Papier-Bücher? Nein, danke!

eBook-Reader

Seit gut einem halben Jahr bin ich inzwischen im Besitz eines eBook-Readers. Und darum jetzt und hier die Bitte an alle, die es betrifft: Schenkt mir bloß keine Belletristik mehr in Papierform. Ich werde sie nicht lesen. Sachbücher und Bildbände: Ja, gerne. Romane und Co: Nein, danke!

Warum das Ganze? Die Vorteile der Kombination eBook + eReader sind einfach enorm. Wo soll ich anfangen?

Dass ich meine ganze Bibliothek in der Tasche habe, ist ehrlich gesagt, eher nebensächlich und so auch kaum von einer praktischen Bedeutung. Für mich als Bücher-nacheinander-Leser ist daran vor allem wichtig, dass ich neben meinem aktuellen Buch, auch mein nächstes dabei habe. Und ich dann auch bei der Auswahl des nächsten Buchs eine spontane Wahlmöglichkeit habe … vor allem auch unterwegs und auf Reisen.

Das Dabei haben ist auch von einer ganz anderen Qualität. Da ich tendenziell immer eher dicke Wälzer lese, habe ich früher immer genau abwägen müssen, ob ich mein Buch mitnehme oder nicht. Heute ist der eReader einfach immer dabei.

Ein weiterer Vorteil: Ich lese gerne noch vor dem Einschlafen. Meine Partnerin schläft eher lieber gleich. Weil ich sie dabei immer möglichst wenig stören möchte, habe ich mir schon die tollsten Vorrichtungen überlegt, damit genügend Licht auf mein Buch fällt, aber eben nicht auf sie. Mein eReader hat eine Bildschirmbeleuchtung, die mir auf der geringsten Stufe zum Lesen völlig ausreicht.

Apropos im Bett lesen. Wer schon mal ein Buch im Liegen gelesen hat, weiß um die Verrenkungen, Drehungen und Wendungen, die man immer wieder machen muss. Hält man das Buch mit den Händen über sich, werden die Arme bald schwer … so ein eReader wiegt in der Regel weniger als die meisten Papier-Bücher. Liegt/liest man gerne auf der Seite, ist die gerade Seite angenehm zu halten, die ungerade dafür überhaupt nicht … oder umgekehrt. Ein eReader hat nur eine Seite, die die man gerade liest. Mir wird es direkt ganz flau, wenn ich nur daran denken, mal wieder ein Papier-Buch im Bett lesen zu müssen.

Die Sache mit der Synchronisation, hat man auch schnell raus und dann ist bei Verlust des eReaders auch nicht gleich die ganze Bibliothek weg. Die Schrift lässt sich auch individuell einstellen, so dass das Lesen auch angenehm ist. Und wem es noch nicht klar ist: Das Lesen auf so einem E-Ink-basierten eReader ermüdet die Augen nicht, wie man es von einem Computer-Bildschirm kennt. Es gibt dabei meiner Erfahrung nach keinen Unterschied zu auf Papier gedruckter Schrift.

In der Zwischenzeit habe ich mit vielen Papier-Buch-Lesern gesprochen. Es wundert mich immer wieder, wie nostalgisch überladen die Idee vom Papier-Buch lesen ist. “Es riecht so schön nach Papier” oder “Das Gefühl, Papier zu spüren.” Ich vermisse davon nichts!

Ach ja: Demnächst steht bei mir mal wieder ein Umzug in eine neue Wohnung an. Bis dahin werde ich hoffentlich die meisten meiner Romane verkauft, verschenkt oder sonst wie ausgewildert haben. Meine Umzugshelfer werden es mir danken. Aber keine Angst: Ein paar Lieblingsbücher werde ich aber noch behalten … also auch auf Papier ;-)

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