Personalisierter Twitter-Spam

Die Begriffe Twitter und Mainstream sind in letzter Zeit immer häufiger in einen gemeinsamen Kontext genannt worden. Ein weiteres Anzeichen, dass was dran ist an der Behauptung, Twitter wäre im Mainstream angekommen, ist dass ich heute meine ersten persönlich an mich gerichteten Spam-Tweet erhalten habe.
Das Ganze stimmt mich jetzt schon etwas nachdenklich. Denn das Potential mit unerwünschtem Kram zugemüllt zu werden, ist beim Mircoblogging noch viel größer als bei E-Mail. Schon alleine die automatisierten Twitter-Agenten, auch Bots genannt, die zu Beispiel Tweets mit bestimmten Begriffe einfach noch mal raushauen, nerven. Wenn ich mir ausmale, was für Spammer bei Twitter möglich ist … ohje, ohje!
Auch wenn Twitter schon recht rigoros gegen solche User vorgeht, stell ich mir schon die Frage: Brauchen wir also eine Möglichkeit Tweets zu filtern? Scheinbar schon. Leider. Denn es wird schlimmer werden. Und nicht nur personalisierter Spam und Bots nerven, auch gab es gerade erst an Ostern mal wieder einen Twitter-Wurm (Mikeyy), der zwar … soweit ich es mitbekommen habe … keinen wirklich nachhaltigen Schaden angerichtet hat, aber beim nächsten Wurm oder ähnlichem kann es schon wieder ganz anders aussehen.
Vielleicht ist Twitter Mainstream geworden, denn auch zum Beispiel auch sowas wie “Winnenden” spricht dafür, aber in jedem Fall ist Twitter gerade dabei seine Unschuld zu verlieren. Schade, wirklich schade …
von Matthias Zellmer

















Kommentare
Thorsten Zoerner schrieb am 16.04.2009 um 11:32 Uhr
Das Beispiel Winnenden hat uns wirklich gezeigt, wie Hashtags missbraucht werden, jedoch muss ich sagen, dass sich bei mir der @Reply Spam bislang im Zaum hält und überschaubar ist.
Eine meiner Strategien um dem Problem entgegenzuwirken: Ich schaue mir zwar die @Replys an, jedoch mehrmals am Tag nur von Personen, denen ich auch folge. Täglich von denen, die mir folgen (für länger als 24 Stunden) und im Feedreader habe ich zusätzlich meine Mentionings, also die Ergebnisse einer Suche nach meinem Namen bei http://search.twitter.com/ abonniert. Bislang kann bin ich mit dieser Lösung recht zufrieden – auch wenn die Clients wie Tweetdeck und Co natürlich nicht damit funktionieren.
Zur Vollständigkeit möchte ich noch auf folgendes Post hinweisen, welches ursprünglich bei mir unter Spamverdacht gefallen ist – dann aber sich doch als eine Möglichkeit meine Aufmerksamkeit zu gewinnen herausgestellt hat (ich glaube Du hattest auch einen Tweet von dieser Person erhalten) .
http://www.cyber-junk.de/2009/04/11/wer-hat-das-bestellt-hypo-real-estate-lichtprojektion/
Matthias Zellmer schrieb am 16.04.2009 um 11:57 Uhr
@Thorsten Zoerner: Siehst du, es ist schon wie bei E-Mail: Wir fangen nun auch schon bei unserer täglichen Nutzung dieses Dienstes an und tricksen rum, um nicht von unerwünschten Tweets genervt zu werden. Es ist immer das selbe Spiel.
Übrigens: Der Spam-Account aus dem Beispiel oben wurde inzwischen von Twitter suspendiert …
Marketing Maschine Twitter | IT-News schrieb am 20.04.2009 um 21:28 Uhr
[...] http://netzlogbuch.de/spam/personalisierter-twitter-spam/ No TweetBacks yet. (Be the first to Tweet this post) [...]
Ein guter Morgen mit Twitter | ad absurdum schrieb am 24.04.2009 um 12:00 Uhr
[...] Twitter-Spam an anderer Stelle: stoptwitterspam.com, netzlogbuch.de, admartinanto.de, random.thoughts, [...]