Monatsarchiv für Juli 2008
Blog-Tipp: bigod.blog
Ein Weblog sind so eine Art Tagebuch im Internet … das dürfte der weit verbreitete Konsenz der nicht selbst bloggenden Web-Nutzer sein. Auch dass man dort die Beiträge der Blogger kommentieren kann, dürfte noch im Bewusstsein vieler verankert sein. Und gerade dieses Kommentieren gehört, wie das Zitieren von Aussagen der anderen Bloggern, zu den grundsätzlich wichtigen Dingen, um in der Blogosphäre einen halbwegs erfolgreichen Weblog zu betreiben. Neben qualitativ hochwertigen Inhalten natürlich.
Ich finde es aber auch immer wieder schön, wenn ich nicht nur mittels Zitaten von einem Blog-Beitrag zum anderen getrieben werde … das nennt man dann wohl surfen … sondern auch mal eine ganzen Weblog vorgestellt bekomme. Und da ich das selbst sehr mag, tut ich das auch immer mal wieder ganz gerne. Heute ist Andy Rudorfers bidgod.blog an der Reihe, den ich persönlich seit kurzem sehr gerne lese und den Andy folgendermaßen vorstellt:
Das hier ist der private WebSpielplatz von Andy Rudorfer. Ich schreibe hier mehr oder weniger regelmässig über Themen die meine Hobbys und meinen Beruf betreffen: Streetart, WebDesign, Fotografie, Kunst, Musik, Design und Zeug.
Für die eher von Beitrag-zu-Beitrag-Surfer, hier ein direkter Einstiegstipp: Isidro Blasco – 3D Fotoinstallationen
von Matthias Zellmer
Ansehenswerte Diplomarbeit
knowledge // Der Nahostkonflikt from Axel Rudolph on Vimeo.
Axel Rudolph hat eine Diplomarbeit geschrieben gefilmt erstellt, die durchaus sehenswert ist. In seinem Blog schreibt er darüber folgendes:
‘knowledge’ ist ein fiktives TV-Format, welches wissenswerte Inhalte des aktuellen Zeitgeschehens visuell ansprechend für junge Menschen aufbereitet. Es zeigt, dass Bildung auch ‘cool’ aussehen und dabei mehr an Musikfernsehen als an trockenen Geschichtsunterricht erinnern kann. Der zu sehende Beispielbeitrag erklärt in 5 Minuten die Wurzeln des Nahostkonfliktes.
So finde ich Wissensvermittlung echt gelungen …
von Matthias Zellmer
Welterste Twitterlesung
Am vergangenen Samstag habe ich den Abend mal nicht vor der Glotze verbracht, sondern vor dem Bildschirm meines MacBooks. Ich habe mir die weltweit erste Twitterlesung per Livestream angesehen und dabei viel gelacht. Die ganze Sache hat gut 3 Stunden gedauert, was am Ende dann doch ein bisschen viel des Guten war. Aber für alle, die mal in die Twitterlesung reinschnuppern wollen, gibt es jetzt auf Hobnox eine sehr schon Zusammenfassung zu sehen. Das Ganze ist auch für Außenstehende interessant, denn die Zusammenfassung gibt einen recht gelungenen Einblick in diese ganze Twitter-Sache.
von Matthias Zellmer
Unangebrachte Nutzer-Reaktionen? Don’t feed the troll!
Seit es Kommunikation im Internet gibt, also schon lange vor dem World Wide Web, gibt es auch immer wieder Situationen wie sie alle aktiven Web-Nutzer aus zahlreichen Beispielen aus Foren, Chats oder aber auch Weblog-Kommentaren kennen: Da nervt einer rum … ein Troll:
In Internet-Medien wie dem Usenet werden Menschen als Troll bezeichnet, die Beiträge verschicken, mit denen sie erkennbar nur provozieren wollen, ohne einen wirklichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Die Beiträge selbst werden meist als Troll, Troll-Post oder Troll-Posting bezeichnet.
Doch, wie soll man mit einem Troll umgehen? Den Beitrag löschen? Da hat der Troll nur drauf gewartet! Er wird sich bitter beschweren und gar von Zensur sprechen. Die Argumente des Troll zu entkräften versuchen? Wow! Das wird schwer … unsachlich vorgetragene Auswürfe wird man kaum durch Sachlichkeit wieder in den Griff bekommen. Darum: Don’t feed the troll! Dem Troll darf man keine Angriffsfläche und keine Plattform bieten. Wenn es irgendwie möglich ist: einfach ignorieren!
In einigen Foren hat sich eine interessante Art der Reaktion auf Trolls eingebürgert. Immer wenn ein Troll auftaucht, wird in der Folge in dieser Betragskette nur noch über Rezepte gesprochen. Auf solchen Trollreaktionen basiert basierte auch mal eine ganzes Kochbuch namens Trollhouse Cookbook.
Wenn ich es mir so recht überlege, ist die Don’t-feed-the-troll-Sache nicht nur was fürs Web, sondern lässt sich sicher auch im alltäglichen Umgang mit unausgeglichenen Menschen gut anwenden.
von Matthias Zellmer
12seconds.tv – die 12 Sekunden Plattform
12seconds.tv ist im Prinzip der Versuch, die Twitter-Grundidee für das Medium Video zu erschließen. Nur dass hier kein Text, sondern Videos gepostet werden. Und da das mit der Zeichenanzahl bei Videos schlecht funktioniert, stehen einem dort keine 140 Zeichen zur Verfügung, sondern 12 Sekunden.
