Funktioniert CoWorking nur in der Stadt?

Gerade habe ich einen sehr interessanten Artikel gelesen, in dem sich Steffen Greschner auf xpolitics.de mit dem Thema CoWorking auf dem Land auseinandersetzt.

Zunächst hörte sich das für mich wie ein Widerspruch an. CoWorking-Space kenne ich nur aus großen Städten und ihr Geschäftsmodell schien mir auch nur dort zu greifen.

Doch Steffen Greschner hat in seinem Artikel einige interessante Aspekte aufgeworfen, wonach es gerade im Zuge der Homeofficierung unserer Arbeitswelt, besonders im ländlichen Raum viel Sinn machen würde, solche CoWorking-Spaces zu haben.

Ein mögliches Szenario könnte folgendes sein: Ein Mitarbeiter einer Internet-Firma lebt mit seiner Familie vor den Toren einer großen Stadt. Jeden Tag muss er in die Stadt reinpendeln. Was sowohl für das Familienleben und den Geldbeutel, wie auch für die Umwelt negativ ist. Als Alternative zum täglichen Reinpendeln, hat sich hier das Homeoffice durchaus etabliert. Doch sind die Arbeitsbedingungen zuhause auch nicht immer optimal. Zum einen fehlt es oft an solchen Dingen wie einer Flipchart, einem Kopierer etc., aber auch die Wahrscheinlichkeit von seinem Privatleben von der Arbeit abgelenkt zu werden, ist recht hoch. Da wäre doch so eine Arbeitsplatz im Ort, mit der passenden Infrastruktur und Arbeitsatomsphäre eine interessante Alternative.

Nur wie sieht es mit dem Geschäftsmodell für ein solchen CoWorking-Space auf dem Land aus? Keine Ahnung, ob sich das für ein privatwirtschaftliches Unternehmen lohnen würde? Aber warum nicht für kleine Städte oder Gemeinden? Die sind doch immer auf der Suche nach Standortvorteilen…

Laut Steffen Greschner sind sie da in der Schweiz schon etwas weiter … aber das und mehr, empfehle ich direkt in seinem Artikel zu lesen.

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5 Kommentare

  1. Alex Langer sagt:

    Ich stelle es mir schwierig vor passende Kandidaten und auch Raum für das Co-Working zu finden. Ich habe selber immer halb sehnsüchtig halb neidisch auf Co-Working-Spaces in größeren / hipperen Städten geschielt. Hier gibt es soetwas leider nicht und mir fehlten auch Kontakte zu anderen lokalen Freelancern mit denen man etwas auf die Beine hätte stellen können.

    Persönlich habe ich den Umzug ins Home-Office zuerst genossen. Man hat alle Freiheit die man so will, aber es ist eben auch ziemlich einsam und es fehlt die Möglichkeit sich einfach mal mit Kollegen zu unterhalten, sowohl fachlich wie auch privat. Von daher bin ich ganz froh nun wieder extern zu arbeiten und eine handvoll Leute um mich herum zu haben, mit denen man sich mal austauschen kann. Gruppenzwang hilft auch feste Arbeitszeiten einzuhalten..

  2. Ich bin mir da gar nicht mehr so sicher. Wenn eine Stadt oder eine Gemeinde solche CoWorking-Spaces wie eine Stadtbibliothek anbieten würde, dann könnte ich mir das sogar als Standortfaktor für ländliche Regionen vorstellen. Und auch z.B. für Handlungsreisende könnte so ein Angebot interessant sein.

  3. Hier bei uns (Lichtenow-Dorf, MOL) würde das wohl schon am schmalen Breitbandanschluss scheitern. Weitere Minuspunkte wären wohl fehlende Lokalitäten, Gebäude (unser Gemeindehaus ist zu klein) und der nichtvorhandene Anschluss an den Nahverkehr.

    Aber wenn ihr in der Nähe seid, ein Stückchen Schreibtisch und WLAN würde ich dann abgeben :)

  4. Und an deinem Schreibtisch ist die Bandbreite besser?! ;-)

    Spaß beiseite … ich denke, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und LTE ist ja auch schon auf dem Vormarsch.

  5. Christopher sagt:

    Hallo.

    Wir machen CoWorking auf dem Land. Funktioniert. :)

    Wer Fragen dazu hat, gerne :)

    Grüße
    Christopher von weXelwirken