Monatsarchiv für Oktober 2008
WE-Musik: Marilyn Manson
Interpret: Marilyn Manson
Stück: Tainted love
Infos: Offizielle Website, laut.de und Wikipedia
Warum nur?
Habe ein wenig auf der neuen MTV Music Website rumgestöbert und bin dabei auf der Suche nach ein paar 80er-Klassikern bei dieser gelungenen Cover-Version des Soft Cell Hits gelandet. Und da dachte ich mir: Passt doch ganz gut zu Halloween
von Matthias Zellmer
Pflichtablieferung an Nationalbibliothek relativiert
Wie heise.de gestern berichtet wurde im Bezug auf die Pflichtablieferung von im Web publizierten Inhalten an Nationalbibliothek nun doch mal der Verstand bemüht und die Nutzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten ins Auge gefasst:
Die Netzgemeinde kann aufatmen, denn die Bibliothek wird Blogs, Foren und Websites mit statischen Inhalten nur automatisiert über einen eigenen Crawler erfassen und archivieren.
Damit ist meine Welt wieder etwas mehr in Ordnung.
von Matthias Zellmer
Das Ende des Internets
Warum wundert es mich nicht, diese Nachricht auf einem Online-Portal für Journalisten vorzufinden?
Dem Mitmach-Netz schwinden die Mitarbeiter: Kostenlos für Wikipedia und Open Source-Projekte zu arbeiten, wird man sich schon bald nicht mehr leisten können, sagt US-Journalist Andrew Keen voraus.
Keimt da Hoffnung in der Journalie auf wenn Keen schreibt:
In Zeiten von Massenentlassungen dürfte die Bereitschaft zu kostenloser Arbeit, von der Web-Angebote wie Wikippedia, YouTube, MySpace und Flickr, aber auch Open Source-Projekte profitieren, deutlich sinken. Es wird eine kulturelle Veränderung in der Einstellung gegenüber dem ökonomischen Wert unserer Arbeit geben.
Ich finde es schon sehr interessant, wie da grundlegend unterschiedliche Web-Dienste in einen Topf geworfen werden. Mitarbeit an YouTube? An MySpace? Flickr? Bin ich dann auch ein Mitarbeiter einer Zeitung, wenn ich einen Leserbrief einsende?
Ist es nicht dann vielleicht auch so, dass die Massenentlassenen sich dann nur noch die kostenlosen Dienste leisten können? Heute finanzieren sich viele Dienste schon jetzt indirekt – durch Werbung . Man könnte nun auch prognostizieren, dass bei der Verknappung der Resource Geld die Bemühungen, derer die was zu verkaufen haben, steigen müssen, da ja die Konkurrenz um das wenige Geld nun noch mehr steigt. Da muss einfach mehr Werbung gemacht werden und die werbefinanzierten Web-Dienste werden boomen. Aber auch das ist, wie die Ausssagen von Keen, reine Spekulation.
Also liebe Keens dieser Welt, das Internet ist ein Faktum, das geschaffen ist. Es ist ein neues Medium, dass euch wohl allzuoft an klassische Medien erinnert. Aber das ist ein fieser Trick von ihm. Es ist anders, es ist vielschichtig, es kann darin direkt interagiert werden und es ist vor allem nicht mal annähernd am Ende.
von Matthias Zellmer
Online-Mode-Shop Ksubi setzt auf Google-Optik
Ich habe gerade meinen Kollegen die Startseite von Ksubi gezeigt und sie mal aus der Ferne raten lassen, was für eine Art Website sie da vor sich haben. Einhellige Meinung: Suchmaschine. Ist ja auch ganz klar, der Online-Shop des Mode-Labels tarnt sich über das Look & Feel von Google.
Wobei “tarnt” wohl auch der richtige Ausdruck ist. Denn meiner Meinung nach, tut sich das in Australien und USA wohl sehr bekannte Mode-Label damit keinen Gefallen. Das Ganze mag ja erst mal ganz witzig sein, aber nach einer Zeit wird sich zeigen, dass gerade bei einem Online-Shop witzig sein nicht Alles ist. In der Hinsicht muss ich Ruth Schilling von drweb.de voll zustimmen.
von Matthias Zellmer
Was ist SMIL und was kann es (nicht)?

