Monatsarchiv für Januar 2008

Big Cartel – Online-Shop eröffnen

Big Cartel

Gerade bin ich beim Anschauen der schönen Shirts von MUMU, einem neuen jungen Asperger Label (nahe Stuttgart), auf den kostenlosen Shop-Anbieter Big Cartel aufmerksam geworden. Der Anbieter wirbt mit dem Slogan “Simple Stores for DIY Rockstars” und ganz so scheint es auch zu funktionieren. Bei Big Cartel kann man sich à la Spreadshirt einen eigenen Shop eröffnen und diesen nach Belieben anpassen und “stylen”, um dann dort seine Produkte zu verkaufen. Der Default-Shop von Big Cartel ist sehr schlicht gehalten und kommt ohne unnötigen Schnick-Schnack aus. Die Bezahlung wird über eine PayPal-Funktion abgewickelt. Echt eine nette Sache – schaut es Euch doch einfach mal an! Außerdem stößt man beim Durchklicken der verschiedenen Big Cartel-Shops auf echte Leckerbissen für Musik- und Shirt-Liebhaber.

Haptik für den Musikdownload

Musikbon - Haptik für den Musikdownload

Schon länger diskutieren wir hier bei seitenblick über das was verloren geht, wenn man Musik nur online kauft (oder auch nicht) und dann runterlädt: die Haptik. Das ist für Menschen, die noch mit Schallplatten und dem dünnpapierigen Disc-Center-Katalog sozialisiert wurden, eine schwere Bürde. Das sehen die Leute bei der schweizer 234 AG wohl ähnlich und haben zusammen mit Sony BMG den musicbon ersonnen.

Der musicbon ist eine Art Prepaid-Karte für Musik. Man kann sie derzeit wohl nur beim Saturn kaufen … bzw. es versuchen … und darauf findet man dann einen Code, der wenn er auf musicbon.de eingegeben wird, zum Download der Musik berechtigt. Zusätzlich kann man die mittels musicbon gekaufte Musik auch über einen persönlichen Bereich auf der Website streamen.

Die Idee mit der Karte finde ich erst einmal ganz gut. So kann man seine alte Visitenkartenbox als modernes Gegenstück zum CD- oder Plattenregal verwenden. Leider haben Künstler dann noch weniger Platz, um auch auf dem Gebiet des Artworks kreativ zu werden. Was man aber auch als Herausforderung ansehen kann. Bin bzw. wäre mal gespannt, was die Die Ärzte sich diesbezüglich einfallen lassen bzw. lassen würden.

Ein absolut richtige Überlegung ist es, dass sich die Leute die per musicbon gekaufte Musik streamen lassen können. Wenn man dann auf seinem musicbon-Bereich auch noch die gerippten MP3s von seinen CDs und Pod- wie Vidcasts hochladen kann, dann könnte da eine runde Sache draus werden. Eine erschwingliche mobile Datenflatrate vorausgesetzt. Dann bräuchte ich auf meinem Musik-Handy keine Mega-Speicherkarte mehr, sondern könnte mir die Lieder einfach direkt online von meinem musicbon-Bereich anhören. Allerdings möchte ich, wenn ich auf solch eine Lösung setze, nicht von mehreren Websites streamen müssen. Dann baue ich mir doch lieber zuhause ein Media-Center auf und streame von dort … gerne auch Videos.

handlungsreisen.de: Literatur-Map

handlungsreisen.de: Literatur-Map
Heute morgen in der S-Bahn zur Arbeit hab ich mir mal wieder die Zeit mit dem neusten Beitrag des elektrischen Reporters verkürzt. Diesmal präsentiert uns Mario Sixtus in seinem Videoblog ein Interview mit Jens Nommel. Dieser spricht über sein Online-Projekt handlungsreisen.de. Eine astreine Google-Maps-Mashup-Anwendung, die Bücher mit den Orten ihrer Handlung verknüpft. Beides … Video-Beitrag und Karten-Anwendung: Sehr sehenswert!!!

WE-Musik: Grossstadtgeflüster

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Interpret: Grossstadtgeflüster
Stück: Ich muss gar nix
Album: Muss laut sein
MySpace: www.myspace.com/grossstadtgefluester

Warum nur?

Grossstadtgeflüster und speziell das Lied “Ich muss gar nix” habe ich kürzlich von Katrin empfohlen bekommen und fand es sofort klasse … um nicht knorke oder gar geil zu sagen. Auf der Website habe ich dann gesehen, dass das Album für kleines Geld orderbar ist und spontan bestellt. Gestern ist es dann gekommen und seit dem hab ich es schon gut sechs oder sieben mal gehört. Die Musik gefällt mir wirklich sehr gut und auch die Texte sind ziemlich frech. Absoluter Geheimtipp!

