Archiv der Kategorie "User Generated Content"

Beste Olympia-Info-Site: Wikipedia

Die 2008er Olympischen Spiele in Peking laufen nun schon ein paar Tage. Wie es sich für einen web-affinen Menschen, lasse ich mich nicht nur vom TV-Angebot berieseln, sondern suche auch regelmäßig Informationen im Netz.

Ziemlich enttäuscht haben mich die üblichen Verdächtigen unter den Sport-Sites, welche ich ansonsten gerne im Bezug auf Sport-News konsultiere. Mein aktueller Favorit ist witzigerweise Wikipedia.

Nicht nur die zu erwartenden lexikalischen Informationen zum Thema Olympische Spiele im Allgemeinen sind dort zu finden. Auch die Spiele in Peking werden von den Wikipedianern sehr aktuell dokumentiert … und das recht übersichtlich und ziemlich zeitnah. Respekt!

Unangebrachte Nutzer-Reaktionen? Don’t feed the troll!

Seit es Kommunikation im Internet gibt, also schon lange vor dem World Wide Web, gibt es auch immer wieder Situationen wie sie alle aktiven Web-Nutzer aus zahlreichen Beispielen aus Foren, Chats oder aber auch Weblog-Kommentaren kennen: Da nervt einer rum … ein Troll:

In Internet-Medien wie dem Usenet werden Menschen als Troll bezeichnet, die Beiträge verschicken, mit denen sie erkennbar nur provozieren wollen, ohne einen wirklichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Die Beiträge selbst werden meist als Troll, Troll-Post oder Troll-Posting bezeichnet.

Doch, wie soll man mit einem Troll umgehen? Den Beitrag löschen? Da hat der Troll nur drauf gewartet! Er wird sich bitter beschweren und gar von Zensur sprechen. Die Argumente des Troll zu entkräften versuchen? Wow! Das wird schwer … unsachlich vorgetragene Auswürfe wird man kaum durch Sachlichkeit wieder in den Griff bekommen. Darum: Don’t feed the troll! Dem Troll darf man keine Angriffsfläche und keine Plattform bieten. Wenn es irgendwie möglich ist: einfach ignorieren!

In einigen Foren hat sich eine interessante Art der Reaktion auf Trolls eingebürgert. Immer wenn ein Troll auftaucht, wird in der Folge in dieser Betragskette nur noch über Rezepte gesprochen. Auf solchen Trollreaktionen basiert basierte auch mal eine ganzes Kochbuch namens Trollhouse Cookbook.

Wenn ich es mir so recht überlege, ist die Don’t-feed-the-troll-Sache nicht nur was fürs Web, sondern lässt sich sicher auch im alltäglichen Umgang mit unausgeglichenen Menschen gut anwenden.

12seconds.tv – die 12 Sekunden Plattform

12seconds.tv ist im Prinzip der Versuch, die Twitter-Grundidee für das Medium Video zu erschließen. Nur dass hier kein Text, sondern Videos gepostet werden. Und da das mit der Zeichenanzahl bei Videos schlecht funktioniert, stehen einem dort keine 140 Zeichen zur Verfügung, sondern 12 Sekunden.

Ich scheue mich allerdings etwas, 12seconds.tv als Video-Twitter zu bezeichnen. Damit nämlich dessen Nutzer untereinander so interagieren könnten, wie bei Twitter, fehlt 12seconds.tv einfach die Interaktivität. Die Twitter-Nutzer schaffen sich diese über Hashtags, Tiny-URLs, Antworten via @-Replies und Ortsangaben nach dem Muster L:Stuttgart.

Obendrein gibt es noch zahlreiche Dienste, die mit Twitter zusammen genutzt, einen Mehrwert für Twitter ergeben. Prominentes Beispiel hierfür ist twitpic.com, das Twitter-Nutzern indirekt ermöglicht Bilder zu posten. Und ziemlich genau in dieser Liga spielt auch 12seconds.tv. Es erweitert Twitter um die Möglichkeit indirekt eigene Video-Statements zu posten. Auch wenn es etwas eigenständiger daherkommt, da es z.B. auch einige Vernetzungsmöglichkeiten bietet.

