Archiv der Kategorie "Web2.0"

Mister Wong stellt sich neu auf

In seinem offiziellen Blog, hat der deutsche Social-Bookmarking-Anbieter Mister Wong grundlegende Änderungen angekündigt.

D.h. zum einen steht uns wohl ein umfangreicher Relaunch bevor. Zum anderen hat Mister Wong eine Art Link-Prüf-Redaktion aufgebaut. Dabei geht es aber nicht … oder maximal am Rande … darum, Spam- oder sonstige unerwünschten Links auszuschließen (dafür dass z.B. SEO-Links bei Suchmaschinen keine Wirkung haben, hat Mister Wong schon vor Jahren mit der generellen Link-Kennzeichnung “nofollow” gesorgt), es geht viel mehr darum, empfehlenswerte Webseiten “von Hand” zu prüfen und sie dann auch wieder für Suchmaschinen sichtbar zu machen. Mister Wong spricht hierbei von “Trusted Links” und weißt sogleich darauf hin, dass Anträge hierfür können nicht eingereicht werden können.

Ich frag mich nur, was das Geschäftsmodell hinter den “Trusted Links” ist? Denn irgendwie muss diese Redaktion ja finanziert werden.

Keine Pakete, um der Pakete willen

In meiner CD-Sammlung befinden sich reichlich CD-Sampler, welche ich vor allem in den 1990ern zahlreich gekauft habe. Da waren oft gleich mehrere Lieder einer Musikrichtung von Künstlern drauf, für deren komplettes Album ich kein Geld ausgeben wollte. Mal ganz abgesehen von den Maxi-CDs, die ich generell für viel zu überteuert hielt. Auch in meinem Besitz sind einige Lexika. Zum Teil machen die sich sogar ganz gut in meinem Bücherregal. Ach ja, eine Zeitung hatte ich früher auch mal abonniert. Sowie auch mal die eine oder andere Zeitschrift.

Der eine oder die andere hat sicher schon gemerkt, worauf das ganze hinauslaufen soll. Genau: Auf MP3-Downloads, Wikipedia und Blogs. Aber nur am Rande. Eigentlich geht es eher um Lieder und Artikel. Und noch genauer geht es um kleinste Einheiten. Aber auch um die Transport-Medien für diese kleinsten Einheiten.

Das Internet ist als Netzwerk-Medium und in seiner Gesamtheit ein sehr sehr großes. Einer seiner zentralsten Bestandteile ist das WWW, welches aus Dateien und Hypertext-Seiten besteht, die ihrerseits natürlich auch wieder Dateien sind. Worauf ich aber hinaus will: Das WWW ist von seiner Grundstruktur auf kleinste Einheiten ausgerichtet.

War es in der Zeit vor dem Web mehr als sinnvoll Pakete (CDs, Bücher, Zeitungen, …) zu schnüren, so ist es jetzt nicht mehr notwendig. Es ist möglich und in Einzelfällen sogar gut und schön, aber ein Geschäftsmodell würde ich nicht mehr darauf aufbauen.

By the way: Dass die Basis der Datenübertragung des Internets so genannte IP-Pakete sind, nehme ich jetzt einfach mal als technologische Ironie, die es auszuhalten gilt, wenn man anfängt solche bildhaften Vergleiche zu konstruieren …

off - ,
23. März 2010
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Thomas Knüwer erläutert den Medienwandel … und mehr

Zufällig wurde ich heute morgen per Twitter auf den Livestream der Eröffnung von der Tagung Web 2.0 in der politischen Bildung aufmerksam gemacht. Ich habe mir dann spontan die Zeit genommen und den Teil angesehen, in der Thomas Knüwers den Medienwandel erläutert – ab ca. 14 min 00 sec … einfach den Pin auf der Zeitleiste dort hinziehen ;-)

Selten hab ich so gut, so viel über das gehört, was gerade mit unsere Gesellschaft passiert. Nehmt euch die Zeit und schaut auch dieses Video an!

