Meine ersten Blogger-Treffen

Seit gut zwei Jahren blogge ich nun. Eine schöne Schreibtisch-Tätigkeit! Da muss man nicht viel rum laufen. Doch in den vergangenen beiden Tagen habe ich das Bloggen von einer ganz anderen Seite kennen lernen dürfen. Ich begab mich auf eine Reise.
Die Reise, es war eine eher kleine bescheidene Reise, sie führte mich Montag Nachmittag von Stuttgart nach Frankfurt am Main. Dort plante ich am gleichen Tag noch an einem Bloggertreffen, der pl0bgar Rhein-Main und am kommenden Tag auf die AUFSCHWUNG-Messe in den heiligen Hallen der IHK Frankfurt teilzunehmen.
Mit etwas zittrigen Knien betrat ich dann am Montag Abend die YOURS Australien Bar, um dort meine ersten echten Blogger zu treffen. Dazu muss ich sagen, dass ich auch schon andere Blogger getroffen habe, aber diese hier galt es von Blogger zu Blogger zu treffen. Ein für mich ganz neue Erfahrung.
Die sich später als sehr nett herausstellende Bedienung, sowas bin ich von Stuttgart nicht unbedingt gewöhnt, konnte mit meiner Frage nach dem „Bloggertreffen“ zwar nichts anfangen, schickte mich aber zum wohl einzigen reservierten Tisch des Abends. Und da traf ich dann welche: Blogger. Die Speisekarte brachte mich nach einer kurzen Begrüßungsrunde über die ersten Gesprächseinstiegshürden und dann wurde es ein netter und Alles in Allem sehr kurzweiliger Abend.
Nach einer kurzen Nacht bei Freunden, trat ich am kommenden Morgen den Gang zur AUFSCHWUNG-Messe an. Dank meiner Rest-Ortskenntnisse aus meiner Ausbildungszeit in Frankfurt, fand ich das gegenüber der Börse gelegene und sehr prunkvolle IHK-Gebäude sehr schnell.
Bei der Anmeldung gab es sogar eine bevorzugte Behandlung für Blogger, als der ich akkreditiert war. Akkreditiert war ich bisher noch nicht oft im Leben. Ich bekam auch ein Namensschild. Sogar mit einem eigenen, richtig geschriebenen Namen drauf. Ich ging sofort zur so genannten Blogger-Lounge. Dort versammelten sich zwar nach und nach immer mehr Blogger, aber der Begriff „Lounge“ konnte die mit ihm assoziierte Bedeutung nicht halten. Dafür entschädigten mich aber die vielen kleinen Gespräche und auch teilweise größeren Diskussionen des Tages. Und der leckere Freikaffee.
Ich habe an diesem Tag viele Arten von Bloggern kennen lernen dürfen und vor allem eins schätzen gelernt: Hinter dem Label „Blogger“ kann sich viel verbergen, aber im Großen und Ganzen sind es alles sehr interessierte und aufgeschlossene Menschen, die ihr Interesse an der Welt um sie herum, gerne in der ihnen jeweils eigenen Art und Weise an die Welt zurückgeben wollten. Sie tun dies vielleicht nicht unbedingt nach den althergebrachten Standards der Journalisten-Gilde, aber sie tun dies mit viel Herz und auch Verstand. Ich möchte unbedingt mal wieder Blogger treffen. Gerne auch mal in Stuttgart und Umgebung.
von Matthias Zellmer

















Kommentare
Flominator schrieb am 24.02.2008 um 21:24 Uhr
Auf der do-it sprach ich mit einer Frau, die mir erzählte, dass ihr eine Britin erzählt hat, Frauen bloggen zur Therapie und Männer wegen ihres Sendebedürfnisses. Kannst du das bestätigen? Gab es dort denn Frauen?
Ich freue mich auch schon wieder auf den morgigen Wikipedia-Stammtisch zu Freiburg, auch wenn ich die Leute schon alle kenne
Matthias Zellmer schrieb am 25.02.2008 um 10:02 Uhr
Es gab dort Frauen, aber wenige … sehr wenige. Ob jetzt Frauen aus therapeutischen Gründen bloggen, weiß ich nicht, aber an der Aussage über die Männer könnte was dran sein …