Sehr schön finde ich, dass man sich automatisch eine Liste der 12seconds-Nutzer darstellen lassen kann, denen man auch bei Twitter folgt. Typisch für viele Dienste im Dunstkreis von Twitter ist, dass man seine Video-Beiträge automatisch bei Twitter mit Titel und URL posten lassen kann. Zudem kann ein 12seconds-Video auch auf anderen Website eingebunden werden:


Eszet Streusel … neu??? on 12seconds.tv

Standardmäßig nimmt man seine 12-Sekunden-Videos per Webcam auf. Doch Handy-Videos müssen nicht z.B. umständlich via Web-Interface hoch geladen werden, sondern können direkt per E-Mail an den eigenen 12seconds-Account geschickt werden.

Aber bitte frag mich jetzt niemand, wozu man das braucht. Solange es Cricket gibt, bin ich der Meinung, dass auch andere Sachen nicht unbedingt gebraucht werden müssen, um existieren zu dürfen …

A Unit of Knowledge

Gestern hat Google seine Online-Wissensmanagement Knol veröffentlicht. Im Aufbau und den Features ähnelt Knol seinem Konkurrenten Wikipedia. Doch es gibt einige grundlegende Unterschiede:

  • Ein Autor schreibt einen Artikel und kann diesen später selbst bearbeiten. Oder er kann einer Gruppe anderer User das Recht einräumen, diesen zu editieren. Nicht jeder eingeloggte User kann Änderungen vornehmen, wie es bei Wikipedia der Fall ist.
  • Zu einem Knol – also einem Thema – können aber mehrere Artikel angelegt werden. An dieser Stelle befürchtet TechCrunch-Autor Jason Cincaid, dass es zu populären Themen eine wahre Flut von Artikeln geben wird, da jeder, der sein Wissen kundtun möchte, im Worst-Case einen eigenen Artikel schreibt.
  • Autoren können für ihre Artikel angeben, ob die darin enthaltenen Inhalte der Creative Commons-Lizenzen unterliegen sollen oder der restriktiven Copyright-Lizenz, die weiteres Nutzen der Inhalte verbietet.

Durch das Anbieten der Copyright-Lizenz erhofft sich Google laut heise online, auch Experten anlocken zu können, die sonst ihre Texte aus der Angst heraus nicht veröffentlicht würden, ihre Inhalte könnten gestohlen werden. Des weiteren können Autoren mit ihren Artikeln auf Google Knol Geld verdienen, indem sie dort AdSense-Anzeigen platzieren.

Via techcrunch.com und heise.de

Techcrunch sucht User Genereted Web Tablet

Die Autoren von TechCrunch haben in einem Blog-Beitrag ihren Wunsch nach einer einfachen, erschwinglichen und sexy Apparatur geäußert, mit der man im Netz surfen kann und deren Abmessungen an die des MacBook Air angelehnt sein sollen. Obwohl: geäußert trifft es nicht ganz … sie haben ihre Leser aufgefordert, sich konkret an der Entwicklung eines solchen Geräts und der entsprechenden Software zu beteiligen.

Für die Hardware-Produktion haben die TechCrunch-Leute wohl eine Firma am Start … sie sprechen diesbezüglich von einer supply chain management company. Die Spezifikation der Hardware und die Anpassungen von Linux und Firefox würden dann TechCrunch und seine Community übernehmen.

Ein paar Eckdaten: Der gesamte Code soll OpenSource werden. Auf dem Tablet PC soll im Grunde kein Betriebssystem installiert sein, sondern nur direkt Firefox und Skype. Der von Techcrunch vorgeschlagene Name: Firefox Tablet … was aber sicher erst noch mit Mozilla abgeklärt werden muss.
Angedachter Funktionsumfang: So dünn wie möglich, ein Knopf zum Ein- und Abschalten, Audio-Ausgang, integrierte Kamera, Lautsprecher, Mikrofon, WiFi-Schnittstelle, vielleicht ein USB-Port, Akku, ½ Giga RAM, 4 Giga Festplatte. Daten werden ähnlich wie beim iPhone über das TouchPad eingegeben. Außerdem wäre es schön, wenn Skype per VOIP funktionieren würde. Zur Überbrückung von Offline-Phasen soll unter anderem eine Synchronisierung von Google Docs via Google Gears möglich sein.

