Monatsarchiv für Dezember 2009

Web-Interface-Regel: Lass sie es vor Ort tun

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Aus der Historie des World Wide Webs ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man User etwas genau dort erledigen lässt, wo es vom Kontext her sinnvoll ist. Doch mit dem Selbstverständnis, das mit dem Web2.0 Einzug hielt, ist dies jedoch immer üblicher geworden. Aber machen wir es mal an einem konkreten Beispiel fest.

Will man bei Twitter seine Mail-Adresse ändern, möchte Twitter, dass man dies mit der Eingabe seiner Mail-Adresse bestätigt. Dazu muss man in den Settings-Bereich bei seinem Twitter-Account gehen. Ausschnittsweise sieht das dann so aus:

twittersettings1

Um nun die Mail-Adresse zu ändern, klickt man in das entsprechende Feld. Daraufhin öffnet sich direkt darunter das Feld, das die bestätigende Eingabe des Passworts einfordert:

twittersettings2

Nach der Änderung der Mail-Adresse und der Eingabe des Passworts, können dann die geänderten Einstellungen gespeichert werden.

Diese Vorgehensweise hat Vorteile gegenüber anderen Lösungen. So weiß der Nutzer immer, was gerade Sache ist. Denn will er zum Beispiel seine Zeitzone oder seine eingetragene Website ändern, verlangt Twitter dazu nicht die Eingabe des Passworts. Auch könnte Twitter sich die Mail-Adressen-Änderung in einem weiteren Schritt bestätigen lassen. Hat der Nutzer aber gerade sein Passwort nicht zur Hand, so muss er den Vorgang abbrechen. Kein großes Drama, aber die sind nur all zu oft nicht nötig, um einen Nutzer zu vergraulen. Und wenn man nicht Twitter ist, und keine so exponierte Stellung unter seinen Wettbewerbern hat, sind es oft gerade diese Kleinigkeiten, die die Nutzerzufriedenheit und somit seine Treue festigen.

sayplus1 – Twitternaher Abstimmungsdienst

sayplus1

Nachdem zunächst tendenziell eher Web-Dienste wie Tinyurl oder Twitpic im Dunstkreis von Twitter auftauchen, die es um etwas erweiterte, dass es von Haus aus nicht mitbrachte, erblicken in letzter Zeit vermehrt Web-Dienste das Licht der digitalen Welt, die einen ganz speziellen Zweck erfüllen und Twitter dabei in irgendeiner Form als Traffic-Vehikel benutzen. Zu diesen Diensten würde ich auch sayplus1 zählen.

Bei sayplus1 kann man so genannte Contests anlegen. Dazu braucht man nur einen Twitter-Account, muss sich einen passenden Hashtag ausdenken und einen Preis. Diesen Preis soll die Person gewinnen, die über sayplus1 und Twitter in einem festgelegten Zeitraum die meisten Stimmen bekommt.

Dazu registriert sayplus1 alle nach einem bestimmten Muster gesendeten Tweets. Das Muster sieht folgendermaßen aus:

+1 @twitteraccount #hashtag

So läuft zum Beispiel gerade ein Contest der Safttante bei dem sich eine Saftbox der Kelterei Walther gewinnen lässt. (Ich habe einfach mal für @tontaube abgestimmt, dann hab ich auch noch Chancen was von dem Saft ab zu bekommen.) Wie man an diesem Beispiel sieht, ist sayplus1 auch für Marketing-Maßnahmen nicht ganz ungeeignet.

Ich jedenfalls bin schon sehr auf den nächsten Web-Dienst gespannt, der sich die Popularität und die Funktionsweise von Twitter zu nutze macht.

Carrot Mobs – Konsumgesteuertes Weltretten

carrotmob
In Kopenhagen wird derzeit im ganz großem Stil versucht unsere Welt vor dem Klimawandel bzw. Profite vor dem Klimaschutz zu retten. Doch zum Glück gibt es immer wieder auch tolle Klimaschutzaktion im Kleinen. Wie zum Beispiel die Carrot Mobs.

Ich bin auf Carrot Mobs in der ZDFmediathek aufmerksam geworden. Ein Betrag der Klimaschutz-Sonderausgabe des Auslandsmagazins zeigte einen solchen Carrot Mob in San Francisco. Das Prinzip ist einfach. Gut vernetzte Aktivisten überreden Geschäftsleute einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen eines bestimmten Tages zur Optimierung der Energieeffizienz oder einer vergleichbaren Klimaschutzmaßnahme zu investieren. Dafür trommeln die Aktivisten an diesem Tag so viele Kunden zusammen, wie es geht. Im Optimalfall liegt das Umsatzplus des Ladens über dem versprochenen Prozentsatz, der in die Energieeffizienzmaßnahmen gehen soll. Eine absolute Win-Win-Situation und eine wunderbare Maßnahme im Kleinen.

Auf der Website carrotmob.org gibt es übrigens eine nette Animation zum Thema und hier noch mal ein erläuterndes Video:

Formspring.me – Frag mich was

formspring

Formspring.me ist wieder so ein Web-Dienst, bei dem sich die Twitter-Geister scheiden. Die einen finden es toll, dass man via Formspring Leuten konkrete Fragen stellen bzw. Fragen von Leuten beantworten kann, die anderen halten es für total bescheuert.

Soll doch jeder selbst entscheiden, wie er diese Möglichkeit findet. Ich jedenfalls finde es mal wieder interessant, mit welcher Kreativität, Menschen sich solche Sachen wie formspring.me einfallen lassen. Zudem ist dies ein weitere Dienst, der ohne Twitter bzw. Facebook wohl nicht funktionieren würde. Denn nur durch die Lebensader “Social Timeline” bekommen die potenziellen Fragesteller überhaupt mit, dass sie dies dort tun können.

Nichtsdestotrotz ist formspring.me wahrscheinlich ziemlich sinnlos. Aber trotzdem irgendwie interessant …

Montagsmaler: Andrej Gordejew

andrejGordejew

Künstler: Andrej Gordejew
Titel: ?
Infos: -

Man glaubt es kaum: kurz vor Ende des Jahres zaubert der Crackpot-Kalender noch einen neuen Künstler aus dem Hut. Leider konnte ich unter Andrej Gordejew im Web nichts finden, was mit Illustration nur im Entferntesten zu tun hätte. (Nach fünf Minuten Suche habe ich allerdings aufgegeben …)

Statement zum ersten Eindruck

i’m a business-man

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