Archiv der Kategorie "User Generated Content"
Entwickler-Bibliothek von Google
Google hat in seinem Entwicklerbereich code.google.com eine Bibliothek für Web-Entwickler eingerichtet. Bei Google Doctype soll eine Enzyklopädie des “offenen Webs” entstehen, also eine Referenz zu “HTML, JavaScript, CSS, und mehr”. Als Grund, der Masse der Nachschlagewerke für Web-Entwickler ein weiteres hinzuzufügen, gibt Google an, dass die bestehenden Quellen den eigenen Bedürfnissen nicht genau entsprachen. So seien viele der anderen Referenzen “in Stein gemeißelt”, also einmal geschrieben und dann nie aktualisiert worden.
Kernstück der Entwickler-Bibliothek ist somit auch ein Wiki, welchem durch die Mitarbeit von Web-Entwicklern Leben eingehaucht werden soll. Die Inhalte der Bibliothek stehen dann unter einer Creative-Commons-Lizenz.
Bin mal gespannt, ob sich dieses Wiki etabliert. Google ist ja zumindest dafür bekannt, dass die sich für guten und sauberen Code im Web stark machen.
von Matthias Zellmer
Social Media Optimization – wichtig wie SEO?

Habe gerade endlich mal den Artikel über Social Media Optimization (SMO) auf zweinull.cc gelesen, den ich schon seit einiger Zeit in meinem Google Reader markiert habe. Ich bin echt froh, dass ich jetzt einen Namen für das Phänomen kenne, dass ich schon länger irgendwie teils unterbewusst und teils bewusst wahrgenommen habe.
Laut Martin Weigert von zweinull.cc soll
Mit Social Media Optimization [...] erreicht werden, dass im Netz über einen gesprochen wird.
und
Ein Onlineanbieter, der seine Seite für soziale Medien optimieren möchte, will diese nämlich nicht nur möglichst viral gestalten, sondern auch erfahren, welche Auswirkungen seine Maßnahmen haben.
Heißt also, dass es nicht mehr reicht, die Struktur einer Website suchmaschinenoptimiert (SEO) zu gestalten und so ‘nen Kram, sondern, dass man auch bloggen, eine Facebook-Präsenz, RSS-Feeds anbieten und ein Widget für Netvibes liefern muss, um im Web noch wahrgenommen zu werden. Aber zudem muss man auch alle diese Maßnahmen ständig überprüfen und weiter am Köcheln halten. SMO ist nicht so leicht zu haben, wie SEO. Aber wer es richtig macht, hat alle Chancen sich von seinen Wettbewerbern abzusetzen.
SMO bedeutet aber auch für viele, die im Web in irgendeiner Form Erfolg haben wollen, dass sie loslassen können müssen. Das man Alles unter seinem Portal subsumieren und damit kontrollieren kann, die Zeiten sind vorbei. Nun gilt es sich zu öffnen, loszulassen. Ob das jeder kann? Und will? Und zudem gibt es im Bezug auf SMO noch eine grundlegende Erkenntnis, die auch René Seifert von Holtzbrinck eLab postuliert:
Ehrlich währt am Längsten
von Matthias Zellmer
Deine EM … Dein EM-Song
Nicht nur weil die Aktion von ein paar Freunden rund um unseren Simon stammt, sondern weil ich die Idee ziemlich witzig und das Lied auch echt gut finde, möchte ich hier und jetzt den Besuch und das Mitmachen bei Deine EM empfehlen.
Die Idee dahinter:
Das längste EM Lied aller Zeiten dauert so lange wie ein Fußballspiel. Schreibt uns 4-Zeiler über die deutsche Mannschaft und stellt sie auf www.deine-em.de der Voting-Gemeinde zur Verfügung. Die 4-Zeiler mit den besten Bewertungen schaffen es dann auf die erscheinende Doppel CD. Das Lied und der Refrain stehen bereits und die besten 4-Zeiler werden dann von der Fraktion neu aufgenommen.
Gute Sache, oder?!
von Matthias Zellmer
jiffr – Flirten via Flickr
Witzige Idee: Man sammelt ein paar Flickr-Bilder zusammen, die einen charakterisieren und wenn das Set jemandem zusagt, dann trifft man sich. So hab ich das Grundprinzip von jiffr zumindest verstanden.
Web2.0 at it’s best …
von Matthias Zellmer
OpenStreetMap
Was Wikipedia für das Wissen der Welt ist, ist OpenStreetMaps für die Geo-Informationen: Unter einer freien Lizenz und von Nutzern generiertes Karten-Material. Denn solches Material ist üblicherweise nicht frei erhältlich und wie OpenStreetMap ausführt:
Wer eine Anfahrtskizze auf die Homepage stellen oder in ein Druckwerk einbinden möchte, kann dies eigentlich nur durch das Einkaufen einer (unter Umständen sehr teuren) Lizenz von kommerziellem Kartenmaterial tun.
Ähnliches gilt für Forschung und Lehre. Wer für den Unterricht eine Wahlkreiskarte oder dergleichen benötigt, muss oft auf kommerzielle Daten zurückgreifen – oder begibt sich unter Umständen auf juristisches Glatteis.
