SPARQL – Semantisches im Web abfragen

SPARQL - Semantisches im Web abfragen

Ich glaube, ich bin begeistert. Jetzt nicht so begeistert, wie wenn Die Ärzte ins Dschungel-Camp einziehen würden. Es ist eher eine Vorahnung einer möglichen Begeisterung. Konkret geht es um SPARQL, die offizielle Anfrage-Sprache für RDF. Hammerinfo, oder?!

Okay, dass wird nun nicht jeder nachvollziehen können. Erstmal ein paar Worte zu RDF (von Wikipedia), was übrigens für Resource Description Framework (sinngemäß: “System zur Beschreibung von Bezugsquellen”) steht:

Mit RDF können Informationen über Web-Seiten im World Wide Web zugänglich gemacht werden, die nicht auf der eigentlichen Webseite enthalten sind. Die Metadaten können dabei Informationen wie beispielsweise Titel, Name oder Copyright, enthalten. RDF besteht sowohl aus einem grafischen Modell zur Repräsentation der erzeugten Metadaten, wie auch aus einer XML-Syntax mit gleichem Ziel.

Und mittels SPARQL kann man auf dieses für den menschlichen Nutzer erst mal unsichtbaren Infos zugreifen. Dies dient in der Regel nicht zu deren Darstellung, sondern zur Nutzung durch Webmaschinen, die diese Infos dann wiederum in den Dienst der Menschen stellen. Es geht somit in erster Linie nicht um die konkreten Info, sondern um den Mehrwert, den sie zum Beispiel beim Finden im Netz liefern.

Laut heise News sagt Web-Papst Tim Berners-Lee übrigens Folgendes zu SPARQL:

Zu versuchen, das semantische Web ohne SPARQL zu nutzen, ist wie zu versuchen, ein relationales DBMS ohne SQL zu nutzen.

Einige sind sogar der Meinung, dass die Entwicklungen im Bezug auf das semantische Web ggf. jeden noch so großen Fisch auf dem Webmarkt zu Fall bringen könnten, wenn er den Anschluss verliert. Es bleibt spannend …

16. Januar 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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