Erste-Minuten-Test: Bleeper.de

Hab eine Mail von bleeper.de bekommen:

…vor kurzem sind wir mit bleeper.de online gegangen. Bleeper ist ein auf Laconica basierter deutscher Micro-Blogging-Service (vgl. twitter). Offenheit ist eines der Hauptcharakteristika unseres Dienstes: OpenSource, OpenMicroBlogging Protocoll, OAuth, OpenID, serverübergreifendes Connecten, etc.

Na dann will ich mal nicht so sein und mache einen “Erste-Minuten-Test” … los geht’s:

  • Rufe http://bleeper.de/ auf: Fühle mich gleich “Zuhause” … typische Mirco-Blogging-Optik. Die Farben erinnern mich an unser twompare.
  • Klicke auf “Mitmachen”: Wundere mich, dass dort ganz old school ein Formular kommt … da steht nix von OpenID … nur oben in der Metanavi.
  • Klicke auf “OpenID” in der Metanavi und logge mich mit meiner OpenID ein.
  • Klappt gut, bis ich meinen Username von “zellmi” in “Zellmi” ändern will. Bekomme Hinweis, dass “Usernamen darf nur Kleinbuchstaben, Zahlen und keine Leer- bzw. Sonderzeichen enthalten” darf.
  • Tippe noch mal “zellmi” ein und bin drin.
  • “Tweets” heißen wohl “Bleeps”, “Following” heißen “Connections” und “Followers” “Connectors”.
  • Bleeper ist also wie Twitter (140 Zeichen, @-Replies, #-Tags, …) … nur eben in Deutsch.
  • Die Freunde-Suche versteh ich nicht … hab über die Textsuche rumgesucht und irgendwie “mspro” gefunden. Dem follow ich auch bei Twitter. Aber beim Klick auf das Profilbild bin ich plätzlich bei identi.ca. Seltsam!
  • Hab unter “Einstellungen > Profil” die Funktion “Connecte automatisch zu jedem der sich zu mir connected.” entdeckt. Wenn man das will, ist das cool.
  • Schnell noch zur Erkennung durch andere Bleeper-Tester mein Standard-Bild hochgeladen und dann den Erste-Minuten-Test beendet.

Mein Highlight bei bleeper.de ist die OpenID-Anbindung. Es ist OpenSource und in Deutsch. Und sonst? Sonst erkenne ich keinen Mehrwert im Bezug auf Twitter bzw. identi.ca. Lass mich aber gerne durch gute Argumente vom Gegenteil überzeugen …

Kommentare

Markus schrieb am 09.09.2008 um 11:04 Uhr

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blepper.de ist eine deutsche Anpassung von identi.ca. Darunter läuft die absolut gleiche Software laconi.ca.
Der Mehrwert kommt daher, dass du beide verknüpfen kannst. identi.ca und bleeper.de können miteinander sprechen.
Deswegen taucht der mspro von identi.ca auch bei bleeper auf.
Du könntest, wenn du gerade mit deinem bleeper.de/zellmi eingeloggt bist, zB. auf mein identi.ca Profil (http://identi.ca/muhh) gehen und dort auf “subscribe” klicken. Falls du bei identi.ca auch einen account hast und dort gerade angemeldet bist: vorher ausloggen :)
Dann erscheint ein Formular, wo du unter “Profile URL” deine Profil-URL eingibst, also http://bleeper.de/zellmi. Einmal auf Bestätigen und du wirst wieder zu bleeper umgeleit, wo du in deinem bleeper Account diese “Connection” noch bestätigen musst. Fertig.

Jetzt tauchen auf bleeper.de/zellmi/all auch alle meine Nachrichten auf, die ich auf identi.ca geschrieben habe.

Das ganze Konzept ist noch recht frisch und hat auch noch ein paar Macken, aber es entwickelt sich. und zwar rasant schnell.

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 11:28 Uhr

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@Markus Danke für die Info. Und ich hab neulich selbst noch drüber geschrieben, dass auf laconi.ca basierende µ-Blogging-Systeme miteinander kommunizieren können. Da hätte ich auch mal drauf kommen können.

Dann ist der Mehrwert, dass ich eigentlich keinen Bleeper.de-Account gebraucht hätte, sondern mit meinem identi.ca-Account die Updates der Leute hätte lesen können, denen ich dort gerne followen würde.

Das heißt, dass man in Zukunft im Optimalfall nur noch einen Account bei seinem favorisiertem µ-Blogging-Dienst braucht und dann aber auch Leuten folgen kann, die einen anderen Lieblingsdienst haben.

