Gesellschaft2.0
Am kommenden Mittwoch bin ich zu der Veranstaltung DemokratieZweiNull – Wahlkampf im Web eingeladen. Ein Themengebiet, welches mich beruflich, wie privat … also als Mensch … sehr interessiert und worüber ich viel nachdenke. Dabei ist es vor allem der ZweiNull-Anteil, der mich sehr umtreibt.
Es wundert mich immer wieder wie bereitwillig viele Menschen, die ich strukturell eher in einer vermittelnden Rolle sehen würde, sich bereitwillig mit dem Label 2.0 schmücken. Denn wenn sich die gesellschaftliche Infrastruktur von einer aktuell stark hierarchischen, auf eine Netzwerk-Topologie umstellen würde, dann bedeutet das in der letzten Konsequenz, dass gerade diese Vermittlungsschicht auf Dauer überflüssig wird.
Oder anders gesagt: Eine Gesellschaft2.0 würde sich im Prinzip des B2B auf relativ breiter Front entledigen (können). Gut, das gilt bestimmt nicht für alle Bereiche. Aber wenn die Prognosen stimmen, und wir wirklich auf der Schwelle von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft stehen, dann ist dies auch eine vernetzte Gesellschaft. Doch sind wir überhaupt strukturell bereit, um ohne größere Dramatik in eine Informationsgesellschaft zu wechseln? Ich hab da so meine Zweifel …
von Matthias Zellmer


Kommentare
spacedani schrieb am 22.03.2009 um 22:06 Uhr
Warum nicht? – Klar ist das ein größerer Prozess. Aber die Gesellschaft fordert genau dies – den Schritt zur Informationsgesellschaft.