Qualitätssicherung im Social Web

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Der Fall “Wilhelm” zu Guttenberg hat uns gezeigt, dass es recht einfach ist mit den Vehikeln des Social Webs Informationen zu verbreiten, die nicht wahr sind. Doch welche Relevanz hat eine so genannte falsche Information, wenn man dem Verbreiter nicht glaubt? Kaum eine.

Aber eine Unglaubwürdigkeit muss man sich scheinbar hart erarbeiten. Schuld daran ist wohl auch unsere über Jahre antrainierte Mediengläubigkeit. “Das steht doch da Schwarz auf weiß geschrieben” ist zu einem Qualitätssiegel geworden, dass im Social Web nun auch offensichtlich nicht gilt. Man muss den Informationen im Web kritischer gegenüberstehen, als man dies vielleicht gewohnt ist.

13. Februar 2009
von Matthias Zellmer
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Kommentare

Claus schrieb am 13.02.2009 um 14:40 Uhr

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Das gilt nicht nur für das Social Web sondern für alle Informationen… besonders die aus dem Web… nur, wer lehrt den Umgang mit Informationen?

Matthias Zellmer schrieb am 13.02.2009 um 15:39 Uhr

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@Claus: Im Detail und in den Einzelfällen sind derzeit in aller Regel die Schüler auch zugleich die Lehrer. Doch nur weil die “neuen” Medienformen grundlegend bekanntes oftmals maskieren. So wissen zum Beispiel kompetente Menschen auch heute schon, dass man nicht alles glauben sollte, was in der Bild-Zeitung steht. Diese Erkenntnis sollte man dann auch auf Publikationen im (social) Web anwenden.

Hofnarr Florian schrieb am 13.02.2009 um 16:15 Uhr

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Da hast du wohl Recht. Anscheinend ist es für viele Journalisten zu verführerisch einfach bei wikipedia abzuschreiben.

Gerade von den großen Medien kann man jawohl erwarten, dass sie Einträge bei Wikipedia prüfen.

Matthias Zellmer schrieb am 13.02.2009 um 17:39 Uhr

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@Hofnarr Florian: Einverstanden. Es geht mir aber auch darum, dass jede/r von diesem “Fehler” der vermeintlich “Großen” lernen kann und sollte …

rajue schrieb am 14.02.2009 um 07:55 Uhr

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Ich sag nur: »hack the planet«

Herrlich, einfach herrlich. Und ich lerne daraus aufs Neue, dass auch ich nicht mehr ungeprüft bei anderen abschreiben darf. Immerhin. Das sollte jeder aus dieser Aktion gelernt haben. Schon wieder. Und immer, wenn die Bequemlichkeit einen eingeholt hat, dann brauchen wir diese Aktionen.

Herrlich, einfach herrlich!

Matthias Zellmer schrieb am 16.02.2009 um 12:51 Uhr

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@rajue: Stimmt. Bequemlichkeit ist etwas, was ins Wohnzimmer oder in die Sauna gehört. Aber nicht wenn ich meinen Job mache. Klar, jede/r von uns neigt dazu, es sich auch mal einfach zu machen, aber es darf nicht zur Gewohnheit werden. Vor allem dann nicht, wenn man sich etwas im Prinzip als eine Art Alleinstellungsmerkmal auf die Fahnen schreibt. Wie in dem Fall des Journalismus das gründliche Recherchieren …

R. Maler schrieb am 17.02.2009 um 12:36 Uhr

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Ich finde, viel mehr als oberflächlichen Unterhaltungswert hat diese Sache eigentlich nicht. Wenn jemand eine Falle legt und sie geschickt genug tarnt, wird auch finden sich auch Leute die hineinlaufen. Jemand der sein Handwerk versteht… Nicht umsonst hat der Blog eine hohe Reichweite.
Grüße
R. Maler

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