Monatsarchiv für Dezember 2007
Klein Bloggers Jahresrückblick

So! Das Jahr 2007 ist nun so gut wie aufgebraucht. Was nun noch übrig bleibt, ist mit Konsum, Futtern und Feiern vorbelegt. Darum möchte ich nun mal schauen, was meine Blogger-Seele so durchs Jahr getrieben hat.
Anfang des Jahres bezeichnetet ich Digitale Bilderrahmen noch als coole Sache. Nicht ahnend, dass sie mir im 2007er Weihnachtskonum-Exzess überall die Laune verderben würden. Zudem berichtete ich über Sponto, den Spiegel-Online-Avatar, der Second Life eben so erkunden wollte, wie mein persönlicher SL-Held … dessen Namen ich leider vergessen habe.
Im Februar fand ich es noch wichtig, der Welt in 5 Minuten erklären zu lassen, was Web2.0 ist. Wenn ich mich im Netz so umschau: Hat wohl nicht geklappt. Mir fehlte dazu wohl der perfekte Projektplan.
Von der Idee des Nutzergenerierten beflügelt, begeisterte mich im März auch die von User generated products. In dem Fall, dass diese digitaler Bauart sein würden, sollten diese auch wirklich nutzbar sein und somit legte ich kurze Zeit später einen Beitrag über Interaktionsdesign nach.
Im April schaffte ich es, einen Beitrag über Ökohoster zu schreiben, ohne den Begriff Klimawandel zu verwenden. Das würde mir heute so auch nicht mehr passieren. Auch entdeckte ich tinyURL in diesem Monat, eine Website, die mir über das ganze Jahr hinweg die Arbeit erleichterte.
Im Wonnemonat Mai bemerkte ich anerkennend, dass Spiegel Online bei Verweisen teilweise ganze Sätze ausgezeichnet (mehr…) und war mehr als angetan von Microsofts interaktivem Tisch-Interface namens Surface.
Auch im Juni ging es gleich mit der positiven Überraschung bzgl. Microsoft weiter, als auf der innovativen Vortragsvideo-Plattform TED Photosynth vorgestellt wurde. Eher traurig machte mich, dass Katrin Bauerfeind bei Ehrensenf aufgehört hat. Das sie jetzt im „richtigen“ Fernsehen zu sehen sein soll, sind sicher nur Gerüchte …
Ach ja … und wir haben aus unserem internen Blog das öffentliche Netzlogbuch gemacht.
Zur Mitte des Jahres wurde erst einmal die Lücke zwischen WM- und EM-Jahr mit einem grandiosen 3. Platz beim traditionellen Ernsthäuser Fußballturnier gestopft und die überraschenderweise durchaus beliebte Rubrik Wochenend-Musik bzw. WE-Musik ins Leben gerufen.
Der August startete mit dem Beitrag Umsonst Faxen, der mir erstmals das Gefühl vermittelte, dass wir mit dem Netzlogbuch da draußen wahrgenommen werden. Zudem wurde der Smiley 25 Jahre alt.
Im September stellte ich die Frauen bzw. die Art und Weise, wie sie das Web nutzen in den Fokus meiner Recherchen. Aber nicht ohne zuvor das Web als möglichen Sieger auf dem Formate-Wettstreit zwischen Bluy-Ray-Disk und HD-DVD ins Spiel zu bringen.
In meinem Geburtsmonat habe ich mich ausführlich über booking.com ausgelassen. Eine Hotel-Buchungswebsite, die durch besonders gute Nutzbarkeit brilliert. Auch versuchte ich, all die Journalisten da draußen zu beruhigen: Blogger beißen nicht!
Android bzw. die Berichte darüber begegneten mir zum ersten Mal im November. Diesbezüglich bin ich schon sehr gespannt, was ich dazu im November 2008 schreiben würde oder sogar werde. Weiter bekam ich im vergangenen Monat meinen Wunsch nach einer persönlichen Tagcloud von yasni.de erfüllt.
In diesem Monat prognostizierte ich das Aussterben der Festplatte, wie sie derzeit in Computersystemen vorherrscht und gratulierte der Systemgattung zum 10. Geburtstag, die sich durch eine lange, umgekehrt chronologisch sortierte Liste von Einträgen auszeichnet, die in bestimmten Abständen umbrochen wird: das Weblog.
Das war er auch schon, der Klein-Bloggers-Jahresrückblick. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen mindestens so viel Spaß, wie ich Freude beim Schreiben … und das nicht nur bei diesem Beitrag.
von Matthias Zellmer
Privatsache

Wieder mal eine kleine, gute und vorallem nützliche Sache:
Auf File.io kann man einen Ordner anlegen und mit einem Passwort versehen, um Dateien bis zu 100MB online zu speichern und Anderen zur Verfügung zu stellen. Man kann sich per RSS über neue Dateien informieren lassen und MP3s direkt online abspielen.
Via web2null.de
von Simon Schmid
Textfiguren mit CSS
Der CSS Text Wrapper ist die Idee Nummer 35 von Ideashower. Mit diesem Tool kann man einen Text zu Figuren formen. Statt vieler Worte hier ein Beispiel:

Es gibt auch noch weitere Beispiele.
Via Dr. Web
von Matthias Zellmer
Kathrin Passig übers entstruppende Web
Auf der Website des U_mag wurde heute ein interessantes Interview mit Kathrin Passig von der Zentralen Intelligenz Agentur veröffentlicht.
Mir ist dabei etwas besonders aufgefallen: Genau das, was die Autoren so interessant fanden, dass sie es als Überschrift (“Angenehm entstruppt”) herausgearbeitet haben, wurde in dem Beitrag nicht angewandt. Auf die Frage nach der Überlegenheit des Internets zum Buch antwortete Passig:
Wenn wir unser Gespräch jetzt im Internet führen würden, dann hätten wir den Vorteil, dass wir “Neue Literaturgattungen” mit einem Mouseover unterlegen könnten, wo dann “grotesk übertriebene Darstellung” erscheint. Bei Sachtexten kann man außerdem zu Wikipedia verlinken, sodass man nicht immer diese Germanistenschnörkel machen muss: der Dalai Lama, das geistige Oberhaupt von diesen und jenen. Man macht einfach einen Link bei Dalai Lama – und dann weiter im Text. So wird der Text angenehm entstruppt. Und im Internet geht alles viel schneller. Es heißt ja immer, dass ein Internetjahr sieben Menschenjahren entspricht, und ich glaube, auch was Textweiterentwicklung angeht, funktioniert das Internet schneller.
So eine Entstruppung fand leider bei der Erstellung des Beitrags nicht statt. Und genau da liegt ein entscheidender Unterschied zwischen jenen, die das Potential des Web verstanden haben und denen, die es nicht verstanden haben. So schreiben die Autoren einleitend:
Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der 2002 in Berlin gegründeten Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.
Webgerecht aufbereitet hätten sie eher folgendermaßen eingeleitet:
Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.
Nichtsdestotrotz ein schönes Interview …
von Matthias Zellmer
10 Jahre Weblog
Heute vor 10 Jahren soll auf der Website von Jorn Barger zum ersten Mal der Begriff “Weblog” verwendet worden sein. Ob’s stimmt? Egal! Happy birthday, Weblog.
Übrigens sieht Jorn Barger meiner Meinung nach eher so aus, als wenn er den Begriff auf Steintafel gemeißelt von einem Berg mit runtergebracht hätte.
von Matthias Zellmer



















