Archiv der Kategorie "Barcamp"
Rückblick aufs CollaborationCamp
Wie neulich angekündigt, war ich vergangenen Freitag und Samstag auf dem CollaborationCamp in Essen.
Das Thema war im weitesten Sinne das Zusammenarbeiten von Menschen. Auch wenn viele wohl erst einmal davon ausgegangen sind, dass ein solches Themen-Barcamp sich in erster Linie mit Tool, Software und Gadgets auseinandersetzen wird, waren es dann schlussendlich doch meist die menschlichen Belange, die die Schwerpunkte in den Sessions bildeten. Und wenn es um Software ging, dann in der Regel auf einer Nutzerebene. Ich hatte das Gefühl, dass die gängigen Tools, den meisten entweder einfach schon bekannt waren, oder einfach nicht so wichtig. Es war oftmals wichtiger über das Motivieren von Mitarbeitenden oder das Abbauen von irgendwelchen Nutzungsbarrieren zu sprechen.
Tools wie Etherpad oder WordPress waren bei diesem Barcamp auch Thema, aber nur als Mittel zum Zweck. Nämlich dem, das Besprochene festzuhalten. So gibt es ein Blog, das während des Camps von allen Anwesenden gefüllt wurde. Darin wurden die Sessions direkt oder zeitnah … nämlich vor dem Ende des Camps … dokumentiert.
Zu guter Letzt möchte ich mich unbedingt noch mal herzlichst bei Stefan Evertz und Guido Brombach bedanken. Die beiden haben das CollaborationCamp im wunderbaren Essener Unperfekthaus ersonnen, organisiert und mit Leben gefüllt. Und zwar richtig klasse! Danke …
von Matthias Zellmer
CollaborationCamp – Warum wir wo wie arbeiten
Vom 19. bis 21. November diesen Jahres steigt in Essen das CollaborationCamp. Die Veranstalter schreiben dazu unter anderem:
Beim CollaborationCamp handelt es sich um die abgewandelte Form eines BarCamps, ein sog. ThemenCamp. Das CollaborationCamp folgt dabei grundsätzlich den Regeln eines BarCamps (u.a. offene und gemeinsame Festlegung der konkreten Themen vor Ort am Freitag bzw. Samstag morgen).
Anders als bei den eigentlich völlig themenoffenen BarCamps geht es beim CollaborationCamp aber eben um das Thema “Online-Collaboration”, ob nun mit dem Fokus auf Tools, Recht, CoWorking, etc. – die Teilnehmer werde also davon ausgehen, dass die meisten Themen bzw. Sessions einen passenden Schwerpunkt haben.
Das Camp findet im Essener Unperfekthaus statt. Ein Veranstaltungsort von dem ich schon viel Gutes gehört habe. Und da ich mich auch angemeldet habe (Anmelden könnt hier euch hier), werde ich auch endlich mal überprüfen können, ob die ganzen Berichte von der positiven Arbeits- und Tagungsatmosphäre dort, auch wirklich stimmen.
von Matthias Zellmer
Barcamp Stuttgart 3 – Rückblick
Am vergangenen Wochenende fand zum dritten Mal nach 2008 und 2009 das Stuttgarter Barcamp statt. Gut 200 in irgendeiner Form am Web Interessierte kamen für zwei Tage zusammen und haben sich über die unterschiedlichsten Themen ausgetauscht.
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine bunte Vielfalt an Themen. So besuchte ich z.B. eine Diskussionssession mit dem Thema “Mobile Webanwendungen“. Hier raus habe ich den Eindruck mitgenommen, dass progressive Web-Entwickler inzwischen ganz selbstverständlich auch an die mobilen Darstellungskanäle denken (müssen). Die Verzahnung von klassichem (stationärem) Web und mobilen Anwendungen hat in den letzten Monaten extrem an Fahrt aufgenommen.
Wie ich dazu stehen soll, dass sich immer mehr Barcamp-Sessions darum drehen, wie man an Geld herankommt, weiß ich noch nicht. Zum einen ist es sicherlich notwendig, ein Einkommen zu generieren. Aber die, die dies mit guter (ehrlicher) Arbeit tun, sind mir dann schlussendlich deutlich sympathischer.
Mein Fazit fällt trotzdem deutlich positiv aus. Es wird mir wohl niemals gelingen können, von einem Barcamp nach Hause zu fahren, ohne eine Sack voller neuer Erkenntnisse und Ideen. Und ohne ganz viele liebe, aufgeschlossene und spannende Menschen getroffen zu haben.
Vielen Dank auch noch mal an die Sponsoren und vor allem an das Orga-Team!
von Matthias Zellmer
Content Long Tail

Die Session Schreiben für das bzw. im Web auf dem zweiten Stuttgarter Barcamp ist mit Sicherheit anders verlaufen als geplant. Zunächst haben wir in einer Runde von gut 15 Leuten Aspekte und Fragen zum Thema gesammelt, um vielleicht ein bis zwei inhaltliche Schwerpunkte herauszuarbeiten. Der erste Schwerpunkt war dann auch schnell gefunden: Schreiben für eine Zielgruppe.
Doch hier wurde es interessant. Denn als von jemandem die These in den Raum gestellt wurde, jeder würde doch für eine bestimmte Zielgruppe schreiben, äußerten einige Blogger im Raum ein gewisses Unbehagen. Vor allem Rozana und ich wollten diese These so nicht stehen lassen … wir hatten wohl diesbezüglich beide ein ähnliches Bauchgefühl.