Da Barrierefreiheit bei seitenblick auf Grund eines Multimedia-Projekts aktuell wieder mal verstärkt im Fokus steht, habe ich mich gestern mit SMIL (“smile” gesprochen) beschäftigt.
SMIL steht für Synchronized Multimedia Integration Language und ist eine XML-basierte Markup-Sprache, die das Steuern und Synchronisieren von multimedialen Inhalten ermöglicht. Bei SMIL handelt es sich um einen vom W3C herausgegeben Standard.
Grob gesagt kann man über .smil-Dateien Multimedia-Elementen zeitlich organisieren. Wiedergegeben wird die .smil-Datei (und damit auch der Multimedia-Elemente) in einem Player. Aber nicht alle gängigen Player unterstützen SMIL. Und die Player, die SMIL unterstützen, unterstützen es nicht zwingend auf die gleiche Art und Weise.
Wie bereits erwähnt habe ich mir SMIL im Zusammenhang mit dem Thema Barrierefreiheit angesehen. SMIL ermöglicht nicht nur das Organisieren von Multimedia-Elementen, sondern auch das Eingehen auf User-spezifische Voraussetzungen wie beispielsweise die vorhandene Bandbreite oder die im Browser eingestellte Sprache. So kann per SMIL beispielsweise eine beschreibende Audio-Datei zu visuellen Elementen direkt in der richtigen Sprache ausgegeben werden, zu Audio-Elemente können entsprechende Untertitel angezeigt werden und so weiter. Die Barrierefreiheit von SMIL ist hauptsächlich darin begründet, dass nicht nur der Autor, sondern auch der User beziehungsweise der User-Agent Einfluss auf die Auswahl der wiederzugebenden Elemente nehmen können.
Ein weiterer Vorteil von SMIL ist, dass die einzelnen Multimedia-Elemente nicht auf einem Server vorhanden sein müssen – sie können über das gesamte Web verstreut sein.
Ein kleines Beispiel
Ich habe mal ein kleines Beispiel auf Basis im Web vorhandener Bilder und Sounds erstellt (hier zum Download):

Jede .smil-Datei besteht aus einem umschließenden <smil>-Tag, das einen optionalen <head>-Tag und in jedem Fall einen <body>-Tag beinhaltet.
Im <head></head> können allgemeine Angaben gemacht und Layout-Elemente, Überblendungen usw. können spezifiziert werden. Im <body></body> stehen dann die einzelnen Multimedia-Elemente.
Wiedergabe des Beispiels in Quicktime:
Von der Darstellung im Real Player gibt es leider nur ein Screenshot, da sich der Real-Player nicht ohne weiteres einbinden lässt; bei Bedarf test.smil einfach lokal im Real-Player wiedergeben:

Selbst, wenn man nur die Real-Player-Grafik mit dem Quicktime-Video vergleicht, ist unschwer zu erkennen, dass sich die Wiedergabe in den beiden Player erheblich unterscheidet. Und das ist das große Problem an SMIL – die unterschiedliche und mangelnde Unterstützung durch aktuelle Medien-Player. Während der RealPlayer und QuickTime .smil-Dateien abspielen können weigern sich Winamp, VLC und der Windows Media Player diese überhaupt zu öffnen.
Für mich ist SMIL deshalb aktuell noch keine wirkliche Alternative, wenn es um die Wiedergabe multimedialer Inhalte geht. Aber es birgt durchaus Potential – auch, wenn die aktuellste, vom W3C abgesegnete Version aus dem Jahr 2005 stammt.
Hier noch ein paar Links zum Thema:
- offizielle W3C-Recommendation
- offizielle SMIL-Website des W3C
- kurze Beschreibung / Einführung / Tutorail
- umfangreichere Beschreibung / Einführung / Tutorail
- Wikipedia
von Katrin Schneider
MTV MUSIC
MTV scheint sich wieder auf sein Kerngeschäft zu besinnen: Musik.
Mit MTV MUSIC (aktuell noch Beta) hat MTV ein Portal gelauncht, auf dem richtig viele Musik-Videos verschiedenster Künstler und Jahrzehnte in voller Länge verfügbar sind.
