waswaehlstdu.de – KISS-Prinzip at it’s best
Ich bin gerade ganz begeistert von der Website waswaehlstdu.de. Sie schafft es, das von mir hoch geschätzte KISS-Prinzip … Keep it simple and stupid … perfekt anzuwenden. Großes Lob.
Auch wenn Einige inhaltlich zum Beispiel das Fehlen der Piratenpartei bemängeln werden, so spricht es doch für die konsequente Anwendung des KISS-Prinzips, wenn sich hier auf die im Bundestag vertretenen Fraktionen plus einem Feld für Sonstige beschränkt wird.
25. August 2009
von Matthias Zellmer
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Kommentare
Dentaku schrieb am 25.08.2009 um 15:58 Uhr
Ääähm, aber das völlige Fehlen einer Rückmeldung, wenn man jetzt eine Stimme abgegeben hat, das ist mir doch zu simple (oder noch schlimmer: ich kapiere nicht, wie man das benutzt).
Matthias Zellmer schrieb am 25.08.2009 um 16:01 Uhr
@Dentaku: Doch, doch, es gibt eine Rückmeldung. Die Balken verschieben sich und statt der Namen werden die Prozent-Werte werden dargestellt.
Claus schrieb am 25.08.2009 um 16:44 Uhr
Zu simpel ist auch ein Problem: Auf meinem Browser meines Smartphones hat es nicht funktioniert, da es kein JavaScript hat. Und für Menschen, die an Farbenblindheit leiden, auch nicht gerade optimal. Und die leicht zu übersehende Rückmeldung des Systems wurde ja schon angesprochen….
Zu simpel ist auch nicht gut…
Simon schrieb am 26.08.2009 um 00:29 Uhr
Vielen Dank für das Feedback, freut uns sehr, dass die Seite anklang findet. Aber auch über die Kritikpunkte sind wir dankbar. Für uns war die Seite ein Versuch, wie weit man in der Reduktion der Gestaltung/Funktion gehen kann.
Wir haben zahlreiche Mails, Tweets, usw. bekommen, warum die Piraten keinen eigenen Balken bekommen. Konsequenterweise haben wir die Seite – wie auch von Matthias richtig erkannt – auf die momentan im BT vertretenen Parteien beschränkt und zusätzlich eine Option für “Andere” geschaffen.
Mal sehen, wie sich das Projekt entwickelt. Haben einige Ideen, was man noch ändern könnte. Vielleicht gibt es zu einer späteren Wahl ja mal einen Relaunch…
Matthias Zellmer schrieb am 26.08.2009 um 10:26 Uhr
@Claus: Das KISS-Prinzip sollte natürlich nicht damit einhergehen, dass man seinen Hausaufgaben nicht macht. In diesem Fall heißt das etwa, dass ein Fallback für die User/Devices ohne JavaScript vorhanden sein sollte. Aber auf der anderen Seite finde ich, dass man es auch übertreiben kann mit der Usability-Optimierung. Wenn die Site einer Bank oder die der Bahn hier deutliche Mängel aufweisen würde, dann fände ich das schlimm. Aber bei einer solchen Site, da kann ich auch gerne auf die Fallbacks verzichten, zumal es sich, wie @Simon ja auch schreibt, um einen Versuch handelt, wie weit mit der Reduktion der Gestaltung/Funktion gegangen werden kann.
Aber eins ist sicher richtig: Die Rückmeldung an den User, dass sich nach seiner Abstimmung was getan hat, muss deutlicher ausfallen.
Dentaku schrieb am 26.08.2009 um 15:19 Uhr
Das ganze scheint mit meinem Browser (FF 3.5.2 / Windows XP / hinter transparentem Squid-Proxy) demnach überhauptnicht zu funktionieren: ich bekomme nämlich nie die Namen der Parteien angezeigt, sondern immer nur Prozentzahlen.
Ich habe zum Test auch mal alle Cookies von/für waswaehlstdu.de entfernt, konnte damit aber keine Änderung hervorrufen.
Claus schrieb am 27.08.2009 um 10:10 Uhr
@zellmi: Du hast natürlich recht, wenn du sagst, man kann es auf die Spize treiben. Aber, man muss eben auch aufpassen, wenn man solches empfiehlt mit den Worten “perfekt”. Denn das ist es eben nicht… ;o)
Wie weit es jemand “nötig” hat einen “Fallback” zu bauen… nun gut… das ist jedem selbst überlassen.
Wie weit man die Reduktion treiben kann ist schön dargestellt, eben mit dem Nebeneffekt notfalls Menschen auszusperren…
Matthias Zellmer schrieb am 27.08.2009 um 10:34 Uhr
@Claus: Da gab es wohl ein kleines Missverständnis. Das “perfekt” war auf das KISS-Prinzip bezogen und nicht auf die Umsetzung oder global auf die Usability.
Aber das mit dem “Fallback nötig” haben, verwundert mich schon sehr. Es sollte doch gängige Praxis sein, wenn man zeitgemäße Sites entwickelt mit Fallbacks zu arbeiten. Denn um ehrlich zu sein, ich möchte nicht mehr auf JavaScript, Flash und Co. verzichten. Aber eben nur mit vernünftigen Fallback-Lösungen.
Aber vielleicht reden wird da auch aneinander vorbei.
„waswaehlstdu.de” wird immer bekannter… « Warteschleife… schrieb am 30.08.2009 um 16:11 Uhr
[...] wasaehlstdu.de bei netzlogbuch.de [...]
Simon schrieb am 30.08.2009 um 22:57 Uhr
okay. ich melde mich als einer der “erfinder” nochmals zu wort. wie im info-text auf der seite auch beschrieben sind wir zwei junge studenten mit der hilfe von 3 anderen sehr jungen leuten. wir haben als team waswählstdu.de neben studium und job ohne kommerzielle absicht auf die beine gestellt. da ist klar, dass die page nicht mit den besten technischen standards mithalten kann.
dass die herangehensweise unkonventionell ist war uns von anfang an klar. und auch, dass die reduktion zur gefahr werden kann. aber hürden gibt es auch bei konventionellen umfragen, wordurch menschen ausgeschlossen werden. schon allein die tatsache, dass nicht jeder bundesbürger zugang zum internet hat. aber unser ziel war auch niemals eine repräsentative umfrage sondern viel mehr der versuch daten auf unkonventionelle art zu visualisieren, dadurch aufzufallen und somit die leute dazu zu bringen, sich über die wahl gedanken zu machen. und wenn ich diskussionen wie diese hier in blogs lese ist das der beste beweis für uns, dass unsere seite erfolgreich ist…