Monatsarchiv für Januar 2009

CrunchPad – Techcrunchs Web Tablet nimmt Gestalt an

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Im vergangenen Juli haben wir darüber berichtet, dass das bekannte US-amerikanische Weblog Techcrunch Software-Entwickler dazu aufgerufen hat, mit ihnen einen günstigen Web-Tablet-Rechner zu entwickeln … den CrunchPad.

Zufälligerweise haben wir uns gerade neulich erst hier in der Agentur bei einer Tasse Kaffee wieder an diesen Plan erinnert und schon vermutet, dass er im Sande verlaufen wäre. Weit gefehlt, denn Techcrunch hat in dieser Woche den zweiten Prototypen des Web Tablet vorgestellt … den ersten gab es schon im vergangenen August.

Ein paar Eck-Daten zum CrunchPad Prototyp:

  • Intel Atom Prozessor
  • 1 GB Ram
  • 4GB SSD Flash Drive
  • 12″ Touchscreen
  • Auflösung 1024×768 (Verhältnis: 4:3

Die Software-Basis liefert Ubuntu, doch der Nutzer bekommt eigentlich nur die Browseroberfläche auf Basis WebKit-Engine zu sehen. Damit ist dann auch schon klar, wozu das CrunchPad gedacht ist: Zum Surfen und Kommunizieren im Web. Von den geplanten $200 haben sich die Macher leider schon verabschiedet und es läuft wohl auf einen Anschaffungspreis von circa $300 hinaus. Ein Preissegment, in dem es schon die ersten Netbooks gibt, die dann vielleicht doch noch ein bisschen mehr können.

23. Januar 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

social web – ungeheuer und spannend

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Wie vor ein paar Tagen angekündigt war ich gestern Abend zu Gast am Stuttgarter Standort der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (mhmk), um dort der Diskussionsrunde Social Web – Chance oder Gefahr? zu lauschen.

Zu Beginn der Veranstaltung haben zwei Studenten der Hochschule ihre Studie vorgestellt, die der Veranstaltung dann auch ihren Namen gab. Die Erkenntnisse daraus dienten anschließend als Grundlage für die von Thomas Döbler moderierten Diskussionsrunde. Auf dem Podium sassen dazu:

Was man der Diskussion deutlich angemerkt hat, da sassen ausschließlich Männer auf dem Podium, die ihre Brötchen mit dem Web verdienen … und das heißt heute auch fast schon zwangsläufig: mit dem Social Web. Einige haben dabei ihren Weg gefunden, andere suchen offensichtlich noch. Dabei hat Suchen auch viel mit Verstehen zu tun. Jedoch gerade die klassischen Massenmedien tun sich offensichtlich noch schwer mit dem Social Web.

Ein diesbezüglich entscheidender Punkt wurde gestern auch angesprochen: Das Social Web bedient im Bezug auf die Inhalte und Themen den so genannten Long Tail. Hier kann sich der Schmetterlingsfreund genauso gut mit Seinesgleichen austauschen, wie die Fans von Britney Spears. Jede noch so kleine Nische wird im Social Web ebenso abgedeckt wie der größte Hype. Nur das der Anklang beim Hype immer deutlich größer ist … und damit der Nachhall.

Doch will man die Masse erreichen, wie es die klassischen Medien sich all zu oft auf die Fahne geschrieben haben, so muss man möglichst weg vom den Nischen des Long Tails und hin zum Hype. Dazu muss man schnell und originell sein. Aber wenn man sich nur des Nachhalls bedient, fängt es oft an beliebig zu werden. Wenn ich jetzt über die Amtseinführung von Präsident Obama überall was lesen, hören oder sehen kann, warum soll ich es dann zum Beispiel unbedingt beim Schwäbischen Tagblatt Online tun? Denn im Gegensatz zu früher bin ich im Web genauso schnell bei den großen Playern wie bei den kleinen. Hier kommt es dann wirklich nur auf die Qualität der Inhalte an. Aber gerade der Qualitätsbegriff ist hier deutlich Auslegungs- bzw. Geschmackssache.

Genauso wie die Antwort auf die Frage, ob das Social Web nun Chance oder Gefahr darstellt. Will man auch unbedingt in 10 Jahren seine Inhalte in einer bestimmten Medienart wie zum Beispiel in Form von Zeitungen an die Interessenten bringen, dann kann es sein, dass man sich damit deutlich einer Gefahr aussetzt. Löst man sich von dem angestammten Medium, so dürften für Menschen, die ihr Handwerk beherrschen, die Chancen überwiegen. Die Organisationsstrukturen werden sich sicher ändern, aber die Menschen, die jetzt schon gute Inhalte produzieren können, werden dies auch in Zukunft noch davon leben können. Sie sollten eben bereit sein, einen deutlichen Paradigmenwechsel mitzumachen.

