netz am nahsten kommt, nämlich facebook, nicht im Besitz von Google. So etwas stellte in letzter Zeit eigentlich kein großes Problem für Google dar. Man nahm ein paar Millionen oder Milliarden Dollar in die Hand und kaufte sich, was man haben wollte: Youtube, Picasa, Writely, …

facebook wollte aber scheinbar nicht gekauft werden. Auch nicht von Google. Und was fast noch schlimmer ist, facebook verkaufte einen Teil … einen winzig kleinen Teil … an Microsoft. Genauer gesagt 1,6 Prozent und das für stolze 240 Millionen US-Dollar. Hochgerechnet wäre dieser ein Marktwert von rund 15 Milliarden US-Dollar. Was facebook zu einem mächtigen Spielkameraden macht.

Okay, wenn es durch Übernehmen nicht klappt, dann sucht man sich Verbündete und kämpft. Das hat Google jetzt getan und, wie iBusiness vermeldet, zusammen mit US-amerikanische Social Networks wie etwa LinkedIn, Friendster, Plaxo und Ning das Projekt OpenSocial ins Leben gerufen. OpenSocial ist der Versuch offene Standards für Social Networks zu etablieren.

Weiter berichtet iBusiness:

Ziel von Google ist, für die großen Social Networks einen offenen Standard zu entwickeln. Entwickler sollen künftig Anwendungen programmieren, die dann in alle Netzwerke integriert werden können. Auf diese Weise soll den Medienberichten zufolge ein “großer Rivale” zu Facebook entstehen. Nach Insider-Informationen erreichen die an der “Google-Gang” (New York Times) beteiligten US-Netzwerke bereits zusammen rund 100 Millionen Internetnutzer: bereits mehr als doppelt so viele wie Facebook derzeit.

Ich glaube, es bleibt spannend …

31. Oktober 2007
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Kommentare

HyperSpace: BIOS-Browser - Netzlogbuch schrieb am 05.11.2007 um 14:33 Uhr

Gravatar of HyperSpace: BIOS-Browser – Netzlogbuch

[...] Im Prinzip hört es sich an, wie ein BIOS-Browser: HyperSpace soll ein Betriebssystem nur zum Surfen sein, welches direkt aus dem BIOS bootet und parallel zu anderen Betriebssystemen betrieben werden kann. Das hört sich nach einer echten Innovation an und passt perfekt zu den Plänen von Google, Facebook und Co. Diese sprechen immer häufiger vom Web-Betriebssystem und liefern sich derzeit sogar ein recht interessantes Gefecht rund um die beste Marktpositionierung. [...]

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