Barcamp – was is’n das?
Mein Wochenende habe ich in Friedrichshafen am Bodensee auf einem so genannten Barcamp verbracht. Ich möchte hier in der nächsten Zeit einige Infos und Erkenntnisse von und über dieses Barcamp Bodensee veröffentlichen. Mein erster Beitrag zum Thema beschäftigt sich aber damit, was eigentlich so ein Barcamp überhaupt ist. Aber Vorsicht! Es handelt sich dabei um eine durchaus subjektiv gefärbte Darstellung …
Ein Barcamp ist eine Web-Konferenz, die an sich den Anspruch hat, einige Dinge anders und auf unübliche Weise zu machen. Darum spricht man auch von einer „Un-Konferenz“. Das erste, was an einem Barcamp anders ist, es gibt Organisatoren, aber keine Veranstalter. Diese Organisatoren schaffen in aller Regel ehrenamtlich die Rahmenbedingungen. Sie sorgen z.B. für einen geeigneten Ort, die Verpflegung, die notwendige Infrastruktur und an was sie noch immer so ran kommen. Denn bei einem Barcamp soll für die Teilnehmer so viel wie möglich kostenlos sein. Dafür sorgen üblicherweise Sponsoren.
Meist finden solche Barcamps an einem Wochenende statt und werden mit einer kleinen Feier am Freitagabend eröffnet. Samstag und Sonntag finden dann parallel verschiedene so genannte Sessions statt. Session können Vorträge, Diskussionsrunden oder auch einfach nur gemeinsame Unternehmungen sein. Einige dieser Sessions sind vorbereitet, viele werden am jeweiligen Tag spontan ersonnen. Allen gemeinsam ist neben einer offenen und lockeren Atomsphäre, dass nur das angenommen wird, was gefällt. Nach Möglichkeit stehen alle Türen offen und jedem steht es frei, auch mal zwischendrin von einer in die andere Session zu wechseln. Die Themen solcher Sessions können sehr technisch, aber auch philosophisch oder informativ sein.
Und nun noch die Regeln eines jeden Barcamps, die mich irgendwie an die Fight-Club-Regeln erinnern:
- Regel 1: Du sprichst über ein BarCamp.
- Regel 2: Du bloggst über ein BarCamp.
- Regel 3: Wenn du präsentieren willst, schreibst du dein Thema und deinen Namen in einen Präsentationsslot.
- Regel 4: Du stellst dich nur mit drei Schlagwörtern vor.
- Regel 5: Es gibt so viele Präsentationen gleichzeitig, wie die Räumlichkeiten erlauben.
- Regel 6: Es gibt keine vorher festgelegten Präsentationen und keine “Touristen”.
- Regel 7: Präsentationen dauern so lange, wie sie müssen – oder bis sie sich mit dem nachfolgenden Präsentationsslot überschneiden.
- Regel 8: Bei deiner ersten BarCamp-Teilnahme musst du eine Session halten. (Okay, du musst nicht unbedingt, aber versuch zumindest jemanden zu finden, um eine gemeinsame Session zu halten oder stell wenigstens Fragen und sei ein aktiver Teilnehmer.)
Hmmm … eine Session habe ich nicht gehalten, aber ein aktiver Teilnehmer war ich bestimmt! Ehrlich …
Demnächst geht es weiter mit meinen persönlichen Eindrücken vom Barcamp Bodensee
von Matthias Zellmer


Kommentare
Überlegung: Schoolcamp - Barcamp für Schüler - Netzlogbuch schrieb am 03.06.2008 um 11:06 Uhr
[...] Wochenende nahm ich auf dem Barcamp Bodensee an einer Session “Digital Education” teil. Was vielleicht sogar eher [...]
Gezwitscher vom Barcamp Bodensee - Netzlogbuch schrieb am 04.06.2008 um 11:49 Uhr
[...] wieder das Barcamp vom Wochenende am Bodensee mein Thema. Nachdem ich kurz erklärt habe, was aus meiner Sicht ein Barcamp ist und die Initiierung eines Schoolcamps angeregt habe, möchte ich heute konkret auf das Barcamp [...]
Flominator schrieb am 05.06.2008 um 14:07 Uhr
Ich wäre ja so gerne nach Friedrichshafen gekommen, aber der Wikipedia-Stammtisch Süddeutschland hatte eindeutig Vorrang. Sieht man sich in Stuttgart?
Matthias Zellmer schrieb am 05.06.2008 um 14:15 Uhr
@Flominator Aber auf dem Barcamp wurde doch auch über Wikipeadia gesprochen …
BC Stuttgart geht klar ;-)