Webkare: ein japanischer Internet-Freund

Gerade bin ich über etwas gestolpert, was mich doch ein wenig irritiert hat: In Japan gibt es mit Webkare ein soziales Netzwerk für Mädchen und junge Frauen, in dem man sich einen virtuellen Freund zulegen kann. Man muss sogar. Während des Registrierungsvorgangs wählt die Neu-Nutzerin aus einem von vier männlichen Comic-Jungs.
Dieser “Junge” “kommuniziert” dann immer wieder in kurzen Flash-Sequenzen mit der Nutzerin. Wann der virtuelle Freund Kontakt aufnimmt, wird vom System gesteuert. Laut TechCrunch sind diese Sequenzen so gestreut, dass die “Beziehung” sich kontinuierlich entwickelt.
Sinn der Sache ist wohl, durch bestimmte Aktionen das “Herz” des virtuellen Freundes zu gewinnen. Die übrigen Features des Netzwerks sollen allerdings nicht sehr umfassend sein.
Interessant sind die User-Zahlen: 52% der Nutzerinnen sind 20 – 29 Jahre, 18% sind in den Dreißigern. Welcher Altersgruppe entspringen dann die übrigen 30%? Noch interessanter wären aber Angaben über die Zeit, die die Nutzerinnen auf dem Netzwerk verbringen. Schafft es ein virtueller Freund, die Nutzerinnen länger auf der Website zu halten als echte, menschliche Netzwerk-Mitglieder?
In Japan ist Webkare ein Renner. Ob ein solches Konzept auch hierzulande erfolgreich sein könnte?
via techcrunch.com
von Katrin Schneider

Kommentare
stadtstreichertamagotchi schrieb am 22.09.2008 um 20:02 Uhr
Mal gespannt, ob’s es hier herschafft. Sprich: sind’s die Japaner oder die Frauen an sich mit der Vollmeise? Ich hab da schon nen Verdacht und bin jedenfalls fein raus, ha! Halt, moment… wenn die Avatare jetzt aber weniger labern und dafür mehr weniger anziehen würden… who knows!
Ich fürchte, das funktioniert mit geringen Modifikationen überall.
claire schrieb am 09.12.2008 um 13:33 Uhr
In Japan they really like their virtual things don’t they. I read they also have virtual wives to remind overweight guys to eat healthy.
http://japansugoi.com/wordpress/japanese-virtual-wife-better-than-a-real-one/