Monatsarchiv für März 2011

Ceaser – Animationen via CSS

Vorgestern hab ich mit dem CSS3 Generator eine Web-Anwendung vorgestellt, die aufzeigt, was bei den modernen Browsern bei der Gestaltung von Elementen via CSS inzwischen möglich ist. Heute möchte ich da noch etwas nach reichen und Ceaser vorstellen.

Ceaser ist ein Tool, mit dem sich via CSS Elemente animieren lassen. Und auch hier kann man sich direkt den notwendigen CSS-Code generieren lassen, um die dort erzeugten Effekte direkt im eigenen Web-Projekt einsetzen zu können.

Besonders interessant an Ceaser ist allerdings, dass man hier einen Eindruck davon bekommt, was inzwischen auch ohne Flash schon möglich ist. Mir ist dazu in den Sinn gekommen, dass es sich bei Flash irgendwie nur noch um eine Brückentechnologie handelt. Aber diese Behauptung ist bestimmt nicht P.C., oder?!

31. März 2011
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

CSS3 Generator hilft beim Gestalten

Die neuste Browser-Generation mit Firefox 4, IE9 und Chrome 10 kommt derzeit mit Macht. Neben Verbesserungen auf Gebieten wie der Geschwindigkeit und der Sicherheit, bringen moderne Browser auch eine verbesserte Unterstützung von CSS3 mit. Dies wird sich nach und nach auch weiter auf die Gestaltung von Websites auswirken. Haben Designer auf Wunsch der umsetzenden Web-Entwickler oftmals auf nette Spielereien wie Schatten und abgerundete Ecken verzichtet, sollten diese mit der verbesserten CSS3-Browser-Unterstützung zukünftig kein Problem mehr darstellen. Zumal es Web-Angebote wie etwa den CSS3 Generator von Eric Hoffman und Peter Funk gibt.

Mit diesem Generator kann man sich Hintergrund-Elemente mittels Schiebereglern, Farbauswahl und Eingabe-Feldern gestalten und anschließend den CSS-Code dafür generieren lassen. Zunächst wartet der Generator mit einigen Basisfunktionen zur Gestaltung auf, wie etwa das Einstellen von Eck-Radien oder einem Schatten. Doch wer mag, kann bei fast allen Einstellungen tiefer einsteigen und so auch ausgefeiltere Effekte erzielen.

about.me – Neuer “Hier bin ich und ich bin überall” Webdienst

Reputations- und Identitätsmanagement sind im Social Web wichtige Sachen. Darum tummeln sich in diesem Segment einige Web-Angebote, wie etwa claimID, Google Profiles oder nun auch neu: about.me.

Inhaltlich bietet about.me meiner Ansicht nach nicht viel Neues: Name, Bio, Links und Anbindung an diverse Dienste wie Twitter oder Flickr etc. Doch von den Gestaltungsmöglichkeiten her gefällt mir about.me richtig gut. Die Idee mit der großflächigen Hintergrundgrafik war mir sofort sympathisch und auch die Möglichkeiten zur Auswahl und farblichen Gestaltung der Schriften gefallen mir gut.

Social Website “Where the fuck is this” hilft beim Fotos lokalisieren

Stell dir vor, du siehst irgendwo im Internet ein Foto von einem Ort, den du unbedingt einmal bereisen möchtest. Doch es fehlen jegliche Ortsangaben. Für solche und ähnliche Fälle gibt es die Website Where the fuck is this.

Das Prinzip ist simple: Foto hochladen und mit etwas Glück erkennt jemand den Ort und verortet ihn auf einer Karte. Dann heißt es nur noch: Koffer packen und los geht’s …

22. März 2011
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Video-Portrait: Der öffentliche Wissenschaftler

Der Mann sieht aus, wie ein Student und denkt wohl auch eher, wie man es sich heutzutage von einem Studenten erwartet. Er ist aber Professor und zudem ein selbsternannter “öffentlicher Wissenschaftler”. Seine Vorlesungen findet man auf Youtube, so wie er im Allgemeinen versucht, seine Projekt mit dem Web 2.0 aufzuwerten.

Somit ist Prof. Dr. Christian Spannagel von der Pädagogische Hochschule Heidelberg ein Mensch, von dem sich viel lernen und erfahren lässt … auch über das moderne Internet und seine Nutzung.

Spannendes Video-Portrait, von einem interessanten Mann … viel interessanter als z.B. ein Sascha Lobo.

Junkyard Jumbotron: Großleinwand basteln

Ich mag die Art wie Forscher vom MIT ihre Entwicklungen präsentieren. Da fehlt irgendwie immer der Hochglanz. Wie z.B. auch beim Projekt Junkyard Jumbotron vom MIT Media Lab, bei dem ein System entwickelt wurde, wie sich aus den unterschiedlichsten Monitoren eine Art Großleinwand basteln lässt.

Initiiert wird das Ganze via QR-Code und E-Mail, die Darstellung wird dann via Browser realisiert. D.h. für Junkyard Jumbotron ist keine eigene Software notwendig.

Nette Sache. Ich bin mal gespannt, ob die Hochglanz-Industrie was daraus macht … oder vielleicht doch eher die Open Source Gemeinde?

– via trendpiraten.tv

Not Big Brother, Little Handy is watching you

Was sich überwachungstechnisch aus den Daten machen lässt, die z.B. die Telekom zwischen Januar 2008 und März 2010 von jedem ihrer Kunden für ein halbes Jahr speicherte, zeigt auf erschreckende Weise eine animierte Karten-Anwendung, wie sie Die Zeit Anfang des Jahres veröffentlicht hat. In dieser Animation ist ein unfassbar vollständiges Bewegungsprofil des Grünenpolitikers Malte Spitz zu sehen. Dieser hat seine auf Vorrat von der Telekom gespeicherten Daten aus dem Zeitraum August 2009 bis Februar 2010 eingeklagt und dann veröffentlicht.

