Monatsarchiv für April 2011

Bei Flattr kann man jetzt auch nur kassieren

Wie Peter Sunde von Flattr kürzlich auf der re:publica angekündigt hat, gibt es den Social-Payment-Service jetzt nicht nur auch in einer deutschen Sprachversion, sondern auch als “Nur-Einnahmequelle”. Konnte man bisher nur etwas via Flattr einnehmen, wenn man zugleich auch seinen finanziellen Beitrag am Flattr-System zusteuerte, wird es ab Mai auch möglich sein, nur zu kassieren.

Weiter hat Sunde auf der re:publica auch angekündigt, dass es bald die Möglichkeit geben soll, offline z.B. via QR-Code zu flattrn. Ich bin ja schon mal sehr gespannt, wann ich den ersten Straßenmusiker mit einem QR-Code im Gitarrenkoffer sehe.

Lesetipps: Drei Artikel um den User zu erfreuen

Um Ostern herum sind bei mir im RSS-Reader mal wieder einige Artikel aufgelaufen. Darum habe ich mir heute morgen mal wieder etwas Zeit genommen, um auf den aktuellen Stand zu kommen. Dabei sind mir u.a. drei interessante Artikel aufgefallen, die ich mal großzügig in die inhaltliche Schublade “User friendly” stecken würde.

Auf ux·zentrisch habe ich den Beitrag 7 Best Practices-Regeln für die Renaissance der OnePage-Websites von Tobias Jordans mit großem Interesse gelesen. Er beschäftigt mit dem Phänomen der Einseiten-Websites und worauf bei deren Erschaffung zu achten ist.

Anne-Kathrin Merz hat sich auf ihrem Blog medamind mit dem Themenkomplex beschäftigt, dass der User trotz vermeintlich bester Instruktionstexte die Website einfach nicht verstehen will bzw. sie schlichtweg falsch benutzt. In solchen Fällen spricht der Experte gerne mal vom DAU … dem Dümmsten Anzunehmenden User. Doch Anne-Kathrin Merz kontert: Es hat mit Intelligenz nichts zu tun.

Ein eher exotisch anmutendes Thema beschreibt Ulf Schubert im User Experience Blog, indem er wiedergibt, welche Erfahrungen mit Usability Testing Katrin Proschek (Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg) in Äthiopien gemacht hat. Sie hat diese in einem Vortrag auf dem UX Stammtisch Franken vorgestellt.

Grafisches Gästebuch

Wieder so eine nette Idee aus dem Web, die lange Zeit vor mir verborgen blieb: Auf graphicguestbook.com kann man sich ein Gästebuch einrichten und dann dort Gäste etwas an eine Art digitaler Klowand malen lassen. Der pixelige Stil mit dem dort gemalt werden kann, erinnert mich sehr an meine frühen Computer-User-Zeiten.

Wer mag, kann sich auch gerne in meinem Graphicguestbook verewigen.

re:publica 11 brachte nicht viel Neues … zum Glück

Keine neue Killer-App, kein mega-angesagtes Gadget und auch keine sonstige Mega-Innovation war das Highlight-Thema der diesjährigen, fünften re:publica. Wenn man sich mit deren Besuchern unterhalten hat, bekam man recht häufig zu hören, dass der Vortrag von Gunter Dueck die Sternstunde der Blogger-Konferenz war. Der Chef-Denker von IBM und Selfmade-Philosoph erklärte uns allen in seiner unnachahmlichen Art, dass die Industrialisierung der Berufe und ein allgegenwärtiges Internet mit dem Wissen der Welt vieles grundlegend verändern wird. Aber nur, wenn wir es auch wollen … und seiner Meinung nach sollten wir es unbedingt wollen. Dueck forderte alle Anwesenden auf, an ein besseres Menschenbild zu glauben, in dem der Mensch ist engagiert und nicht faul ist, und davon ausgehend die Welt zu gestalten. Sein gesamter Vortrag ist bei Youtube zu finden:

Ein weiteres großes Thema war die Gründung des Vereins Digitale Gesellschaft (digiges), der sich die Themen Lobby-Transparenz, OpenData, Datenschutz, Vorratsdaten, Urheberrecht und natürlich Netzneutralität auf die Fahnen geschrieben hat. Wobei … ich habe feststellen müssen, dass digiges im Nachgang der re:publica für deutlich mehr Nachhall im Netz gesorgt hat, als es Thema auf der Konferenz an sich war. Hier werden vor allem, die nicht sehr offenen Vereinsstrukturen kritisch kommentiert.

Meine weiteren Highlights waren u.a. ein Vortrag von Sandro Gaycken über Cyberwar und seine Folgen für die Informationsgesellschaft, die Diskussionsrunde Die Illusion vom öffentlichen Raum und der Vortrag von Till Kreutzer Wir sind der Urheber (Video).

Im kommenden Jahr wird die re:publica wohl an einem anderen Ort stattfinden, denn vor allem der Hauptveranstaltungsort, die Kalkscheune, ist in diesem Jahr über ihre räumlichen Grenzen beansprucht worden. Ich habe einige Panels nicht besuchen können, da die Räume überfüllt waren. Und doch war es mal wieder eine sehr gelungene Veranstaltung und ich hatte eine wirklich gute Zeit mit vielen interessanten, aber auch lustigen Gesprächen.

Lesenswertes lesen

Morgen geht es nach Berlin zur re:publica, einer Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, welche dort von Mittwoch bis Freitag stattfindet. Und damit ich dort auch mitreden kann, schaute ich mich heute morgen mal ein bisschen im Netz um … via meines RSS-Readers und in meinem digitalen Lesespeicher für Lesenswertes, dem Browser-Add-On Read It Later. Ein paar der guten und interessanten Sachen, die ich dort gefunden habe, werde ich hier mal kurz auflisten.

Bei Caschy habe ich einen Eintrag gefunden, der aufzeigt, wo auf Twitter, Facebook und Co. man die ganzen Freigaben administrieren kann, denen man im Laufe der Zeit den Zugriff auf seine Profildaten gewährt hat: Welche Anwendung hat Zugriff auf Google,Twitter, Facebook und Dropbox?

Eine solche Facebook-Anwendung ist LikeJournal. Wie web2null.de schreibt, kann man via LikeJournal Facebook-Likes als Bookmarks speichern, die sich dann durchsuchen und mit Freunden teilen lassen.

Bei derFreitag hatten sie vergangene Woche das Wochenthema Schade, was das Netz so verpasst, in dessen Rahmen sie fünf Surftipps für all jene geben, die beim Blogs lesen keine Lust mehr haben, nur der Herde zu folgen.

Auf Gizmodo.de berichteten sie über Wallaby, einem Projekt bzw. Tool von Adobe, mit dem sich Flash in HTML5 konvertieren lässt. Das Ende von Flash rückt wohl immer näher…

Neu war mir auch, dass es den Dienst TwentyFeet gibt, mit dem sich die eigenen Social Media Aktivitäten monitoren lassen. Mehr dazu auf netzwertig.com: TwentyFeet lässt tief blicken.

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