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 11:40 Uhr

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Hab es nun mal ausprobiert und Markus’ identi.ca-Account (@muhh) bei bleeper.de connectet. Hat wunderbar funktioniert.

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 11:42 Uhr

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Und warum braucht es dann soviele verschiedene identi.ca-Dienste?

Heiko

Markus Heurung schrieb am 09.09.2008 um 12:07 Uhr

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@heiko das beantworte ich am liebsten mit der Gegenfrage: “wozu braucht es denn verschiedene E-Maildienste?” ;-)

1. um sich nicht von einem Anbieter abhängig zu machen: “Benutzerautonomie” und ganz profan 2. Lastverteilung

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 12:09 Uhr

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@Heiko Ein zentrales Argument könnte die Serverlast sein. Wenn sich der gesamte µBlogging-Verkehr auf möglichst viele Server verteilt, dann kann das nur gut für die Performance sein.

Auch gibt es bei den Implementierungen immer kleine Unterschiede (Optik, Handhabung, …), die dem einen besser gefallen, der anderen weniger gut. So kann man immer seinen Lieblingsdienst nutzen, auch wenn ein anderer favorisierter Nutzer eher auf einen anderen Dienst steht. Das ist so ein bisschen, wie E-Mail. Egal was für einen Client (Outlook, Thunderbird, Gmail, …) man nutzt, man kann sich mit allen austauschen, die eine Mail-Adresse haben.

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 13:53 Uhr

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@Markus: Das Argument überzeugt mich nur bedingt.

@Matthias: Jetzt bin ich überzeugt. Nur wie kommt man möglichst mit seinen liebgewonnenen Twitter-Kontakten rüber? Gibt es da weiterführende Gedanken ausser: Mach Werbung und nimm sie einfahch mit?

Heiko

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 14:07 Uhr

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@Heiko: Ich denke, das liegt vor allem in den Händen von Twitter. Wenn sie irgendwann mal auch das OpenMicroBlogging Protokoll unterstützen würden, dann sollte das kein Problem sein. Ich befürchte aber fast, dass Twitter da das übliche Platzhirsch-Verhalten an den Tag legen wird und das Protokoll nicht unterstützen wird.

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 14:38 Uhr

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@Matthias: Würde mich wundern, wenn Twitter sich da öffnet. Die suchen (verzweifelt) nach einen Business Modell, da würde das keinen Sinn machen.
Erfolgsversprechend wäre da nur eine nicht zu erwartende Massenabwanderung.

Heiko

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 14:58 Uhr

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@Heiko In diesem Zusammenhang trau ich mich nicht eine Prognose abzugeben. Könnte mir schon vorstellen, dass es auch hier ein Abspaltung von OpenSource-Anhängern gibt. Ähnlich wie bei den Browsern. Die Masse nutzt den IE, aber die HeavyUser eher den Firefox/Opera/etc.

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 15:19 Uhr

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@Matthias: Da könnte etwas wahres dran sein. Zur Zeit ist aber wohl eher Twitter die HeavyUser Plattform. Habe noch nicht den Eindruck, dass Twitter schon so Mainstream wäre.

BTW: Mit meinem identi.ca-Account kann ich mich jetzt aber nicht bei bleeper.de anmelden, oder?

Heiko

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 15:33 Uhr

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@Heiko Nicht mit dem Account … dafür gibt es ja openID … aber wenn du auf bleeper jemanden entdeckst, dem du gerne folgen würdest, er aber nicht bei identi.ca angemeldet ist, dann kannst du dir seine bleeper-Updates bei identi.ca anzeigen lassen. Einfach unter dem Profil-Bild auf “Connet” klicken und in dem Feld “Profil-URL” die URL deines identi.ca-Profils angeben.

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 16:01 Uhr

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@Matthias: Dann hätte ich aber meinen openID-Account für bleeper.de und einen brachliegenden bei identi.ca?

Aber ok, ich log mich mal per openID ein!

Heiko

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 16:41 Uhr

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@Heiko openID-Account hast du ja nur einen, aber egal … die Anmeldung via openID finde ich bei bleeper aber besser umgesetzt als bei identi.ca. Geht irgendwie reibungsloser …

Heiko Bernhörster schrieb am 09.09.2008 um 17:16 Uhr

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@Matthias: Ja, die Anmeldung hat problemlos geklappt. Aber hatte ich z.B. die e-Mail-Adresse nicht schon für die openID bestätigt?

Heiko

Matthias Zellmer schrieb am 09.09.2008 um 17:18 Uhr

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@Heiko: Im Prinzip schon, aber das scheint ein automatisierter Sicherheitscheck zu sein, der für bleeper mit ohne ohne openID gleich abläuft …

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