Web Trend Map 2008 Beta

Die Information Architects Japan (iA) haben just eine Beta-Version ihren brandneuen Web Trend Map 2008 vorgestellt. Dahinter steckt die Idee, wichtige Online-Unternehmen im Tokioer Netzplan in bestimmten Stadtteilen abhängig von deren “echten” sozialen, kulturellen und topografischen Eigenschaften anzusiedeln. Die dadurch entstehenden Nachbarschaftsverhältnisse spiegeln auf interessante Weise die tatsächliche Web-Landschaft wieder. Natürlich gibt es eine ganze Reihe ähnlicher Visualisierungsansätze, allerdings basieren diese soweit ich weiß nie auf tatsächlich existierenden Städten. Wer sich nun auch noch in Tokyo auskennt, kann entweder die klickbare Online Version durchstöbern oder das frei erhältliche PDF herunterladen und mit der fröhlichen Sightseeing-Tour beginnen.

Mehr Musik bei lastFM

lastFM

Ab sofort gibt es bei lastFM alle Songs, aller Künstler in voller Länge (!) zu hören. Im lastFM-Blog heißt es wörtlich:

“As of today, you can play full-length tracks and entire albums for free on the Last.fm website. Something we’ve wanted for years—for people who visit Last.fm to be able to play any track for free—is now possible. With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner—and the artists they work with—plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free, the way we believe it should be.”

Ich bin mir sicher, dass sich aus diesem Grund einige Leute mehr für diesen Musik-Dienst entscheiden werden. Der StyleSpion vermutet jedenfalls auch schon ein Ende von Deezer & Co.

Via StyleSpion

24. Januar 2008
von Simon Schmid
Profilbild von Simon Schmid

Schädlinge sichtbar gemacht

Alex Dragulescu hat sich in seinen beeindruckenden Arbeiten der Visualisierung allerlei schadhaften Gekreuchs verschrieben. Viren, Trojaner, Würmer und Spam bilden unter anderem das Datenmaterial seiner ästhetisierten Renderings. Es gibt eben doch das Gute im Schlechten.

via plockhead

Literatur verschenken fördert ihren Verkauf

Paulo Coelho verschenk sein Werk online und verdient damit offline

Kürzlich wunderte ich mich hier im Netzlogbuch noch über die nicht nur für mich unverständlichen Maßnahmen der Musikindustrie, die versucht ihre eigentlich besten Kunden zu kriminalisieren. Über ein wunderbares Gegenbeispiel habe ich nun auf Golem.de gelesen. Der Bestseller-Autor Paulo Coelho stellte eines seiner Bücher (“Der Alchemist”) in seiner russischen Version kostenlos ins Netz und kurbelte damit den Verkauf seiner Bücher in Russland deutlich an. Golem.de berichtet dazu:

Seine eigenen Erfahrungen haben Coelho dazu gebacht, das Urheberrecht zu überdenken. “Wir sollten Kunst und Inhalt aus einer anderen Perspektive betrachten”, konstatierte der Schriftsteller und empfahl, großzügig mit den Inhalten umzugehen. Dann bekomme man auch etwas zurück.

Gute Sache. Allerdings muss man dazu sagen, Coelho ist auch ein Intellektueller … und kein BWLer.

iFlip

David Aronson und Juri Zaech, beides Studenten an der Miami Ad School Europe, haben die Möglichkeiten der berührungssensitiven Fläche des iPhones erkundet und für Vans ein interessantes Spielkonzept namens “finger fracture” (hier, hier und hier) entwickelt. Ähnlich der Tony Hawk Skateboarding-Reihe, steuert man seinen Skateboarder durch einen Funpark. “Gefahren” wird mit Hilfe des Zeige- und Mittelfingers, was ein wenig an die Fingerboards der 90er Jahre erinnert. Eine schöne Idee, die es wirklich Wert wäre, weiterentwickelt zu werden.

via JvM

21. Januar 2008
von Artur Richter
Profilbild von Artur Richter

Blätterfunktionen im Web

Auch bei ARTE+7 kann man durch die Videos scrollen

Eine der zentralen Fragen für Menschen, die Inhalte im Web an den Mann und die Frau bringen wollen, ist die nach den optimalen Zugängen zu diesen Inhalten. Da jeder User anders denkt und anders an die Erkundung einer Website ran geht , reicht da eine schlichte Navigation meistens schon lange nicht mehr. Vor einigen Jahren haben Portale wie Spiegel Online damit angefangen mit kleinen Vorschauen, so genannten Teasern, Appetit auf jene Inhalte zu machen, die sich auf den weiterführenden Unterseiten verbargen. Weitere Möglichkeiten sind in diesem Zusammenhang z.B. auch so genannte Tagclouds oder die verlinkten Hinweise auf verwandte Themen oder Produkte. Und nun sieht man in Web immer häufiger eine besonders geschickte Zugangsart: Blätterfunktionen.

Einen sehr schönen Artikel über diese Blätterfunktionen hat Achim Schaffrinna auf seinem Blog Design Tagebuch unter dem Titel Das Karussell – Rotation für die Website veröffentlicht. Er geht darin wunderbar auf die verschiedenen Spielarten dieser Zugangsart ein und zeigt gut ausgewählte Beispiele. Nicht nur für Designer und Informationsarchitekten ein lesenswerter Beitrag.

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