Archiv der Kategorie "Barcamp"

Moderne Pressearbeit am Beispiel mixxt.de

mixxt

Gestern gab es für die deutsche Webszene mal wieder einen besonderen Zeitpunkt. Um 12 Uhr wurde die Teilnahmeliste für das diesjährige Barcamp in Köln eröffnet. Eine bei Bloggern, Geeks, Nerds und Twitterern sehr beliebte zweitägige Wochenend-Veranstaltung. Darum war auch klar, dass es einen ziemlichen Ansturm auf das Plätzekontingent von jeweils 240 Karten für den Samstag und den Sonntag geben würde. Dieser Ansturm kam auch und die Plätze für die beiden Tage waren binnen einer guten Viertelstunde vergeben.

Der ganze Ansturm spielte sich auf mixxt.de ab – einer Plattform zum kostenfreien Betrieb von Social Networks. Ich hatte im Vorfeld schon befürchtet, dass die mixxt-Server etwas in die Knie gehen würden. Und so kam es auch. Wie andere wohl auch, bekam ich beim Versuch mich anzumelden, zwischenzeitlich auch mal eine Meldung “503 – Service Unavailable” statt der gewünschten mixxt-Seite zu sehen.

Alles hab so wild, wie ich finde. Doch fand ich die Reaktion von mixxt auf dieses Last-Problem ihrer Server recht gut und auch vorbildhaft. Statt die Sache unter den Tisch zu kehren, schrieb nur wenige Minuten später Nicole Ebber von der mixxt-Marketing-Abteilung auf dem mixxt-Blog den erläuternden Beitrag Unser Statement zur “BarCamp Cologne 3″ -Anmeldung:

Was war passiert?

Die Verzögerung bei der Anmeldung ist darauf zurück zu führen, dass in der Konfiguration des Loadbalancers, welcher die Anfragen (also die Zugriffe auf die Seite) entgegennimmt und an unsere Server weiterverteilt, die maximale Anzahl der gleichzeitigen Anfragen sehr restriktiv eingestellt ist. So schützen wir unsere Communities z.B. vor DoS-Attacken oder Spambots. Wir arbeiten an einer Lösung, solche Anstürme besser abzufangen und unseren Mitgliedern dennoch ein Höchstmaß an Sicherheit bieten zu können.

Neben dieser Erläuterung, gab es auch eine Darstellung, wie die Web-Öffentlichkeit das Ganze auf Twitter miterlebt und kommentiert hat. Auch hier können sich die meisten Firmen eine Scheibe von abschneiden. Denn ich erlebe es wirklich regelmäßig, dass solche von einem bestimmbaren Zeitpunkt bzw. -raum abhängigen Ereignisse sehr ausführlich auf Twitter begleitet werden. Ob dass nun Wahlen, Germanys Next Topmodell oder die werbegetrommelte Markteinführung eines neuen Produkts ist. Auf Twitter wird darüber gesprochen. Also sollten die jeweils fürs Marketing Zuständigen auch darauf hören. Viel einfacher und schneller kann man nicht an ein ungekünsteltes Feedback herankommen.

Alles in Allem finde ich die offene und ehrliche Reaktion von mixxt auf die Performanz-Problem ihres Server sehr zeitgemäß und vorbildhaft. Und ich freu mich natürlich auch, dass ich trotz dieses Problems jeweils einen der begehrten Plätze für das Barcamp Köln bekommen habe.

Microblogging Konferenz – ein kurzer Rückblick

mbc09

Freitag und Samstag fand in Hamburg die erste Microblogging Konferenz (MBC09) auf europäischem Boden statt. Gekommen sind neben zahlreichen Twitter-Nutzern auch ein paar deutsche Web-Promis und einige journalistisch wirkenden Menschen, darunter auch ein Team der Tagesschau bzw. des Nachtmagazins. Und ich hab mich auch auf den langen Weg in den schönen Norden unseres Landes gemacht.

Die Konferenz wurde dankenswerterweise von ein paar Sponsoren finanziell unterstütz. Darum will ich mich auch gar nicht groß darüber beschweren, dass am ersten Tag der Redeanteil der Sponsoren-Vertreter reichlich hoch war. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, hinter den Kulissen ein paar sehr aufschlussreiche Gespräche zu führen.

