Web-Interface-Regel: Lass sie es vor Ort tun

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Aus der Historie des World Wide Webs ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man User etwas genau dort erledigen lässt, wo es vom Kontext her sinnvoll ist. Doch mit dem Selbstverständnis, das mit dem Web2.0 Einzug hielt, ist dies jedoch immer üblicher geworden. Aber machen wir es mal an einem konkreten Beispiel fest.

Will man bei Twitter seine Mail-Adresse ändern, möchte Twitter, dass man dies mit der Eingabe seiner Mail-Adresse bestätigt. Dazu muss man in den Settings-Bereich bei seinem Twitter-Account gehen. Ausschnittsweise sieht das dann so aus:

twittersettings1

Um nun die Mail-Adresse zu ändern, klickt man in das entsprechende Feld. Daraufhin öffnet sich direkt darunter das Feld, das die bestätigende Eingabe des Passworts einfordert:

twittersettings2

Nach der Änderung der Mail-Adresse und der Eingabe des Passworts, können dann die geänderten Einstellungen gespeichert werden.

Diese Vorgehensweise hat Vorteile gegenüber anderen Lösungen. So weiß der Nutzer immer, was gerade Sache ist. Denn will er zum Beispiel seine Zeitzone oder seine eingetragene Website ändern, verlangt Twitter dazu nicht die Eingabe des Passworts. Auch könnte Twitter sich die Mail-Adressen-Änderung in einem weiteren Schritt bestätigen lassen. Hat der Nutzer aber gerade sein Passwort nicht zur Hand, so muss er den Vorgang abbrechen. Kein großes Drama, aber die sind nur all zu oft nicht nötig, um einen Nutzer zu vergraulen. Und wenn man nicht Twitter ist, und keine so exponierte Stellung unter seinen Wettbewerbern hat, sind es oft gerade diese Kleinigkeiten, die die Nutzerzufriedenheit und somit seine Treue festigen.

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7 Kommentare

  1. mad-bob sagt:

    Wie? Jetzt ist es schon was besonders wenn eine Anbieter bei der Änderung der E-Mail-Adresse ein Passwort verlangt? Dieser Beitrag ist mir wirklich mal unverständlich und innovatives kann ich da nicht entdecken.

  2. Lieber mad-bob, nicht die Tatsache DAS er dies tut, sondern das er es auf genau die beschriebene Art und Weise tut, ist die Kernaussage des Beitrags. Es geht hierbei um das Themengebiet Interface-Design und nicht um Sicherheitsmechanismen. Ich hätte mich vielleicht besser ausdrücken sollen.

  3. Mrs. D&G sagt:

    <ironie> Danke für diesen erneuten Beitrag mit Tiefgang. </ironie>

  4. @Mrs. D&G: Warum war das nun nötig? Wenn ich für jede Webseite, die solche oberflächlichen Sachen, solche Kleinigkeiten beachten würde, wie ich sie hier manchmal beispielhaft beschreibe, einen Baum pflanzen müsste, dann könnten wir die Klimakonferenz sofort abblasen, weil das 2°-Ziel damit locker zu erreichen wäre. Und das war jetzt ohne Ironie.

  5. Mrs. D&G sagt:

    Weil dein Blog hier nur so Krimskrams anreisst und Sachen hochjubelt, die weder neu noch innovativ sind – sondern Standrad auf jeder Seite eines Hinz und Kunz.

  6. @Mrs. D&G Okay … dies ist deine Meinung und ich werde sie natürlich akzeptieren.

  7. weipah sagt:

    @Mrs. D&G das “Krimskrams”, um das es hier geht heißt eigentlich Usability bzw. User-experience. Wie die Überschrift schon sagt, geht es konkret um “Web-Interface-Regeln”. Wenn dich das nicht interessiert, oder Du keine Ahnung hast, was in diesem Bereich innovativ ist, verschone die restlichen Leser doch bitte mit solch einem Kommentar.

    Ich warte währenddessen noch auf die Beispiele von dir betreffend der “Hinz- und Kunz-Seiten”, mit ähnlichem Interface, so wie es hier im Beitrag beschrieben wurde.