Da Spitz nicht nur telefoniert und SMS verschickt, sondern z.B. auch bei Twitter aktiv ist und bloggt, konnten die Telefondaten mit erhellenden Informationen über ihn angereichert werden. So lässt sich etwa über den Grund der Datenlücke vom 13. bis 20.11.2009 durch die Kombination anderer Quellen einiges herausfinden: Die letzte Handy-Ortung fand am Flughafen Berlin/Tegel statt und Spitz hat am 18.11.2009 einen Blogeintrag vom dem im ägyptischen Sharm el Sheikh stattfindenden Internet Governance Forum 2009 gepostet. Aber besonders bedenklich finde ich dann das was an seinem Rückkehrtermin am 20.11.2009 in der Animation zu lesen ist:

"Landung in Frankfurt. Offenbar ging das Handy von Spitz kaputt. Laut neuer Gerätenummer (IMEI) hat er es durch den gleichen Typ ersetzt: ein Nokia E75 (Quelle: Twitter)"

Auch wenn das Bundesverfassungsgericht am 2. März 2010 die Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig und die entsprechenden Vorschriften für nichtig erklärt hat, gibt es derzeit Politiker, die laut über eine Wiedereinführung nachdenken. Was meiner Ansicht nach ein Unding ist, wie auch anhand der Daten von Malte Spitz nun wieder offen ersichtlich wurde.

via onsline.de

Schickt den IE6 in die Rente

Schon mehrfach, mehrfach, mehrfach habe ich mich mit dem Internet Explorer in der Version 6 beschäftigt. Dieser Browser wird im August 10 Jahre alt und gehört nun endlich in Rente geschickt.

Selbst Microsoft ist dieser Meinung und hat auf der diesjährigen CeBIT die Aktion IE6 Countdown gestartet. Deren Ziel ist es, die Nutzerquote des des Browser-Dinosauriers auf unter 1% zu bringen. Wie die Grafik oben zeigt, wird Microsoft vor allem in Asien noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Aber auch in Deutschland ist das 1%-Ziel noch nicht erreicht. Laut IE6 Countdown hat der IE6 noch einen Marktanteil von 2,9%. Also: Haltet die Augen offen, ob nicht vielleicht doch noch irgendwer in eurem Umfeld den IE6 benutzt und gar nicht weiß, was er seiner Nutzerperformance und seiner IT-Sicherheit damit antut.

Mac & i – Neues Heise Magazin

Als Mac-Nutzer und Freund einiger Produkte des Heise Zeitschriftenverlags bzw. von heise online, war ich sogleich freudig interessiert, als ich in der c’t gelesen habe, dass es nun mit Mac & i>/a> ein neues Heise-Magazin für uns Nutzer von Apple-Produkten gibt. Das Print-Magazin erscheint zunächst viermal im Jahr und wird sich laut Editorial inhaltlich folgendermaßen positionieren:

In Mac & i nehmen wir uns den Platz für Hintergründe, Interviews und Reports, bringen Praxistipps und Testberichte mit Liebe zum Detail. Wir gehen auch schwierige Themen an und halten uns mit Kritik nicht zurück.

Die News rund um Apple und seine Produkte findet man dann auf der Mac & i-Website. Da ich ja sowieso der Ansicht bin, dass im Print-Bereich auf Dauer hauptsächlich nur magazinartige Produkte eine Chance haben werden, finde ich, dass Heise ihr neues Produkt geradezu vorbildlich aufgestellt hat. Aktuelles Online, Hintergründiges offline … so muss das sein.

Wie lange braucht es, um ein Passwort zu knacken

Die oben abgebildete Tabelle stammt von der Website neatorama.com und zeigt sehr schön, wie gut oder wie schlecht ein Passwort im Widerstehen gegen einen so genannten Brute Force Angriff ist. Ein solcher Angriff zeichnet sich dadurch aus, dass er durch einfaches, von Software unterstütztes Ausprobieren eine unbekannte Zeichenkette wie z.B. ein Passwort herausfinden kann.

Wie sich oben zeigt, braucht man mit der Brute Force Methode nur ca. 10 Minuten, um ein Passwort herauszufinden, welches aus sechs Kleinbuchstaben besteht. Ersetzt man nur einen der kleinen Buchstaben durch einen Großbuchstaben, so braucht ein Hacker mit dieser Methode schon gut 10 Stunden, um das besagte Passwort ohne eine menschlich intelligente Leistung herauszufinden. Durch ein Sonderzeichen verlängert sich die besagte Dauer schon auf ca. 18 Tage.

Wer nun ein Passwort mit Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen und einer Länge von 9 Zeichen wählt, kann davon ausgehen, dass er im Bezug auf den Brute Force Angriff ein recht sicheres Passwort hat, denn dadurch verlängert sich das Knacken des Passworts auf fast 45.000 Jahre.

Wer nun auch noch auf inhaltlich naheliegende Passwörter verzichtet und bei der Passwort-Auswahl etwas kreativ ist, hat gute Chancen, dass seine schützenswerten Daten ziemlich sicher sind. Ich verwende bei der Auswahl meiner Passwörter gerne eine Methode, bei der ich erst einen Satz mit Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen bilde, und davon die Anfangsbuchstaben zu meinem Passwort zusammensetze. Ein Beispiel:

Der Satz: “In 45 Tausend Jahren lassen sich viele $ sparen.
Wird zum Passwort: “I45TJlsv$s.

So ein Satz lässt sich leicht merken, und doch hat man am Ende ein ziemlich sichere Passwort.

via gizmodo.de

schließen