Im Kern geht es beim OpenStreetMap-Projekt um Straßendaten. Aber auch Fuß- und Waldwege, wie Eisenbahnstrecken, Gewässer, bebaute Flächen bis hin zum Ski-Lift sollen in der Gemeinschaft möglichst weltweit und möglichst vollständig kartografisch erfasst werden.
Also, wer zu Weihnachten ein teures GPS-Gerät geschenkt bekommen hat, sollte nun auch einen wirklich sinnvollen Einsatzzweck gefunden haben. Denn um zum Projekt beizutragen, kommt man um die Erkundung der jeweiligen Orte wohl nicht herum. Alles andere ist lizenz-rechtlich nicht erlaubt.
Via: iX Magazin für professionelle Informationstechnik, Ausgabe 05/2008, S. 96, “Freies Landkartenprojekt: OpenStreetMap”
von Matthias Zellmer
behaupte.es – Herrlich unkorrekt
Früher, ja, früher sind wir noch jeden Tag 20 Kilometer durch den Regen zur Schule marschiert, wurden vom Lehrer verprügelt und waren dankbar für einen Keks, da war an Thesen gar nicht zu denken
oder
3-4 Kisten Cola haben angeblich die gleiche Wirkung wie 130 Tassen Kaffee.
Über solche und noch ganz andere Behauptungen kann man auf behaupte.es abstimmen. Aber auch eigene Behauptungen kann man dort einstellen. Sehr spaßig das Ganze … sehr!
Noch einen zum Abschluss:
fritz cola verhält sich zu coca cola wie linux zu windows
von Matthias Zellmer
CushyCMS – CMS für statische Websites
Mir sind spontan zwei Anwendungsfälle für CushyCMS eingefallen. Mit CushyCMS kann man zum Beispiel eine bestehende statische HTML-Website zu einer systembasierten umgestalten. Auch können mit diesem CMS kleinere Web-Projekte umgesetzt werden, die im Kern statische Seiten enthält und etwa der News-Bereich leicht angepasst werden soll.
Denn darum geht es bei CushyCMS (cushy … zu deutsch: angenehm, bequem, leicht): Man kann leicht einen bestimmten Bereich einer Website zu einem editierbaren Bereich deklarieren und dann via CushyCMS die dortigen Inhalte (Texte, Bilder, …) austauschen. Man muss dem Bereich lediglich ein CSS-Klasse class='cushycms' oder eine Wrapper-DIV mit dieser Klasse geben, schon kann die im CushyCMS eingeloggte Website angepasst werden. Wie einfach das geht, zeigt ein kleiner Demo-Film auf cushycms.com.
CushyCMS ist natürlich für anspruchsvollere Projekte nicht geeignet, aber für vielen kleinen Websites da draußen, ist eine solches einfaches System vielleicht genau das Richtige, um mal wieder etwas mehr Aktualität ins Web zu bringen. Denn wie oft hab ich schon von Leuten gehört, dass sie ihre Website nicht aktualisieren, weil es ihnen gerade zu viel Aufwand ist. Schade, dass ich gerade meine private Website zellmi.de auf WordPress umgestellt habe, wäre ein perfektes Test-Umfeld gewesen …
von Matthias Zellmer
Starbucks startet soziales Netzwerk

Oft sieht man im Starbucks Leute mit ihren Notebooks sitzen. Die Frage, was sie dort außer Kaffee zu trinken tun, dürfte in Zukunft leicht zu beantworten sein: Sie optimiere im Starbucks-eigenen Social Network My Starbucks Idea die Leistungen und Angebote des Mega-Kaffeehauses. Eine interessante Idee …
Via: digital:next
von Matthias Zellmer
Erfolgreiche Communities – Ein Veranstaltungsbesuch
Gestern Abend habe ich mal wieder eine Veranstaltung der MFG Baden-Württemberg besucht. Dieses Mal war das Thema “Erfolgreiche Communities: Auf was es wirklich ankommt!”. Als Referenten konnte die MFG drei Vertreter von namhaften Communities mit Sitz in Baden-Württemberg gewinnen können.
Den Anfang machte Markus Hofmann, Projektleiter von fudder.de aus Freiburg. fudder ist eine Grimme Preis dekorierte regionale Community, die ihren Schwerpunkt auf lokale Themen aus dem Raum Freiburg legt. Betreiber von fudder ist die Badische Zeitung. Ein gerade im Rahmen der Finanzierungfrage interessanter Aspekt. Die Macher haben mit einem so starken … und wohl auch langmütigen … Partner im Rücken augenscheinlich mehr Ruhe und Muse, diese Community sukzessive auszubauen und voranzutreiben. Hofmann betonte aber, dass sie lange bewusst auf eine Unterstützung der Zeitung im Bezug auf eine Vergrößerung ihres Bekanntheitsgrads verzichtet haben. Grund war wohl, dass die Zeitung als eher konservativ gilt und fudder im Kern ein junges Publikum ansprechen will.