Der Player ist wie ich finde ganz gut gelungen (auch wenn er manchmal noch etwas zuckelt) und einbetten lassen sich die Videos auch.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Und ich stimme CrunchGear.com völlig zu: Es ist richtig sympatisch, dass ein solches Web-Angebot einmal ohne großes Tamtam und breite Ankündigungen veröffentlicht wird !!
von Katrin Schneider
Wassup 2008

Wer kann sich nicht an den Werbespot erinnern, in dem fünf Jungs am Telefon oder der Gegensprechanlage hängen und “Whassup” grölen?!
Ich erinnere mich da noch recht gut daran – und ich hätte nicht gedacht, dass diese Campagne von Budweiser schon fast zehn Jahre alt ist.
Damals musste man beim Abheben des Hörers immer damit rechnen, mit einem breiten “Waaaaaaasaaaaaaaab” begrüßt zu werden …
Unter der Schirmherrschaft von 60Frames wurde nun ein Remake dieses Spots veröffentlicht. Es wirbt für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und die in seiner Werbe-Campagne allgegenwärtige Veränderung.
Link: www.youtube.com
Und für alle die, die den original-Spot nicht kennen oder sich nicht erinnern können:
Link: www.youtube.com
via TechCruch.com
von Katrin Schneider
Praktische Tipps für Startuper
Hab gerade einen interessanten Beitrag auf netzwertig.com entdeckt:
10 Fragen, die sich Startups spätestens jetzt stellen sollten
Zu den 10 Fragen gehörten unter anderem folgende:
Was sind meine Kernfunktionen?
oder auch
Bin ich ein Produkt oder ein Feature?
Unbedingt lesenswert, denn die Fragen werden nicht nur in den Raum geworfen, sondern auch mit ein paar interessanten Ratschlägen garniert.
von Matthias Zellmer
WE-Musik: Arthur Brown
Link: www.youtube.com
Interpret: Arthur Brown
Stück: Fire
Infos: Offizielle Website, Offizielle deutschsprachige Website und Wikipedia
Warum nur?
Gestern haben Katrin und ich ein kleines Musik-Battle gemacht. Das Thema war “Feuer”. Anschließend haben wir bei Deezer dann eine Playlist mit Fire-/Feuer-Songs erstellt und heute dann unseren Favoriten daraus gewählt.
Nachsatz: Hab gerade bei Wikipedia gelesen, dass Arthur Brown “ein wesentlicher Einfluss auf Schockrocker wie Alice Cooper und Marilyn Manson nachgesagt wird”. Schockrocker? Ist das ein anerkannter Ausbildungsberuf?
von Matthias Zellmer
Nationalbibliothek sollte Feeds abonnieren
In meiner Zeit in der Studierendevertretung der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben wir eine kleine Zeitung für unsere Kommilitonen herausgegeben. Damals lernte ich auch die Deutsche Nationalbibliothek kennen. Wir mussten ihr damals von jeder Ausgabe auch ein Exemplar zukommen lassen. Wir hatten ein Sekretariatskraft, die das dann für uns zuverlässig übernommen hat. Das war im Prinzip auch ganz einfach und schnell gemacht. Heft nehmen, eintüten, adressieren und ab zur Post. Fertig.
Doch was jetzt auf uns … und wohl auch auf die Nationalbibliothek … zukommt, das ist wohl nicht so einfach. Laut einer Verordnung der Bundesregierung sind Website-Betreiber seit gestern verpflichtet, dort Kopien ihres Online-Angebotes abzuliefern. Entgegengenommen werden PDF- und Zip-Dateien. Theoretisch machen sich Website-Betreiber strafbar, wenn sie dieser Abgabe-Pflicht nicht nachkommen. Laut Spiegel Online weiß man “bei der DNB selbst noch nicht so genau, wie das alles funktionieren und organisiert werden soll”.
Für mich hört sich das alles ein bisschen “Old-School” an. Sollen sie doch lieber alle Website-Betreiber verpflichten, ihre relevanten Inhalte als RSS-Feed anzubieten. Diesen könnte die Nationalbibliothek dann abonnieren und alles würde automatisiert ablaufen. Zudem würde eine solche, bei vielen Website notwendige Umstellung eben diesen sicher gut tun … von wegen Trennung von Inhalt und Layout und so. Aber wahrscheinlich habe ich in diesem Zusammenhang wieder mal irgendwas nicht richtig bedacht. Aber da scheine ich ja nicht der Einzige zu sein.
von Matthias Zellmer