Die Organisatoren haben mit der MBC09 versucht, eine Mischung aus klassischer Konferenz und Barcamp hinzubekommen. Das ist ihnen aber meiner Meinung nach erst am zweiten Tag so richtig gelungen. Was rückblickend durchaus in Ordnung war, obwohl eigentlich eine stärkere Vermischung der klassischen Konferenz- und der Barcamp-Elemente angedacht war. So war ich am Freitag auf der Microblogging-Konferenz und am Samstag auf dem Microblogging-Barcamp.

In meiner Wahrnehmung lag der thematische Schwerpunkt am Freitag eindeutig auf der Monetarisierung des Phänomens Microblogging und seiner Nutzung im Unternehmenskontext. Samstag kam dann zudem eine deutlich soziokulturelle Note auf. Da ging es nun etwa auch um die Vernetzung von Musikern oder die Möglichkeiten, die sich nun zum Beispiel durch Twitter auch für die Politik auftun.

Auch sehr interessant fand ich die letzte Session, in der dann in kleinen Diskussionsgruppen die Frage diskutiert wurde, was würde “meine” Mutter nach einem halben Jahr wertschätzender Twitter-Nutzung zu dem Dienst sagen? Wie würde sie Twitter nutzen?

Abschließend kann ich sagen, dass ich zufrieden und mit einem Kopf voller Erkenntnisse und Ideen aus Hamburg zurückgekommen bin. Mir wurde zudem noch mal deutlich gemacht, wie Neu und Unentdeckt das ganze Feld des Microbloggings eigentlich noch ist. Und doch bin ich überzeugt, dass Microblogging einmal eine weitere Säule unserer elektronischen Kommunikation wie die Telefonie und dem E-Mailen werden wird.

Nachtrag: Das Bild oben wurde übrigens von Nicole Simon aufgenommen.

UXcamp Berlin 09 – User Experience zum Anfassen

uxcamp

Seit heute ist der Termin fix: Am 23./24. Mai 2009 findet in Berlin das erste UXcamp statt.

UX steht für User Experience und beim UXcamp werden sich im Stile der Barcamps Menschen austauschen, die im Kern mit den folgenden Themen zu tun haben:

  • Information Architecture
  • Interaction Design
  • Usability Engineering
  • Visual Design
  • Prototype Engineering

Alle weiteren Informationen zum UXcamp sind auf der zugehörigen Site bei mixxt zu finden. Vielleicht sieht man sich ja dann in Berlin im Mai …

glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank

glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.

Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.

Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)

Einsichten und Erkenntnisse vom Barcamp München

Wie schon am Montag angedeutet, möchte ich hier auch mal auf ein paar Einsichten und Erkenntnisse vom Barcamp München eingehen.

Session Netvibes und Widgets

Die Session Netvibes und Widgets ist etwas anders als von mir … und wohl auch von der Session-Anbieterin Magdalena … erwarte bzw. erhofft abgelaufen. Leider wurde kaum auf die Chancen und Möglichkeiten eingegangen, die Netvibes zum Beispiel zur Optimierung des eigenen Tagesablaufs offenbart. Es war leider auch kaum möglich etwas anderes zu diskutieren, als wie man damit sein eigenes Projekt/Start-up billig und ohne persönlichen Aufwand promoten kann. Schade.

YiGG Spekulieren

Die deutschsprachige Social-News-Community YiGG will ihr Angebot demnächst um eine spielerische Variante erweitern, mit News und Meldungen umzugehen. Die Idee ist es, über Folgen von aktuellen Ereignissen zu spekulieren. Das Ganze wird angereichert um eine nicht-monetäre Bewertungs- und Belohnungskomponente. Könnte ein großer Spaß werden.

User Experience Design

Sehr interessant fand ich die Session zum Thema “User Experience Design” (UX-Design). Elizabeth, eine Neuseeländerin, die lange in Amerika gearbeitet hat, hat uns aufgezeigt, dass Deutschland in Sachen UX noch recht unerschlossen ist. Gerade in den Köpfen der Entscheider ist UX noch nicht angekommen. Die verdauen gerade noch die Begriffe Barrierefreiheit und Usability.

Technologie – Quo Vadis?

