Monatsarchiv für August 2010
Roomle – Online den Architekten spielen
Wir bauen. Und im Vorfeld konnte ich meine Vorstellungen, wie ich mir das Badezimmer vorstelle, irgendwie nicht richtig rüberbringen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Programm oder Tool, mit dem ich das Badezimmer mal kurz skizzieren konnte. Dabei bin ich auf Roomle gestoßen.
Roomle ist ein einfaches, aber gut funktionierende Online-Tool, mit dem man den Freizeit-Architekten spielen kann. Es ist sicher weit weg von professionellen Programmen, aber trotzdem sehr praktisch, wenn man mal eine einfach Skizze von einem oder mehreren Räumen braucht.
Mit Roomle lassen sich Räume mit Fenstern, Türen und Treppen versehen, mit Gerätschaften, Möbeln und Einrichtungsgegenständen bestücken und dann auch noch in einer einfachen 3D-Ansicht im Raum betrachten. Einfach, aber schlicht … und somit für einfache Skizzen durchaus gut geeignet.
von Matthias Zellmer
embed.ly – Die Einbinde-API
Vor genau einer Woche habe ich hier vom oEmbed-Format berichtet. Dieses Format macht sich der Einbinde-Dienst embed.ly zu nutze, um eine API zur Verfügung zu stellen, die das Einbinden von Bildern, Videos sonstigen Rich-Media-Datentypen von Dutzenden von Web-Diensten wie Youtube, Flickr oder Twitter zugänglich zu machen.
Derzeit sind es 112 Dienste, die die embed.ly-API einbindet. Wer sich für die Nutzung der API interessiert bzw. tiefer in die Materie einsteigen möchte, sollte sich mal die umfangreiche Dokumentation zu Gemüte führen. Darin erfährt man alles über die Methoden und Parameter von embed.ly, findet Beispiele und Hintergrundinformationen.
von Matthias Zellmer
ThunderCal bringt den Google Kalender in den Thunderbird
Meine Mails lese und verwalte ich in Mozillas Thunderbird. Meine Termine im Google Kalender. Von früher, als ich noch mit Microsofts Outlook arbeitete, bin ich es jedoch gewohnt, dass ich Mails und Termine in einem Programm verwalten kann. Macht eigentlich nur zum Teil einen Sinn, da Mails und Termine nur bedingt etwas miteinander zu tun haben, aber der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Vielleicht wurde ich darum auch nicht so recht mit Mozillas Kalender Sunbird warm. Vielleicht hatte es auch etwas damit zu tun, dass ich die Synchronisation zwischen meinem Google Kalender und anderen Mail-Programmen nie so richtig befriedigend hin bekam. Irgendwas hakte dabei immer.
Meine aufkeimende Verzweiflung wurde von einer ziemlich simplen Erweiterung für den Thunderbird in Luft aufgelöst: ThunderCal. Diese macht sich die Tatsache zunutze, dass der Thunderbird auch Webseiten darstellen kann. Und nun kann ich über den durch die Erweiterung in der Symbolleiste hinzugefügten Button, den Google Kalender direkt in einem Tab im Thunderbird aufrufen … und dort nutzen. Perfekt!
von Matthias Zellmer
oEmbed macht URL zum Embed-Objekt

oEmbed ist ein offenes XML-Format, mit dem man die URL von so genannten Rich-Media-Inhalten, wie Bilder oder Videos, aber auch Links und HTML-Code in eine einbettbare Objekt-Struktur umwandeln kann.
Um sich das Ganze vorzustellen zu können, ist ein Beispiel wohl der beste Weg.
Die folgende Flickr-URL
wird dann als oEmbed-URL (Flickr unterstützt das oEmbed-Format) in folgender Weise geschrieben
und daraus wird dann die folgende XML-Struktur
WordPress unterstützt übrigens auch das oEmbed-Format. D.h. wenn ich die Flickr-URL von oben einfach hier reinkopiere, dann wird direkt das Bild angezeigt:

Hier ein Screenshot des aus der Flickr-URL entstandenen Codes in WordPress:

Daran sieht man, dass die Flickr-URL, die ja eigentlich auf eine Webseite verweist, nun so umgewandelt wurde, dass sie direkt auf die JPG-Datei verweist und auch weitere Daten aus der oEmbed-Struktur verwendet, wie den Titel (title), die Höhe (height) und Breite (width) des Bildes. Weiter wäre es auch möglich gewesen z.B. den Namen des Besitzers (author) und die URL zu dessen Flickr-Profil zu nutzen.
Wie Steffen Voß von kaffeeringe.de zum Thema schreibt, kennt oEmbed vier Inhaltstypen (photo, video, link, rich) und gerade der Typ
“Rich” kann im Prinzip jede Art von HTML zurückgeben. Da werden nur durch die eigene Fantasie Grenzen gesetzt.
Wozu das Ganze? Es eröffnet vor allem Spielräume, um mit von Content-Hostern wie Flickr oder Youtube gelieferten Inhalten umzugehen. Genauso wie man mit Inhalten die per RSS ausgeliefert werden, auf der eigenen Site nach den eigenen Spielregel umgehen kann, ist man als Web-Entwickler bei via oEmbed ausgelieferten Inhalten auch nicht mehr auf die Darstellungsvorgaben der Embed-Content-Anbieter angewiesen … weder im Bereich Design noch Struktur. So hat etwa WordPress im Beispiel oben auch nur einige der im oEmbed-XML angebotenen Daten genutzt.
oEmbed ist somit ein weiterer Baustein für die Vision eines “full mashable” Webs…
von Matthias Zellmer
Flavors.me – Übersicht der persönlichen Web-Aktiviäten
Den Dienst Flavors.me gibt es schon etwas länger. Mir ist er jedoch erst kürzlich aufgefallen. Dort kann man aus diversen Diensten wie Flickr, Twitter oder Formspring, bzw. auch aus RSS-Feeds, eine persönliche Web-Aktivitäten-Übersicht zusammenstellen. Das Interessante daran ist, dass es nicht nur eine billige Linkliste zu den Angeboten ist, sondern dass man sich auch die Inhalte direkt auf der persönlichen Flavors.me-Seite ansehen kann.
Die Art und Weise, wie die Verbindung mit den Diensten realisiert wurde ist sehr benutzerfreundlich, da in aller Regel dazu die APIs der Dienste und vergleichbar simple Services wie RSS genutzt werden.
Auch lässt sich Flavors.me in Bezug auf Struktur, Farben, Hintergrund und Schriftarten umgestalten, ein paar persönliche Informationen können hinzugefügt werden und die üblichen Anknüpfungspunkte ins Social Web wie Embed, Social Bookmarking, etc. fehlen auch nicht.
Es gibt auch eine Premium-Variante, die im Jahr $20 kostet und die einige zusätzliche Optionen im Bereich Gestaltung und persönliche Informationen beinhaltet, sowie die Möglichkeit, die eigene Flavors.me-Seite über eine eigene Domain anzusprechen und sie somit ggf. zur eigenen Website zu machen.
von Matthias Zellmer




