Aber zurück zur Veranstaltung. Leider sind viel Aspekte des Social Webs nur am Rande oder gar nicht angesprochen worden. Wie wird sich die vernetzte Gesellschaft entwickeln? Wie wird sich die Verwaltung einer solchen Gesellschaft entwickeln (können), also die Politik? Wann werden wir nicht mehr von dem Social Web als einem Jugendphänomen hören müssen? Alles in allem wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, wenn im Titel von Social Media statt von Social Web gesprochen worden wäre. Aber auch das zeigt, dass wir im Bezug auf dieses Themengebiet noch ganz am Anfang stehen.

Nachtrag: Weitere Beiträge zur Veranstaltung findet man bei Dirk Barchmann und Melanie Gottschalk. Zudem kann man sich auch noch mal die Twitter-Nachrichten zur Veranstaltung ansehen. Denn es wurde ganz webzweinullig während der Veranstaltung getwittert … sogar direkt vom Podium!

Update: Inzwischen gibt es auch noch einen interessanten Rückblick von Oliver Berger, einem der auf dem besagten Podium sass.

Kostenlose Social-Marketing-eBooks

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Auf web-ideas.de hat Stefan Petersen immerhin 42 frei erhältliche elektronische Bücher zum Thema Social-Marketing in den Kategorien “Anleitungen und Infos”, “E-Mail & Podcast Marketing”, “Usabilty” und “Social Networks in Unternehmen” zusammengetragen. Respekt!

Social Networking 2.0

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Neulich habe ich hier im Netzlogbuch beschrieben, dass es ein Erfolgsrezept solcher Microblogging-Dienste wie Twitter ist, dass sie sich im Prinzip im ganzen Web bedienen können, um ihren Funktionsumfang zu erweitern.

Die dadurch gewonnen Leistungsfähigkeit reicht meiner Ansicht nach durchaus an die von solchen Social Networks wie Facebook heran. Genauer betrachtet übertreffen sie sie im Funktionsumfang sogar.

Und rein psychologisch betrachtet, hat ein Dienst wie Twitter sogar den Vorteil gegenüber dem durch jedermanns selbstgestrickte Applikationen erweiterbarem Facebook, dass Twitter erst einmal nur als in seiner Bedienung und in seinen Möglichkeiten einfacher Dienst wahrgenommen wird. D.h. während man bei Facebook immer das Gefühl hat, nicht alle Möglichkeiten voll auszuschöpfen, gibt einem Twitter eher das Gefühl von “Alles kann, nichts muss”.

Auch sind Microblogging-Dienste ein Netz aus Knotenpunkten … den Followern. Während bei “klassischen” sozialen Netzwerken die Kontakte/Freunde erst einmal eine Liste an Personen sind, die dann erst in zweiter Linie zu einem Netzwerk werden. Das ermöglicht eine ganz andere Herangehensweise an das Netzwerk. Bei Twitter & Co. folgt man gerne erst einmal jemanden und wird dann vielleicht besser mit einander bekannt. Bei Facebook und Co. sucht bzw. braucht man in der Regel erst mal nach einem Grund oder Aufhänger warum man jemanden in seine Liste aufnimmt … sich und der anderen Person gegenüber. Somit ist Twitter das bessere Networking-Tool.

Dies alles und noch ein paar kleinere Faktoren machen Microblogging in meinen Augen zu einer besonderen, speziellen Art der Social Networks, wenn man so will zum Social Network 2.0.

wunschlikör – personalisierte Spirituosen

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Nach solchen Leckereien wie etwa Müsli, Kaffee, Tee oder Schokolade, gibt es bei Wunschlikör nun also auch Spirituosen zum selber kombinieren.

Betreiber von Wunschlikör ist die LikörFactory, die sich bisher nur auf das Personalisieren der Etikette von alkoholischen Getränken spezialisiert hatten.

Der Bestellvorgang ist recht gut umgesetzt. Zuerst wählt man die Flaschengröße aus … wobei ich die Idee mit der Partybox à la Kleiner Feigling ganz nett finde … dann kann man bis zu fünf Likör-Aromen zusammenmischen und dann auch sein eigenes Etikett gestalten. Alles recht einfach und intuitiv zu bedienen.

Interessant finde ich, dass man seinen Wunschlikör auch direkt in Arzberg beim Hersteller abholen kann. Und jetzt, da die fünfte Jahreszeit angefangen hat, finde ich die Wunschlikör-Idee doch ganz anregend. Auch als einer, der keinen Alkohol trinkt.

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