Komfortables Mini-Blogging mit Posterous
Der neue Everybody’s Darling unter den Web-Diensten scheint derzeit Posterous zu sein. Es lässt sich wie zum Beispiel Tumblr und Soup.io zu den Mini-Blogging-Diensten zählen und damit zwischen dem Microblogging á la Twitter und normalen Blogs wie dem Netzlogbuch einordnen, das auf Basis von WordPress läuft.
Aber was ist so schick an Posterous? Zuerst einmal ist es ein ziemlich gut durchdachtes System, dass dem Nutzer so oft es geht, die Arbeit abnimmt oder zumindest vereinfacht. Möchte man schnell mal ein Bild mit einem kleinen Kommentar ins Netz bringen? Einfach das Bild per Mail an post@posterous.com von einer vorher zum eigenen Posterous-Account zugeordneten Mail-Adresse schicken und kurze Zeit später ist es auch schon im Netz.

Wie an der Grafik oben zu sehen ist, kann man über den Betreff den Titel des zu erstellenden Posterous-Beitrags, sowie die Tags unter denen er abgelegt werden soll, steuern. Ins eigentliche Textfeld der Mail kommt dann der Inhalt des Beitrags. Die Mail oben hat zu folgendem Beitrag geführt:
Das geht übrigens nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Video- und Audio-Dateien sowie einigen Dokumenten (Word, PDF, Powerpoint). Die Mail kann zudem auch eine HTML-Mail sein, deren Formatierung dann im Posterous-Beitrag übernommen wird.
Und es ist auch möglich, dass man andere Menschen automatisiert über die Veröffentlichung eines Beitrags per Twitter und Co. informiert. Das ist aber noch nicht alles. Wenn man will, kann man seine Inhalte auch noch automatisch zu anderen Web-Diensten übertragen lassen. Einen ganzen Beitrag in seinen Blog, ein Video zu Youtube oder ein Foto zu Flickr. Wohin eine Datei oder ein Beitrag noch von Posterous aus übertragen werden soll, kann man über die Empfänger-Mail-Adresse steuern. Aus einer an twitter+facebook@posterous.com gesendete Mail wird dann ein Posterous-Beitrag erstellt und auf den eigenen Twitter- und Facebook-Accounts werden dann Infos darüber eingestellt. Natürlich nur, wenn man vorher im Posterous-Account eingerichtet hat, dass Posterous dies machen darf.
Aber Posterous würde von mir nicht als “durchdacht” bezeichnet werden, wenn man seine Beiträge dort nicht auch klassisch über das Posterous-Backend und zudem noch über ein Bookmarklet einstellen könnte.
Als ich zum ersten Mal von Posterous gehört hatte, habe ich mich gefragt: Wozu das Ganze? Und nach ein paar Tagen der Nutzung, kann ich die Frag noch nicht so genau beantworten, aber trotzdem glaube ich, dass ich es weiterhin benutzen werden. Es ist schlichtweg zu einfach, dort mal schnell was einzustellen, um es dann in Kombination mit Twitter der Welt kundzutun … auch per Handy. Aber da haben wir es vielleicht auch schon, Posterous ist einfach eine gute Ergänzung zu Twitter.
von Matthias Zellmer



















Kommentare
Dentaku schrieb am 21.08.2009 um 11:09 Uhr
Wieder ein neuer großer Spaß (wirklich!), aber auch wieder ein neuer Anbieter, bei dem die Daten liegen. Im Moment zeigt Posterous gerade nur
weipah schrieb am 21.08.2009 um 11:11 Uhr
Ich muss sagen mir gefällt die Aufmachung von tumblr immernoch besser.
Was mich bei den microblogging Geschichten bisher noch stört, ist dass man alte Sachen schlecht wiederfindet, weil es meistens kein richtiges Archiv, oder Tagging gibt.
Aber das ist aufgrund der kurzweiligen Information vielleicht auch garnicht gewünscht.
Martin Koser schrieb am 21.08.2009 um 11:27 Uhr
@weipah ja, sehe ich auch so – vieles ist ja auch nur im Moment interessant und relevant.
Persönlich poste ich Sachen die auch länger auffindbar sein sollen und deren Daten ich zudem bei mir wissen möchte (@dentaku) einfach zusätzlich in die normalen Blogs.
Durch die dabei entstehende Redundanz wird zwar ein bisschen die Rolle von Posterous als “dritter Ort” zwischen Twitter und echtem Blog verwaschen, aber die Beqemlichkeit und Schnelligkeit überzeugt immer wieder.
Matthias Zellmer schrieb am 21.08.2009 um 11:28 Uhr
@Dentaku: Da bin ich echt mal gespannt, wann es diese Dienste standardmäßig hinbekommen, dass man seine Daten bei sich selbst liegen lassen kann.
Die automatisierte Übergabe an meinen Blog finde ich auch noch nicht so ausgereift. Hab sie wieder deaktiviert.
Matthias Zellmer schrieb am 21.08.2009 um 11:35 Uhr
Was wirklich Relevantes, was ich auch dauerhaft wiederfinden will, werde ich immer nur auf den eigenen Blogs oder dem eigenen Webspace posten bzw. speichern. Aber ich finde, dass man, wie man z.B. auch in der verbalen Kommunikation nicht jedes Wort dauerhaft festhalten muss/will, man gewisse Sachen auch nicht unbedingt so dauerhaft ins Web bringen will. Ich möchte nur ab und an mal was ins Web “werfen” und dann kann ich mit einer gewissen Halbwertszeit im Prinzip auch gut leben.
Und @weipah: Meine Tumblr-Accounts nutze ich auch noch weiter ;-)
Thorsten Zoerner schrieb am 21.08.2009 um 11:36 Uhr
Folgendes noch:
Der Posterous Support ist wirklich gut. Man bekommt schnell Antwort und die ist sogar brauchbar. Das macht ist für mich ein Killer-Argument im Gegensatz zu anderen Diensten :)
Skeptisch stimmt mich, dass einige Standards leider nicht berücksichtigt werden (wie auch bei anderen Diensten) – dazu zählt für mich besonders das Fehlen von Trackbacks/Pingbacks. Damit ist es mir schlicht nicht möglich, dass ich diesen Kommentar in meinem Posterous schreibe und Du ihn dort auch finden würdest. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Persönlich vermisse ich noch die Suche, aber es gibt Hinweise, dass dies kommen wird.
Vielleicht auch von Interesse, das Feedback, das zum Thema Diskussionen bei mir im Blog entstanden ist: http://www.cyber-junk.de/nachgedacht/evolution-der-diskussion/ (ff.)
Warum ist “xyz” verschwunden? | PhogBlog schrieb am 22.01.2010 um 08:37 Uhr
[...] Komfortables Mini-Blogging mit Posterous – Netzlogbuch [...]