Usability: Gestaltgesetze der Wahrnehmung

Bei der Gestaltung von Informationsangeboten im Web entscheiden oft Nuancen darüber, ob der gewünschte Informationsfluss zum Nutzer funktioniert und damit das Ziel einer Webseite erreicht wurde. Gerade der fast schon klassische Spalten-Aufbau von Websites bietet hierbei einige Fallstricke. Da beziehen sich oftmals Inhaltselemente aufeinander, die so ungeschickt platziert sind, dass der Nutzer diesen Bezug gar nicht wahrnimmt. Auch zerreißen Werbeelemente, die ja unbedingt im sichtbaren Bereich einer Webseite zu platzieren sind, den Informationsfluss oder das grundlegende Gestaltungsmuster einer Website funktioniert auf einigen ihrer Seiten und auf anderen nicht.

Einen guten Orientierungspunkt für Web-Gestalter, die solche Fallstricke vermeiden wollen, soweit ihnen das die Projektumstände das möglich machen, sind die Gestaltgesetze der Wahrnehmung. Auf Webmasterpro.de gibt es dazu eine interessante Artikelsammlung, in der unter anderem solche Gesetze wie das Gesetz der Nähe, Gesetz der Ähnlichkeit oder Gesetz der Geschlossenheit.

Gesetze der Nähe, der Ähnlichkeit und der Geschlossenheit

Schon die Berücksichtigung dieser drei Gestaltungsrichtlinien kann im Alltag schon sehr helfen, Informationsangebote so zu strukturieren, dass zusammengehörende Elemente auch als zusammengehörig wahrgenommen werden. Oft hilft es auch, sich in seinem Bürostuhl einfach mal zurückzulehnen und das “Bild”, dass die gestaltete Webseite abgibt zu betrachten und dabei möglichst nicht auf die konkreten Inhalte zu achten. Gibt es störende Elemente zwischen den zusammengehörigen Elementen? Nimmt man so zu große oder zu kleine Weißräume zwischen den Elementen wahr? Wie wirkt sich das Dummy-Element des Werbebanners auf die Wahrnehmung der restlichen Inhalte aus?

Achtet man nun noch auf etwas auf eine gute Typologie, bringt genug Mut zu Weißräumen auf und wählt das passende Bildmaterial aus, so sind viele der grundlegenden Fallstricke bei der Gestaltung von Informationsangeboten im Web schon weitestgehend umschifft. Wenn man jetzt noch mit etwas gesundem Menschenverstand an das jeweilige Screendesign herangeht, sollte die Gestaltung einer brauchbaren Website kein Hexenwerk mehr sein.

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3 Kommentare

  1. Claus sagt:

    Sehr schön! Super, man kann nicht oft genug auf diese einfachen aber sehr wirkungsvollen Gesetze hinweisen…
    Dazu passt:
    http://www.art-of-web-usability.de/Wordpress/wordpress/wp-trackback.php?p=548