In der anschließenden Diskussion arbeiten wir gemeinsam heraus, dass im Gegensatz zu vielen klassischen Inhaltsproduzenten, viele Blogger nicht für eine Zielgruppe schreiben, sondern eher für sich selbst und sich vor allem Themen vornehmen, die sie (gerade) sehr interessieren. Und das vor allem dann, wenn diese Blogger nicht auf die Einnahmen ihres Blogs angewiesen sind.
Ich würde hier von einem Content Long Tail sprechen. Denn so wie im Internet Nischenprodukte besonders gut ihre Abnehmer finden, so finden dort gute Artikel und sonstige Inhalte auch ihre Interessenten. Der Inhalt muss nicht für einen Massenmarkt … also eine vielleicht sogar künstlich konstruierte Zielgruppe … eine hohe Qualität haben, sondern vielleicht nur für einige wenige.
Das sich mit für den Massenmarkt uninteressant (gewordenen) Produkten auch noch Geld verdienen lässt, zeigt uns das Social-Commerce-Versandhaus Amazon. Während ältere CDs in Musikgeschäften oftmals verramscht werden, steigt bei Amazon häufig ihr Preis sogar an. Denn wer dann nun noch Interesse an einer CD hat, die schon lange aus den Charts raus ist, wird auch eher bereit sein, ein bisschen tiefer in seine Tasche zu greifen.
Das der Long Tail auch bei Inhalten funktionieren kann, zeigen nicht nur Speziell-Interests-Blogs, sondern auch Speziell-Interests-Magazine, denen von vielen ein Überleben in der Print-Krise vorausgesagt werden … doch auch nur, wenn die Qualität der Inhalte stimmt. Und das ist es, was ein Medium wie das Internet verlangt: Qualität. Doch was herauskommt, wenn man die Qualität eines inhaltlichen Produkts an einen Massenmarkt immer mehr anzupassen versucht, sieht man bei den vielen Hitradios in diesem Land. Da lobe ich mir doch die, die ihre Nische besetzten und für diese dann inhaltlich Hochwertiges produzieren … auch wenn es nur wenige interessiert. Die interessiert es dann dafür um so mehr.
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Der Bildausschnitt oben stammt von einem Flickr-Foto von René Ehrhardt.
von Matthias Zellmer
Barcamp Stuttgart 2: Mehr als nur Web-Fuzzys
Am vergangenen Wochenende fand im Stuttgarter Literaturhaus das zweite Barcamp in der Landeshauptstadt statt. Wie auch in den vielen anderen Städten, war diese selbstorganisierende Konferenz wieder mal eine herrlich erfrischende Abwechslung zu althergebrachten Veranstaltungen, die im Anspruch, eine Struktur geben zu wollen, oft sehr starr wirken. Natürlich gibt es bei einem Barcamp auch Vorabsprachen und strukturierenden Regeln, aber diese sind soweit abgespeckt, dass immer wieder eine entspannte, aber durchaus sehr intensive (Zusammen-)Arbeitsatomsphäre entstehen kann.
Ich habe mir gerade noch mal die Sessionpläne von Samstag und Sonntag angesehen und bin freudig überrascht, dass die gut 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlussendlich 70 Sessions zusammengebracht haben. Da wurde sehr viel Wissen vermittelt und viel neues ist in Diskussionen in und außerhalb der Sessions entstanden. Die Themen des diesjährigen Stuttgarter Barcamps gingen von solchen rund ums Web2.0, über Web-Entwicklungsthemen bis hin zu eher gesellschaftlichen Themen.
Ich selbst habe sieben Sessions besucht und zwei Sessions selbst gehalten. Zum einen war dies eine Twitter-Session in der ich versucht habe, einen Bogen von den Grundprinzipien von Twitter, bis zu den Methoden und Tools zur intensiven Nutzung zu spannen. Die zweite Session habe ich zusammen mit meiner Freundin Natali gehalten. Wir haben einen kleinen Einblick in Kommune-Projekte gegeben. Das sind Lebensgemeinschaften, die versuchen einen anderen Weg zu finden, wie man gemeinsam ohne Hierarchien leben, arbeiten und wirken kann.
Von den von mir besuchten Sessions war ich diesmal extrem begeistert. Gleich die erste Session am Samstag war ein Volltreffer. Florian hat darin die aus seiner Erfahrung heraus 10 größten Probleme beim Management von Online-Produkten angeführt und Gegenmaßnahmen skizziert. Sehr spannend war für mich auch eine Session am Sonntag, in der es um das Schreiben für das bzw. im Netz ging. In dieser Session entwickelte sich eine interessante Diskussion zum Thema “Warum und für wen schreibt man?”. Dazu werde ich in den kommenden Tagen noch mal einen eigenen Beitrag schreiben, und hier nur soviel dazu: Im Netz gibt es scheinbar auch einen Longtail für Inhalte.
Wie im letzten Jahr unterstützte die MFG Baden-Württemberg, die Innovativ-Agentur des Landes, die Organisatoren des Barcamps maßgeblich. An dieser Stelle … Danke! … an die Menschen, die das Barcamp mit großem Einsatz möglich gemacht haben. Zudem seien hier noch mal die Sponsoren erwähnt, ohne die ein solches Barcamp schlichtweg nicht stattfinden könnte.
Ach ja, die Orga-Seite bei mixxt zum Barcamp Stuttgart 2010 ist übrigens auch schon online … ein gutes Zeichen, wie ich finde.
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Das Bild oben ist ein Ausschnitt aus einem Foto das Henning Schürig auf Flickr veröffentlicht hat.
von Matthias Zellmer



