Dies war die Session, die ihre Teilnehmer in einem besonderen Maß beeindruckt hat. Constantin hat uns behutsam auf dem möglichen Weg mitgenommen, den die Technologie vor allem in den Feldern Nano- und Bio-Technologie, sowie IT und KI nehmen könnte . Erst einmal skizzierte er allgemein den bisherigen Weg von technologischen Entwicklungen und zeigte davon abgeleitete Gesetzmäßigkeiten. Schlussendlich hörten sich Dinge, die in jeden guten oder schlechten Science-Fiction-Roman passen, völlig logisch an. Ich bin echt mal gespannt, ob sich mein Bewusstsein und meine Erinnerungen irgendwann mal von meinem Körper lösen lassen, um in irgendeiner Form körperlos weiterzuexistieren.
Nachtrag: Constantin hat auf seinem Blog über das Barcamp und seine Session geschrieben.

So, das soll es für den Augenblick gewesen sein. Natürlich habe ich noch mehr Erkenntnisse mitgenommen. Gerade aus den vielen Gesprächen. Dazu später mehr …

Barcamp München – mein Rückblick

Nachdem ich erst vor zwei Wochen auf dem Barcamp in Stuttgart war, fuhr ich nun schon wieder zum nächsten. Diesmal in München.

Die Unkonferenz fand diesmal in den heiligen Hallen von Sun Microsystems statt und ich habe von Organisatorenseite etwas von um die 400 Teilnehmern gehört.

Am Samstag nahm ich an folgenden Sessions statt:

  • Netvibes und Widgets: Möglichkeiten zur Nutzung und die Vor- und Nachteile
  • YiGG Spekulation: Über ein kommendes Portal zur Ereignisspekulation
  • Zaubersession: Unterhaltsame Zaubertricks mit Erklärung des menschlichen Psychologie
  • UX: User Experience Design und The Joy of Use
  • Techologie – Quo vadis: Analytische Rückschau und fundierte Vorschau

Abends ging es dann zu einer gut besuchten Party in einer Münchner Kneipe. Wie eigentlich ständig am ganzen Wochenende, wurde auch hier viel gefachsimpelt und ich habe sehr nette und interessante Menschen kennen lernen dürfen.

Sonntag ging es dann mit etwas weniger Leuten und weiterhin stetiger Versorgung mit Nahrung weiter. Ich besuchte nochmal drei Sessions.

  • Mobile Plattformen: Kontroverse Diskussion über den Stand der Dinge und die möglichen Entwicklungen in der Zukunft.
  • Politik 2.0: Fortsetzungssession vom Barcamp Stuttgart über Social Web und Politik
  • Twitter: Nutzer erklären Nichtnutzern das Microblogging

Die letzten Session hab ich ausfallen lassen und stattdessen mit verschiedenen Menschen diskutiert, z.B. über den Niedergang von Innenstadtkultur durch das Einzelhändlersterben oder auch über die Möglichkeiten, die man als Nicht-Parteipolitiker etwa durch das Social Web hat, die Gesellschaft mitzugestalten.

An- und Abreisetechnisch habe ich das große Los gezogen. Dank Jan habe ich auf dem Hinweg und während des Wochenendes meinen Koffer nur einmal mehr als 2 Minuten schleppen müssen. Und dank Dirk habe ich das Prinzip des Koffer-Nicht-Schleppens auch auf dem Rückweg einhalten können. Danke noch mal.

Alles in allem eine wirklich gelungene Veranstaltung, die zwar organisatorisch wegen der hohen Teilnehmerzahl etwas geächzt und geknarzt hat, aber ansonsten sehr informativ und interessant war. Auch das typische Barcamp-Feeling hat sich bei mir schnell wieder eingefunden. Freue mich schon auf das nächste Barcamp. Obwohl ich dabei eher zu einem thematisch spezialisierten Camp tendiere. Dahin geht meiner Meinung noch auch die allgemeine Tendenz bei den erfahrenen Barcamplern. Denn wenn zum Beispiel kommende Woche fast 500 Leute das Barcamp Berlin bevölkern werden, dann kommt meiner Ansicht nach diese Art der Konferenzen an ein Limit, die es durch die immer mehr notwendig organisatorischen Regulierungen, auch am ihnen eigenen Flair verliert.

So … und in den kommenden Tagen werde ich dann ein wenig mehr auf das Inhaltliche eingehen.

