Keine Pakete, um der Pakete willen

In meiner CD-Sammlung befinden sich reichlich CD-Sampler, welche ich vor allem in den 1990ern zahlreich gekauft habe. Da waren oft gleich mehrere Lieder einer Musikrichtung von Künstlern drauf, für deren komplettes Album ich kein Geld ausgeben wollte. Mal ganz abgesehen von den Maxi-CDs, die ich generell für viel zu überteuert hielt. Auch in meinem Besitz sind einige Lexika. Zum Teil machen die sich sogar ganz gut in meinem Bücherregal. Ach ja, eine Zeitung hatte ich früher auch mal abonniert. Sowie auch mal die eine oder andere Zeitschrift.
Der eine oder die andere hat sicher schon gemerkt, worauf das ganze hinauslaufen soll. Genau: Auf MP3-Downloads, Wikipedia und Blogs. Aber nur am Rande. Eigentlich geht es eher um Lieder und Artikel. Und noch genauer geht es um kleinste Einheiten. Aber auch um die Transport-Medien für diese kleinsten Einheiten.
Das Internet ist als Netzwerk-Medium und in seiner Gesamtheit ein sehr sehr großes. Einer seiner zentralsten Bestandteile ist das WWW, welches aus Dateien und Hypertext-Seiten besteht, die ihrerseits natürlich auch wieder Dateien sind. Worauf ich aber hinaus will: Das WWW ist von seiner Grundstruktur auf kleinste Einheiten ausgerichtet.
War es in der Zeit vor dem Web mehr als sinnvoll Pakete (CDs, Bücher, Zeitungen, …) zu schnüren, so ist es jetzt nicht mehr notwendig. Es ist möglich und in Einzelfällen sogar gut und schön, aber ein Geschäftsmodell würde ich nicht mehr darauf aufbauen.
By the way: Dass die Basis der Datenübertragung des Internets so genannte IP-Pakete sind, nehme ich jetzt einfach mal als technologische Ironie, die es auszuhalten gilt, wenn man anfängt solche bildhaften Vergleiche zu konstruieren …
von Matthias Zellmer
