Das Ziel ist es, ein solches Teil für circa 200$ herzustellen. Es soll ein kleines Team zusammengestellt werden, das sich um die Lösung der Aufgaben kümmert. Mitglieder dieses Teams, die erheblich zu diesem Projekt beigetragen haben, erhalten dann auch die ersten Prototypen zum Testen.
Es gibt bereits solche Tablets, allerdings sind die Teilchen nicht gerade billig. Das TechCrunch Web Tablet soll nicht nur erschwinglicher als eben diese sein, sondern auch portabler und flacher als Tablet PCs.

Hier in der Agentur gibt es schon Stimmen, die verkünden ließen, dass sie sich “des Ding auf jeden Fall kaufen”.

Amazon: Kunden können Artikel per Video bewerten

Keine Ahnung, ob es neu ist, aber mir ist es vorher noch nie aufgefallen und darum tue ich jetzt einfach mal so: Bei Amazon können die Kunden nun die Artikel mit einem Video bewerten. Bisher konnte Kundenrezensionen nur per Text abgegeben werden. Jetzt hat man aber die Wahl, einen Text einzustellen oder ein Video hochzuladen. Bin mal gespannt, was wir da alles so zu sehen bekommen werden …

Barcamp Stuttgart

Logo des Barcamp Stuttgart

Nach dem ich die komplette Woche vom letzten Barcamp geschwärmt berichtet habe, möchte ich heute kurzerhand auf eines der nächsten Barcamps hinweisen:

Vom 26. – 28. September 2008 findet hier in Stuttgart ein weiteres Barcamp statt.

Und da ich Alexa mit ihrer Aussage … “Ich kann jedem nur empfehlen, ein Barcamp zu besuchen!” … absolut recht gebe, sollte niemand aus dem großen Pool der Web-Worker jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen, ohne sich mal ein paar Minuten mit der Möglichkeit einer Barcamp-Teilnahme zu beschäftigen.

Wer nicht nach Stuttgart kommen kann, hat auch noch die Chance auf weitere Barcamps … theoretisch weltweit. Oft sind es auch in irgendeiner speziellen Form orientierte Barcamps. So gibt es z.B. vom 30. – 31. August ein erstes BarCamp für Frauen in München oder vom 1. – 2. November in Berlin ein Barcamp zum Thema Communitys.

Doch nicht nur der Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung sind zentrale Bestandteile eines jeden Barcamps, auch das Kennenlernen von netten, interessanten oder auch einfach nur lustigen bzw. skurrilen Menschen wird einem dort sehr leicht gemacht. Networking at it’s best …

Wir sehen uns ;-)

Barcamp – was is’n das?

Mein Wochenende habe ich in Friedrichshafen am Bodensee auf einem so genannten Barcamp verbracht. Ich möchte hier in der nächsten Zeit einige Infos und Erkenntnisse von und über dieses Barcamp Bodensee veröffentlichen. Mein erster Beitrag zum Thema beschäftigt sich aber damit, was eigentlich so ein Barcamp überhaupt ist. Aber Vorsicht! Es handelt sich dabei um eine durchaus subjektiv gefärbte Darstellung …

Ein Barcamp ist eine Web-Konferenz, die an sich den Anspruch hat, einige Dinge anders und auf unübliche Weise zu machen. Darum spricht man auch von einer „Un-Konferenz“. Das erste, was an einem Barcamp anders ist, es gibt Organisatoren, aber keine Veranstalter. Diese Organisatoren schaffen in aller Regel ehrenamtlich die Rahmenbedingungen. Sie sorgen z.B. für einen geeigneten Ort, die Verpflegung, die notwendige Infrastruktur und an was sie noch immer so ran kommen. Denn bei einem Barcamp soll für die Teilnehmer so viel wie möglich kostenlos sein. Dafür sorgen üblicherweise Sponsoren.