Ich scheue mich allerdings etwas, 12seconds.tv als Video-Twitter zu bezeichnen. Damit nämlich dessen Nutzer untereinander so interagieren könnten, wie bei Twitter, fehlt 12seconds.tv einfach die Interaktivität. Die Twitter-Nutzer schaffen sich diese über Hashtags, Tiny-URLs, Antworten via @-Replies und Ortsangaben nach dem Muster L:Stuttgart.
Obendrein gibt es noch zahlreiche Dienste, die mit Twitter zusammen genutzt, einen Mehrwert für Twitter ergeben. Prominentes Beispiel hierfür ist twitpic.com, das Twitter-Nutzern indirekt ermöglicht Bilder zu posten. Und ziemlich genau in dieser Liga spielt auch 12seconds.tv. Es erweitert Twitter um die Möglichkeit indirekt eigene Video-Statements zu posten. Auch wenn es etwas eigenständiger daherkommt, da es z.B. auch einige Vernetzungsmöglichkeiten bietet.
Sehr schön finde ich, dass man sich automatisch eine Liste der 12seconds-Nutzer darstellen lassen kann, denen man auch bei Twitter folgt. Typisch für viele Dienste im Dunstkreis von Twitter ist, dass man seine Video-Beiträge automatisch bei Twitter mit Titel und URL posten lassen kann. Zudem kann ein 12seconds-Video auch auf anderen Website eingebunden werden:
Eszet Streusel … neu??? on 12seconds.tv
Standardmäßig nimmt man seine 12-Sekunden-Videos per Webcam auf. Doch Handy-Videos müssen nicht z.B. umständlich via Web-Interface hoch geladen werden, sondern können direkt per E-Mail an den eigenen 12seconds-Account geschickt werden.
Aber bitte frag mich jetzt niemand, wozu man das braucht. Solange es Cricket gibt, bin ich der Meinung, dass auch andere Sachen nicht unbedingt gebraucht werden müssen, um existieren zu dürfen …
von Matthias Zellmer
WE-Musik: Evanescence
Link: www.youtube.com
Interpret: Evanescence
Stück: My Immortal
Infos: Offizielle Website, Wikipedia und laut.de
Warum nur?
Mein Handy ist auch mein MP3-Spieler und ich habe seit Monaten im Großen und Ganzen die gleiche Mucke auf der Speicherkarte. Ab und an kommt nach einem CD-Kauf mal was Neues hinzu, aber dass ich mir eine CD aus meinem Regal geholt hätte und ein paar “alte” Lieder draufgepackt hätte, dass gab es schon echt lange nicht mehr. Bis ich in dieser Woche genau das mit der Evanescene-CD “Fallen” gemacht habe. Darum gibt es “My Immortal” jetzt nicht nur bei mir auf dem MP3-Handy, sondern heute auch in der Wochenend-Musik.
von Matthias Zellmer
Karte statt Fernsehzeitung, Handyvideo statt HD-TV
Das Web gerät immer mehr außer Kontrolle. Schuld daran sind diese allgegenwärtigen User. Nicht nur, dass es seit geraumer Zeit möglich ist, per Handy live Bewegtbild ins Netz zu übertragen, nein, jetzt ist es auch noch möglich auf einer Landkarte zu sehen, wo dies geschieht! Was ist aus unserer guten alten Fernsehkultur mit Sofa und Kartoffel-Chips geworden?
von Matthias Zellmer
font-size: 80px;

Mut zu großen Überschriften beweist Oliver Wagner, der jüngst seinen agenturblog gerelauncht hat. Typografisch ist das Ganze sowieso sehr gelungen – alles ist auf das Wesentliche konzentriert, die Texte sind schön gegliedert, viel Weißraum, guter ZAB und konsequent ist auch, dass Bilder/Videos erst in der Detailansicht eines Artikels zu sehen sind. Besser lesbar kann man ein Blog kaum machen.
Quelle: agenturblog
von Simon Schmid
A Unit of Knowledge
Gestern hat Google seine Online-Wissensmanagement Knol veröffentlicht. Im Aufbau und den Features ähnelt Knol seinem Konkurrenten Wikipedia. Doch es gibt einige grundlegende Unterschiede:
- Ein Autor schreibt einen Artikel und kann diesen später selbst bearbeiten. Oder er kann einer Gruppe anderer User das Recht einräumen, diesen zu editieren. Nicht jeder eingeloggte User kann Änderungen vornehmen, wie es bei Wikipedia der Fall ist.
- Zu einem Knol – also einem Thema – können aber mehrere Artikel angelegt werden. An dieser Stelle befürchtet TechCrunch-Autor Jason Cincaid, dass es zu populären Themen eine wahre Flut von Artikeln geben wird, da jeder, der sein Wissen kundtun möchte, im Worst-Case einen eigenen Artikel schreibt.
- Autoren können für ihre Artikel angeben, ob die darin enthaltenen Inhalte der Creative Commons-Lizenzen unterliegen sollen oder der restriktiven Copyright-Lizenz, die weiteres Nutzen der Inhalte verbietet.
Durch das Anbieten der Copyright-Lizenz erhofft sich Google laut heise online, auch Experten anlocken zu können, die sonst ihre Texte aus der Angst heraus nicht veröffentlicht würden, ihre Inhalte könnten gestohlen werden. Des weiteren können Autoren mit ihren Artikeln auf Google Knol Geld verdienen, indem sie dort AdSense-Anzeigen platzieren.
Via techcrunch.com und heise.de
von Katrin Schneider






