Monatsarchiv für August 2011

Der Fake Name Generator … Neue Identität gefällt?

Darf ich mich kurz vorstellen? Meine Name ist Jan Kaufmann, ich lebe als Deutscher in der Kaptein Bødtkers Gate 6 in dem kleinen Norwegischen Ort Kristiansund. Geboren wurde ich am 1. Mai 1985, meine Mutter hieß ursprünglich mit Nachnamen Baumgärtner. Ich bin 1,82 Meter groß, wiege 64,7 Kilogramm und habe die Blutgruppe 0+.

Okay, okay … das stimmt natürlich nicht. Aber dies und noch etwas mehr, wie ein wirklich existierenden und nur mich freischaltbare Mail-Adresse oder mein aktueller Beruf, hat mir der Fake Name Generator ausgeworfen. Ich hatte nur die Vorgaben gemacht, dass mich der Fake Name Generator doch bitte zu einem deutschen, in Norwegen lebender Mann machen solle.

Interessant finde ich diesen Dienst vor allem auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion, um die vorgeschriebene Nutzung von Klarnamen bei Google+. Denn es zeigt, wie einfach man sich für ein Social Network eine Identität schaffen könnte. Jedoch wollen das meiner Ansicht nach nur die allerwenigsten Nutzer. Denn es ist sicherlich unfassbar schwer, sich in einem sozialen Netzwerk eine geschauspielte Identität dauerhaft und aktiv beizubehalten. Darum geht diese Diskussion über eine Internet-Problematik nach meinem Empfinden … mal wieder … völlig am Thema vorbei. Statt alles im Chaos geborene ordnen und strukturieren zu wollen, muss man mit Offenheit und Freiheit auf das Internet reagieren … und mit (neue) Medien-Kompetenz.

Skitch – Die Kommentier-, Editier- und Sharing-Kamera fürs Internet

Skitch ist eine Mac- und Android-Anwendung, mit der sich im Handumdrehen Screenshot machen, mit Informationen versehen und im Netz verteilen lassen. Die App kommt inzwischen von den Machern von Evernote, was meiner Ansicht nach schon für gute, nützliche und durchdachte Software steht.

Skitch wartet mit einfachen Bildbearbeitungen-Funktionen auf. Dazu gehört z.B. die Möglichkeit Hinweis-Pfeilen oder Texte zu platzieren. Wer mag, kann auch einen Account bei Skitch anlegen, um dort seine bearbeiteten Screenshots abzulegen und von dort aus zu verbreiten.

Die App ist einfach gut gemacht. Sie ist fokussiert auf für ihr Aufgabengebiet zentrale Funktionen und lässt sich einfach angenehm bedienten. Sehr nützlich ist auch die Funktion “Snap from Link”, mit der sich sehr bequem ein Screenshot einer kompletten Website machen lässt.

Skitch ist seit der Übernahme durch Evernote übrigens kostenlos. Noch mal ein gut Argument, sich die Software mal anzusehen.

uberblic gleicht API-Daten-Strukturen ab

Das Berliner Startup uberblic hat sich einer Problematik angenommen, die Leute wie Tim Berners-Lee schon lange umtreibt: dem Abgleichen von an sich gleichen Datenschemas unterschiedlicher Datenschnittstellen (APIs). Das Ganze nennt sich Data Mapping und das Angebot von uberblic könnte man auch als Datenstruktur-Übersetzer bezeichnen.

Ein einfaches Beispiel zeigt, wozu das gut ist: Die APIs von verschiedenen Online-Diensten fragen bei Anmeldung die Nutzerdaten ab. In unserem Beispiel Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse. Dienst A speichert diese Daten in seinen internen Datenstrukturen unter first name, last name und mail ab. Dienst B unter forename, surname und email. Dienst C unter … die Problematik dürfte klar geworden sein. Die abgefragten Daten sind vom inhaltlichen her gleich, also vergleichbar. Doch verstehen die Systeme sich nicht, da der Nachname einmal unter last name und einmal unter surname abgelegt wird.

Und hier kommt die API von uberblic ins Spiel. Wenn man diese API bei sich einbindet, kann man auf derzeit acht abgeglichene APIs, wie foursquare, facebook oder wikipedia zugreifen … weitere sollen bald folgen. Die Daten dieser Dienste liegen dann in einer einheitlichen Datenstruktur vor und können kombiniert genutzt werden.

Das Ganze fällt in das Fachgebiet der Ontologie, die eine Grundlage des von Berners-Lees propagierten semantischen Webs ist.

— via netzwertig

Google+Spiele

Seit heute morgen wird in meinem Google+, wie angekündigt, der neuer Menüpunkt Spiele angezeigt. Ich bin ja schon bei Facebook kein großer Freund dieser Spiel und nachdem ich dort mal ein, zwei ausprobiert hatte, habe ich sie nach kurzer Zeit wieder aus meiner Anwendungen-Liste verbannt.

Trotzdem habe ich heute morgen natürlich gleich mal auf den neuen Menüpunkt geklickt und einen Blick auf die Google+Spiele geworfen. Sogleich ist mir das fast schon berühmt-berüchtigte Angry Birds ins Auge gefallen. Es gibt aber noch zahlreiche andere Spiele. Im Spiele-Stream unter dem großen Spiele-Auswahlbereich, werden die Spielerfolge meiner Google+Bekannten dargestellt. Und wie mir scheint, auch nur dort. Denn in meinem “normalen” Google+Stream finde ich nichts von diesen Postings. Das ist meiner Ansicht nach eine deutlich besser gelöst als bei Facebook.

Das Spiele-Angebot ist derzeit mit 16 Spielen noch sehr überschaubar. Dafür scheint mir die Auswahl recht ausgewogen. So scheint mir … ich bin da wirklich kein Experte … z.B. Crime City eine Art Online-Rollenspiel zu sein, bei dem man zusammen mit anderen Google+Usern Mafia spielen kann. Es gibt aber, neben weiteren, auch Poker und typische Büropausen-Spiele wie Sudoku, Float-It! oder Diamond Dash.

Ich finde die offensichtliche Trennung zwischen Kommunikation und Spielen gut und wichtig. Es nervt mich bei Facebook schon oftmals, dass das dort nicht getrennt ist. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass es sicher interessant zu beobachten sein wird, was die Spiele mit bzw. aus Google+ machen werden. Und jetzt probiere ich noch mal so ein Spiel aus … vielleicht sogar Angry Birds.

Touch Gestures Reference

Fettflecken auf Bildschirmen werden immer wichtiger. Oder um es etwas sachlicher zu sagen: Die Touch-Screen-Technologie setzt sich immer mehr durch. Gerade in solchen Erfolgsfällen ist es immer gut, wenn sich frühzeitig “Standards” etablieren und diese dann auch vernünftig dokumentiert werden.

Im Fall der Bedienung via Bildschirmen, haben Craig Villamor, Dan Willis und Luke Wroblewski eine ziemlich gelungene Referenz für Bedien-Gesten erstellt: die Touch Gestures Reference.

Vor allem wer beruflich Software für solche Systeme entwickelt, sollte sich diese Referenz mal genauer anschauen. Wer diese Referenz für seinen beruflichen Alltag gut gebrauchen kann, hat vielleicht auch an dem selbstausdruckbaren Gesten-Karten-Set Interesse.

Gefunden habe ich das Ganze bei medamind.

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