Wikipedia hat ein Problem mit der Relevanz
Soeben habe ich einen wirklich sehr guten Blogbeitrag gelesen! Pavel von Aggregat7 hat sich im Beitrag 99% aller Deutschen sind irrelevant sehr ausführlich mit dem Relevanz-Problem der deutschen Wikipedia beschäftigt.
Und es geht darin nicht um die Relevanz die die Wikipedia hat, denn inzwischen habe ich auch schon von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten gehört, die Wikipedia-Artikel unter bestimmten Voraussetzungen als Quellenangabe zulassen. Es geht darum, dass für die Zulassung von Artikeln deren Inhalt als relevant gelten muss. Doch wie sehr sich die Geister an diesem Begriff der Relevanz scheiden, das beschreibt Pavel sehr gut … und spricht mir damit zu 100% aus der Seele.
Ich hoffe, dass sich die Wikipedia-Administratoren die Worte von Pavel zu Herzen nehmen und das dort geschriebene ausschließlich als konstruktive Kritik ansehen. Denn die Wikipedia ist wichtig und die freiwillige Arbeit der Wikipedianer ist es nicht minder. Doch warum soll man etwas Gutes nicht auch noch verbessern können?!
von Matthias Zellmer


















Kommentare
Norbert schrieb am 21.10.2009 um 07:47 Uhr
Einer der Gründe, warum ich nie nach einem Account dort strebte. Eine kleine Anzahl Menschen entscheidet dort über die Inhalte. Partizipation ist nicht gewünscht.
Ralf-Jürgen Stilz schrieb am 21.10.2009 um 09:18 Uhr
Oft genug waren ja die so genannten Löschdiskussionen ein Quell der Heiterkeit und man konnte drüber schmunzeln, weil sich das meiste von selbst irgendwann in der Wikipedia wieder eingerenkt hat. Aber diese Lagerbildung zwischen Ex- und Inkludisten ist echt das Letzte.
Beamtendenken, Kleinkarriertheit, Arroganz und maßlose Selbstüberschätzung in einer der bemerkenswertesten Errungenschaften unserer Zeit. Schade, schade, schade. Am Ende gewinnt wieder Google.
Matthias Zellmer schrieb am 21.10.2009 um 10:24 Uhr
Ralf, da muss ich dir absolut recht geben. Leider.
Flominator schrieb am 23.10.2009 um 13:50 Uhr
Es kommt mir (nicht erst seit Besuch des einen oder BarCamp) so vor, als habe die Wikipedia gerade bei Webzwonullern einen schwereren Stand, als bei “Otto Normalsurfer”. Gerade Twitterer und Blogger sind es eben gewöhnt, dass alles veröffentlicht werden kann, was man schreibt. Bei der Wikipedia stoßen sie damit eben auf einen Interessenskonflikt in Form der Relevanzkriterien.
Vor diesem Hintergrund bin ich sehr gespannt auf die Diskussion zum Thema RK, zu dem Wikimedia Deutschland am 5. November in Berlin einlädt.