Monatsarchiv für Oktober 2009

Text 2.0 – der Text, der mitdenkt und reagiert

In Kaiserslautern am Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz arbeiten sie am Text 2.0.

Dieser Text bekommt im Prinzip mit, dass und wie er gelesen wird. So werden etwa beim schlichten Lesen und ohne Steuerung mittels irgendwelcher Eingabegeräte fremdsprachige Wörter, auf denen das Auge etwas länger verweilt, übersetzt oder vorgelesen, um die Aussprache zu lernen. Auch ist es bei Text 2.0 möglich bei einem Text, der nur überflogen wird, automatisch nur die relevanten Schlüsselwörter des Textes darzustellen.

Die Entwickler sprechen auch von “augmented reading” … also vom “erweitertem Lesen”. Im Prinzip ist diese via Eyetracking realisierte Technologie eine logische Weiterentwicklung des Hypertext-Prinzips, welches die Grundlage für das World Wide Web ist. Robert Basic meinte via Twitter dazu:

Damit mag er durchaus recht haben. Ich nutzte heute schon regelmäßig die beim Firefox-Plugin Google Toolbar eingebaute Funktion, mir englische Wörter im per Mouseover übersetzen zu lassen. Und vor allem vermisse ich sie bei englischsprachigen Texten, die ich nicht im Browser lese.

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Wer nun neugierig auf Text 2.0 geworden ist, dann auch text20.net mehr darüber erfahren.

Wikivoyage – wirklich freie Reiseinformationen

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Die Wikipedia kennen wahrscheinlich die meisten, die sich hin und wieder im Internet informieren. Es gibt aber noch viele weitere Wikis, deren Autoren sich das gemeinschaftliche Sammeln und allen Zur-Verfügung-Stellen von Informationen zur Aufgabe gemacht haben. Dazu gehört das Wikivoyage-Projekt.

Auf der Wikivoyage-Über-uns-Seite ist dazu Folgendes zu lesen:

Wikivoyage, der freie, aktuelle und zuverlässige Reiseführer.

Dieses Projekt hat das Fernziel eines vollständigen und aktuellen weltweiten Reiseführers, dessen Beiträge von Wikivoyagern aus allen Ecken und Enden des Globus stammen.

Wikivoyage möchte dem Bedürfnis Reisender nachkommen, aktuelle Informationen möglichst schnell zu erhalten, was durch Bücher mit ihren naturgemäß langen Produktionszyklen nur schwer zu erreichen ist.

Interessant ist, dass Wikivoyage ein so genanntes Fork-Projekt von Wikitravel ist, deren Rechte an der Domain wikitravel.org an eine US-amerikanische Werbefirma verkauft wurden. Um eventuellen Tendenzen kommerziellen Interessen der neuen Wikitravel-Domain-Rechteinhaber entgegen zu wirken, wurde Wikivoyage von Wikitravel abgespaltet und zudem der in Halle an der Saale ansässige Verein Wikivoyage e.V. gegründet.

Vorbildhaft ist, dass man sich bei Wikivoyage eine unabhängige, transparente und demokratische Organisationsstruktur auf die Fahnen geschrieben hat, um dort zusammengetragenes Wissen auch wirklich dauerhaft allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Wikivoyage und den vielen anderen freien Wiki-Projekten, führen uns die Menschen, die an solchen Projekten mitarbeiten und bewusst keinen kommerziellen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen wollen, vielleicht gerade in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Es würde uns allen gut tun.

WE-Musik: Dub FX

Interpret: Dub FX
Stück: Flow
Infos: Offizielle Website, MySpace, Youtube, Twitter und englische Wikipedia

Warum nur?

Für mich DIE Entdeckung der Woche. Warum stehen bei uns auf der Stuttgarter Königstraße vor dem Bürogebäude nicht mal solche Straßenmusiker. Ach ja, weil dir dann nicht mehr arbeiten würden …

16. Oktober 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Ab Oktober Zahlen und ein- bzw. zweistellige .de-Domains

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Ab 23. Oktober soll es laut domain-recht.de möglich sein, ein- bzw. zweistellige .de-Domains sowie Domains nur mit Zahlen anzumelden. Dort ist zu lesen:

Auslöser dieser Änderung ist ein Urteil des Oberlandesgericht Frankfurt, in dem die DENIC im April 2008 verurteilt wurde, die Domain vw.de zuzulassen; eine hiergegen gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde der DENIC vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe blieb nun erfolglos, so dass die Entscheidung aus Frankfurt rechtskräftig ist.

Jetzt wird es wohl einen einem Gold-Rausch alle Ehre machenden Ansturm auf diese vorher nicht zugelassenen .de-Domains geben. Wer jetzt diesbezüglich auch schon ein Kribbeln verspürt, sollte daran denken, dass die Durchsetzungswilligkeit des Markenrechts bei Markeninhabern nicht zu unterschätzen ist.

Panikpreis – Udo Lindenberg fördert musikalische Nachwuchsquerdenker

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Unserem liebsten Premiumkunden Udo Lindenberg liegt bekanntermaßen die Förderung des musikalischen Nachwuchs sehr am Herzen. Dazu hat er nicht zuletzt 2006 in Calw extra die Udo Lindenberg Stiftung ins Leben gerufen und den Panik-Preis-Wettbewerb initiiert. Dieser Panik-Preis soll nun nach 2008 zum zweiten Mal verliehen werden.

Unter dem Motto “Du machst dein Ding” sind jungen Musiker aufgerufen bis zum 31. März 2010 ihre Songs bei der Stiftung einreichen. Die sechs Finalisten treten im Juli 2010 beim Panik-Preis-Finale in Calw live gegeneinander an.

Udo selbst meint in seiner unnachahmlichen Art dazu:

Experimentell neue Wege gehen, hab’ ich von Hermann gelernt, du gehörst nicht zur stummen Armee der Normalos. Wir feiern das highlige Unikat. Kein Massen-Gesäusel wie bei “Superstars”.

Weitere Infos zum Panik-Preis-Wettbewerb und vor allem die, wie man selbst Teilnehmen kann, bekommt man auf der zugehörigen Webseite der Udo Lindenberg Stiftung.

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