Meist finden solche Barcamps an einem Wochenende statt und werden mit einer kleinen Feier am Freitagabend eröffnet. Samstag und Sonntag finden dann parallel verschiedene so genannte Sessions statt. Session können Vorträge, Diskussionsrunden oder auch einfach nur gemeinsame Unternehmungen sein. Einige dieser Sessions sind vorbereitet, viele werden am jeweiligen Tag spontan ersonnen. Allen gemeinsam ist neben einer offenen und lockeren Atomsphäre, dass nur das angenommen wird, was gefällt. Nach Möglichkeit stehen alle Türen offen und jedem steht es frei, auch mal zwischendrin von einer in die andere Session zu wechseln. Die Themen solcher Sessions können sehr technisch, aber auch philosophisch oder informativ sein.

Und nun noch die Regeln eines jeden Barcamps, die mich irgendwie an die Fight-Club-Regeln erinnern:

  • Regel 1: Du sprichst über ein BarCamp.
  • Regel 2: Du bloggst über ein BarCamp.
  • Regel 3: Wenn du präsentieren willst, schreibst du dein Thema und deinen Namen in einen Präsentationsslot.
  • Regel 4: Du stellst dich nur mit drei Schlagwörtern vor.
  • Regel 5: Es gibt so viele Präsentationen gleichzeitig, wie die Räumlichkeiten erlauben.
  • Regel 6: Es gibt keine vorher festgelegten Präsentationen und keine “Touristen”.
  • Regel 7: Präsentationen dauern so lange, wie sie müssen – oder bis sie sich mit dem nachfolgenden Präsentationsslot überschneiden.
  • Regel 8: Bei deiner ersten BarCamp-Teilnahme musst du eine Session halten. (Okay, du musst nicht unbedingt, aber versuch zumindest jemanden zu finden, um eine gemeinsame Session zu halten oder stell wenigstens Fragen und sei ein aktiver Teilnehmer.)

Hmmm … eine Session habe ich nicht gehalten, aber ein aktiver Teilnehmer war ich bestimmt! Ehrlich …

Demnächst geht es weiter mit meinen persönlichen Eindrücken vom Barcamp Bodensee

Kaffee gewonnen

Kaffee gewonnen

Habe bei einem kleinen Gewinnspiel ein Paket mit Kaffee von sonntagmorgen.com gewonnen. Und heute ist es endlich per Post rein geflogen gekommen. Sehr ansprechend! Bin schon auf den ersten Test gespannt …

Das Gewinnspiel war etwas ungewöhnlicher Art. In meinem Twitter-Netzwerk waren vor einiger Zeit plötzlich immer häufiger seltsame Jugendbilder anstatt der Profilbilder meiner Follower zu sehen. Auf Nachfragen wurde schnell klar, dass es sich um ein kleines Gewinnspiel handeltet. Ein selbst zusammengestellten Kaffee und ein Probierpaket “Weltreise” von sonntagmorgen.com sollte die Person gewinnen, die das horrormäßigste Jugendbild auftreiben konnte. Und siehe da! Ich hab laut einer Abstimmung das schlimmste Jugendbild gehabt. Leider ist es mir aus ethisch-moralischen Gründen untersagt, dass Foto hier nochmals der Öffentlichkeit zu unterbreiten. Aber soviel sei gesagt: Ich war verkleidet! Ja! Bestimmt!

Enkin – Die Realität als Karte

Enkin - Die Realität als Karte

“Was ist das für ein Gebäude da drüben?” Wie wäre es, wenn man die Frage einfach beantworten könnten, indem man sein Handy rausholt, eine kamera-basierte Anwendung startet und die Antwort automatisch auf dem Display hat? Das ist das Prinzip von Enkin … einer Anwendung, die die beiden Studenten Max Braun und Rafael Spring für Android entwickelt haben. Das Prinzip von Enkin erklären Braun und Spring recht anschaulich in einem Video auf enkin.net

Via googlewatchblog.de

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