Microblogging vs RSS-Feeds

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Oft höre ich gerade im Bezug auf den Microblogging-Dienst Twitter, dass es viele Leute stört, wenn dort irgendwelche Publisher hauptsächlich Links zu ihren Inhalten posten. Dies können einfache Blog-Einträge sein, wie auch wir es vom Netzlogbuch machen, aber auch zum Beispiel der Hinweis auf Artikel in den Online-Angeboten von Zeitungen und Zeitschriften sein. Ein aktuelles Beispiel sind diesbezüglich die jüngsten Aktivitäten von Spiegel Online.

Das Hauptargument der Kritiker gegen automatisierten Link-Postings ist, dass es exakt dafür RSS-Feeds gebe. Das stimmt. Jedoch habe ich für mich festgestellt, dass ich einige meiner abonnierten Feeds in aller Regel nicht wirklich lese. Dazu gehörte zum Beispiel der Feed von Heise.de. Da wird mir einfach pro Tag zu viel veröffentlicht.

Darum habe ich nun den Heise-Feed aus meinem RSS-Reader raus geworfen und folge nun den Updates von heiseonline auf Twitter. Der offensichtliche Nachteil dieser Methode, ich werde so manchen Tweet und damit so manche Meldung auf Heise.de schlichtweg verpassen, da ich ja nicht den ganzen Tag meinen Twitter-Stream verfolge. Tatsache ist aber, dass ich bei der RSS-Methode so gut wie alles verpasst habe, da ich, ob der schieren Masse, so gut wie immer alle Heise-Feeds ungelesen als gelesen markiert habe. Das heißt somit, dass ich nun unterm Strich mehr von den Heise-Meldungen mitbekomme als vorher.

Mit anderen Feed würde ich allerdings nicht so verfahren wollen. Dazu sind mir die Meldungen zu wichtig und die Gefahr etwas zu verpassen zu groß. Somit schätze ich nun bei allen Infoquellen, bei denen ich die Wahl zwischen Feed und Tweet habe, ab, welchen Dienst ich im Kern nutze. Bei manchen nutze ich sogar beides.

Somit stehen für mich RSS und Microblogging diesbezüglich in keiner Konkurrenz, sondern sind je nach Fall die Info-Methode meiner Wahl; sie ergänzen sich.

Kommentare

Wolfgang schrieb am 09.01.2009 um 14:55 Uhr

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Kommt mir bekannt vor. Vor Twitter war heise für mich fast eine tägliche Pflichtlektüre. Mit Twitter und durch die Zunahme anderer Feeds, die ich abonniert habe geriet heise immer mehr in den Hintergrund. Durch diesen Eintrag inspiriert folge ich jetzt auch mal dem Heise-Twitterfeed ;-) Von daher sehe ich es ähnlich, wie Du – automatisierte Twitter Feeds haben auch eine Berechtigung. Wer es nicht will, braucht auch nicht zu folgen.

Matthias Zellmer schrieb am 09.01.2009 um 15:30 Uhr

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Richtig. Genau das ist ja u.a. das Tolle an Twitter & Co.: Man muss niemanden folgen …

Flominator schrieb am 09.01.2009 um 21:28 Uhr

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… und wenn du doch einmal mehr von Heise willst, kannst du einfach deren Twitterseite anschauen.

Von RSS bin ich mittlerweile total weg. Ich lasse mir die wichtigen Feeds per Mail liefern :)

Lenny schrieb am 25.01.2009 um 15:37 Uhr

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Ich habe meine RSS-Feeds schon lange abgelegt. Lediglich via Mail.app verfolge ich noch wenige private Blog-Feeds.

Um bei meinen socialen Netzwerken auf dem Laufenden zu bleiben nutze ich die Webapplikation von “SocialThing!”. Ich musste aber auch schon feststellen, dass es sehr schwer ist beispielsweise dem Twitter-Stream zu folgen. Bei etwa 80 verfolgten kommen in wenigen Stunden schon +200 Tweets zu Stande. Daher folge ich eher dem Motto:

“Mut zur Lücke”.

PS.: Wenn man meinen Kommentar so liest, könnte man meinen es handelt sich um Sport. Bei all dem Folgen und Laufen ;-)

Matthias Zellmer schrieb am 25.01.2009 um 23:23 Uhr

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@Lenny: Danke für den sportlichen Kommentar ;-)

Und ja, der Mut zur Lücke macht es überhaupt erst möglich bei Twitter mehr als 30-40 Leuten zu folgen. Ich habe derzeit über 700 Follower und da geht es ohne diesen Mut überhaupt nicht ;-)

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