Barcamp Stuttgart 2: Mehr als nur Web-Fuzzys

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Am vergangenen Wochenende fand im Stuttgarter Literaturhaus das zweite Barcamp in der Landeshauptstadt statt. Wie auch in den vielen anderen Städten, war diese selbstorganisierende Konferenz wieder mal eine herrlich erfrischende Abwechslung zu althergebrachten Veranstaltungen, die im Anspruch, eine Struktur geben zu wollen, oft sehr starr wirken. Natürlich gibt es bei einem Barcamp auch Vorabsprachen und strukturierenden Regeln, aber diese sind soweit abgespeckt, dass immer wieder eine entspannte, aber durchaus sehr intensive (Zusammen-)Arbeitsatomsphäre entstehen kann.

Ich habe mir gerade noch mal die Sessionpläne von Samstag und Sonntag angesehen und bin freudig überrascht, dass die gut 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlussendlich 70 Sessions zusammengebracht haben. Da wurde sehr viel Wissen vermittelt und viel neues ist in Diskussionen in und außerhalb der Sessions entstanden. Die Themen des diesjährigen Stuttgarter Barcamps gingen von solchen rund ums Web2.0, über Web-Entwicklungsthemen bis hin zu eher gesellschaftlichen Themen.

Ich selbst habe sieben Sessions besucht und zwei Sessions selbst gehalten. Zum einen war dies eine Twitter-Session in der ich versucht habe, einen Bogen von den Grundprinzipien von Twitter, bis zu den Methoden und Tools zur intensiven Nutzung zu spannen. Die zweite Session habe ich zusammen mit meiner Freundin Natali gehalten. Wir haben einen kleinen Einblick in Kommune-Projekte gegeben. Das sind Lebensgemeinschaften, die versuchen einen anderen Weg zu finden, wie man gemeinsam ohne Hierarchien leben, arbeiten und wirken kann.

Von den von mir besuchten Sessions war ich diesmal extrem begeistert. Gleich die erste Session am Samstag war ein Volltreffer. Florian hat darin die aus seiner Erfahrung heraus 10 größten Probleme beim Management von Online-Produkten angeführt und Gegenmaßnahmen skizziert. Sehr spannend war für mich auch eine Session am Sonntag, in der es um das Schreiben für das bzw. im Netz ging. In dieser Session entwickelte sich eine interessante Diskussion zum Thema “Warum und für wen schreibt man?”. Dazu werde ich in den kommenden Tagen noch mal einen eigenen Beitrag schreiben, und hier nur soviel dazu: Im Netz gibt es scheinbar auch einen Longtail für Inhalte.

Wie im letzten Jahr unterstützte die MFG Baden-Württemberg, die Innovativ-Agentur des Landes, die Organisatoren des Barcamps maßgeblich. An dieser Stelle … Danke! … an die Menschen, die das Barcamp mit großem Einsatz möglich gemacht haben. Zudem seien hier noch mal die Sponsoren erwähnt, ohne die ein solches Barcamp schlichtweg nicht stattfinden könnte.

Ach ja, die Orga-Seite bei mixxt zum Barcamp Stuttgart 2010 ist übrigens auch schon online … ein gutes Zeichen, wie ich finde.


Das Bild oben ist ein Ausschnitt aus einem Foto das Henning Schürig auf Flickr veröffentlicht hat.

Kommentare

Wolfgang schrieb am 15.09.2009 um 12:51 Uhr

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“Florian hat darin die aus seiner Erfahrung heraus 10 größten Probleme beim Management von Online-Produkten angeführt und Gegenmaßnahmen skizziert.”

Hört sich sehr interessant an. Gibt’s denn dazu eine Präsentation o.ä.? Konnte leider nicht dabei sein.

Matthias Zellmer schrieb am 15.09.2009 um 18:03 Uhr

Gravatar of Matthias Zellmer

@Wolfgang: Florian will seine Folien nach eigener Aussage auf seinem Blog 10fruits.com veröffentlichen, was er aber noch nicht hat. Es gibt derzeit nur die Mitschrift von Holger auf seinem Web Produktmanagement Blog.

Stuttgart - Blog schrieb am 15.09.2009 um 22:04 Uhr

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