Als nächster Referent war Christian Angele an der Reihe. Er ist Geschäftsführer des Gesundheitsportals imedo aus Stuttgart. imedo bietet eine Plattform für Menschen die sich rund ums Thema Gesundheit austauschen und vernetzten wollen. imedo ist übrigens fremdfinanziert und steht damit diesbezüglich im Kontrast zur Community des dritten Referenten des Abends.
Jens Kammerer, Gründer und Managing Director der KWICK! Community aus Weinstadt betonte, dass KWICK! sich komplett selbst finanziert. KWICK! ist eine … nein … nach eigenen Angaben “Die Erlebnis-Community”. Schwerpunkte sind neue Freunde finden, Spaß und Unterhaltung. KWICK! ist aus einem reinen Studentenprojekt entstanden und ist damit unter den vorgestellten die einzige wirklich gewachsene Community. Welche Vor- und Nachteile eine solche Community gegenüber den neuen, am Reißbrett entstandenen hat, wurde von den Referenzen offen gelassen.
Jeder der Referenten ging kurz auf seine Community ein, ihre jeweilige Geschichte, Ausrichtung und Schwerpunkte. Die titelgebende Frage des Abends drehte sich dann um die Erfolgsgeheimnisse der jeweiligen Communities. Und was nicht weiter überraschte, für alle drei Referenten spielen die User eine extrem zentrale Rolle beim Erfolg ihrer Community. Zentral auch im Betreuungsbedarf durch die Betreiber. Ein Punkt, der bei der Planung einer Community gerne mal vergessen oder als nicht so bedeutend angesehen wird.
Eine erfolgreiche Community muss laut Markus Hofmann von fudder folgende Aspekte beinhalten:
- Regeln
- Schiedsrichter
- Trophäen
- Bestenlisten
- Leidenschaftliche Fans
- Austausch- und Interaktionsmöglichkeiten
Er betonte noch, dass man die üblichen Störenfriede unbedingt mit Nichtachtung strafen sollte. Er formulierte das folgendermaßen:
Don’t feed the trolls!
Christian Angele von imedo stellte besonders die Bedeutung von regionalen Aspekten auch bei einer im Prinzip weltweit zugänglichen Community heraus. Zudem riet er jedem, der sich mit dem Gedanken trägt eine neue Communtiy aufzubauen, deren Ziele eindeutig zu definieren und zu formulieren.
Bei KWICK! fand ich besonders beeindruckend, dass sie es geschafft haben, den Mobilfunk-Anbieter O2 dazu zu bringen, dass deren Kunden kostenfrei auf KWICK! zugreifen können. Solange es noch keine wirklich sorgenfrei bezahlbaren mobilen Datentarife gibt, ein echter Wettbewerbsvorteil. Und sollten solche Tarife dann flächendeckend bei den Kunden angekommen sein, so hat KWICK! mit Sicherheit schon einige wertvolle Erfahrungen mit einer mobilen Community sammeln können. Noch ein Wettbewerbsvorteil.
In der abschließenden Diskussion kam noch ein interessanter Aspekt zur Sprache. Die kritische User-Masse für eine nicht-regionale Community sahen die Referenten bei ca. 50.000 Usern. Davon müssen mindestens 500 so genannte Heavy User sein. Auch interessant: Kammerer schätze, dass bis man diese kritische Masse erreicht hat, man pro User gut 3-4 Euro an anfallenden Kosten rechnen muss. Eine schöne Stange Geld.
von Matthias Zellmer
werkenntwen hat ein Problem
Laut einem Bericht im kostenpflichtigen iBuisness-Portal, hat mein Lieblingsfreizeitnetzwerk werkenntwen.de zwar inzwischen seine Reichweite über die Millionen-Nutzer-Grenze hieven können. Aber die durchschnittliche monatliche Verweildauer pro Nutzer ging hingegen von 180 Minuten auf 168 Minuten zurück.
Ein Indiz, dass werkenntwen.de … wie sicher auch andere soziale Netzwerke … auf Dauer mehr bieten muss, als die üblichen Vernetzungs- und Kommunikationsmöglichkeiten. Eine deutliche Herausforderung an die Macher solcher Portale. Was kann man den Nutzern neben Gruppen, Blogs und Nabelschau noch bieten? Ist hier der Facebook-Ansatz vielleicht auch auf andere Netzwerke portierbar. Also dass die Nutzer sich gegenseitig mit der Nutzung der zu Hauf vorhandenen facebook-internen Widgets beschäftigen. Doch die wenigsten Netzwerke werden es (sich) leisten können, wie Facebook eine eigene API zu entwickeln. Eine Chance für das Googles OpenSocial-Projekt? Zumal nun mit Yahoo! der nächste Web-Riese sich anschickt, OpenSocial zu unterstützen.
Es kann also nicht schaden, wenn sich die Macher von sozialen Netzwerken mal mit solchen Themen wie Mikro-Applikationen bzw. Widgets im Allgemeinen und OpenSocial im Speziellen auseinander setzen.
von Matthias Zellmer