Mein nächstes Barcamp: München

Für alle Freunde von irgendwelchen Veranstaltungen im Barcamp-Stil ist ein heißer Herbst angebrochen. Nicht nur findet scheinbar in den nächsten Monaten in nahezu jeder größeren Stadt in Deutschland ein Barcamp statt, auch gibt es immer mehr so genannte Spezial-Camps. Das sind Veranstaltungen, die wie Barcamps nach dem Unkonferenz-Prinzip stattfinden, aber sich thematisch auf einen bestimmten Themenbereich fokussieren.

Mein nächstes …Camp ist nicht wie ursprünglich geplant das CommunityCamp am 1./2.November in Berlin … das musste ich leider aus meinem Terminkalender streichen, sondern schon am kommenden Wochenende das Barcamp in München.

Ich freue mich schon darauf …

Social Media und die Aufklärung

Das Barcamp Stuttgart ist vorüber. Eine meiner Lieblingsthesen des Barcamps, lautet ungefähr folgendermaßen:

Social Media hat das Potenzial für die Wiederaufnahme der Aufklärung nach dem Broadcasting-Zeitalter zu sorgen.

So oder so ähnlich habe ich das aus der Session Politik2.0 am Sonntag Nachmittag mitgenommen. In dieser Session wurde über Politik und Politiker diskutiert. Und warum sie einen so schlechten Ruf haben. Eine These war … etwas verkürzte und durch meinen Wahrnehmungsfilter gedreht … ihre mediale Ausrichtung auf die typischen Broadcasting-Medien (TV/Radio, aber auch Zeitungen u.ä.). Da heißt es Zusammentragen, verdichten und dann verbreiten. Der Rückkanal für die Empfänger funktioniert dabei nicht sehr intuitiv und vor allem sehr zeitverzögert.

Social Media bietet somit den Politiker … und nicht nur denen … die Chance auf direkteren und unmittelbarern Kontakt zu den Leute, zu der Gesellschaft. D.h. sie könnten wieder mehr in die Gesellschaft rücken. Die Grenzen könnten sich wieder mehr auflösen. Das sind im Prinzip Ansätze, die man aus der Zeit der Aufklärung kennt. Somit sind die Entwicklungen die sich aus dem Web 2.0 ergeben, auch als ein weiterer Schritt zu einer in sich demokratischen Gesellschaft.

Hab ich das jetzt halbwegs verständlich erklärt?

Barcamp – Webleute bevölkern am Wochenende Stuttgart

Am jetzt kommenden Wochenende findet wie angekündigt das erste Stuttgarter Barcamp statt. Interessierte werden zwei Tage lang im Literaturhaus Stuttgart über Alles rund ums Web diskutieren und sich informieren.

Mich wird man dort auch antreffen können. Freu mich schon auf zahlreiche interessante Gespräche und die vielen netten Menschen, die ich dort (wieder-)treffen werde. Und das Wetter soll ja auch wieder etwas besser werden …

Barcamp Stuttgart

Logo des Barcamp Stuttgart

Nach dem ich die komplette Woche vom letzten Barcamp geschwärmt berichtet habe, möchte ich heute kurzerhand auf eines der nächsten Barcamps hinweisen:

Vom 26. – 28. September 2008 findet hier in Stuttgart ein weiteres Barcamp statt.

Und da ich Alexa mit ihrer Aussage … “Ich kann jedem nur empfehlen, ein Barcamp zu besuchen!” … absolut recht gebe, sollte niemand aus dem großen Pool der Web-Worker jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen, ohne sich mal ein paar Minuten mit der Möglichkeit einer Barcamp-Teilnahme zu beschäftigen.

Wer nicht nach Stuttgart kommen kann, hat auch noch die Chance auf weitere Barcamps … theoretisch weltweit. Oft sind es auch in irgendeiner speziellen Form orientierte Barcamps. So gibt es z.B. vom 30. – 31. August ein erstes BarCamp für Frauen in München oder vom 1. – 2. November in Berlin ein Barcamp zum Thema Communitys.

Doch nicht nur der Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung sind zentrale Bestandteile eines jeden Barcamps, auch das Kennenlernen von netten, interessanten oder auch einfach nur lustigen bzw. skurrilen Menschen wird einem dort sehr leicht gemacht. Networking at it’s best …

Wir sehen uns ;-)

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