– Update –

Sorry, aber heute und morgen gibt es anscheinend “nur” Livestreams von der Tagung. Aber später sollen auf der zugehörigen Archiv-Seite die aufgezeichneten Videos verfügbar sein. Ich werden den Beitrag dann noch mal updaten.

– Update 2 –

Okay, so richtig schlau werde ich aus dem was uns make.tv da als Embed-Video liefert nicht. Derzeit (9.2.10 – 13:45) ist das ursprüngliche Video wieder zu sehen. Ich bleib am Ball …

Sammelstelle für Web Event Termine

webeventtermine

Oh! Wenn da mal wieder was in der Art ist, dann sag mal Bescheid“, so etwas in der Art höre ich regelmäßig, wenn ich Menschen mal wieder von einem Barcamp oder einer anderen Veranstaltung rund ums Thema Web berichte. Ich wiederum erfahre von Terminen der Web Szene in Deutschland und Umgebung entweder via Twitter oder seit ich den betreffenden RSS-Feed abonniert habe, von webeventtermine.de.

Die Website ist sicherlich nicht vollständig, zum Beispiel wird nicht über die pl0gbars informiert, aber ich habe die Beobachtung gemacht, dass es immer mehr Termine gibt, die dort aufgelistet werden. Vor allem die Barcamps und barcampartigen Veranstaltungen im deutschen Sprachraum werden auf webeventtermine.de fast alle aufgeführt.

Neben dem angesprochenen RSS-Feed, kann man dort übrigens auch noch den zugehörigen iCal-Kalender mit allen Terminen abonnieren.

PaperC ist Start-up des Jahres 2009

paperc_2009

Die Dokumentenplattform für Fachbücher paperC ist von einer Jury im Auftrag von deutsche-startups.de zum Start-up des Jahres 2009 gekürt worden.

Das Konzept ist eigentlich recht einfach. Alle derzeit über 1400 Fachbücher im paperC-Portfolio, kann man als registrierter User komplett kostenlos lesen. Will man mehr, wie etwas ausdrucken, als PDF-Dokument abspeichern oder online mit Notizen und Markierungen versehen, greift das Freemium-Geschäftsmodell der Leipziger paperC-Gründer. Man kann sich dann die betreffende Seite oder Seiten für jeweils 10 Cent pro Seite kaufen und kann dann das zuvor Beschriebene damit tun.

Man meint erst gar nicht, dass so ein Modell funktionieren kann. Aber wie an der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Fachbücher zu sehen ist, sind wohl auch die Verlage mit den über paperC zu generierenden Umsätzen zufrieden. Und in Anbetracht des allgemeinen Mangels an funktionierenden Web-Geschäftsmodellen, die der Verlagsbranche zur Verfügung stehen, sollten sich die Verlage mal genau überlegen, zu welchem Mehrwert ihre Produkte über das schlichte Im-Web-Dargestellt-Werden, noch gut sind. Zudem ist paperC auch wieder ein gutes Beispiel, dass die etablierten Medienpakete, wie CDs, Zeitungen und in diesem Fall Bücher, den Nutzern oftmals zu groß sind.

Putpat – personalisiertes Musikfernsehen

putpat

Am Wochenende habe ich eine Einladung zum Beta-Test von Putpat abstauben können. Putpat ist im Prinzip MTV2.0 … oder will es mal werden. MTV, weil Musiksender und 2.0 weil personalisierbar.

Mein erster Eindruck ist schon mal ziemlich gut. Nach der Anmeldung fragt Putpat einen nach seinen Lieblingsinterpreten. Je mehr Zeit man sich dafür nimmt, desto besser soll anschließend die Musikauswahl passen, die in seinem persönlichen Channel automatisch gespielt. Neben dem eigenen Channel, gibt es dann noch einige andere, wie zum Beispiel Charts, 2Rock oder Jazzting.tv.

Die Aufmachung von Putpat gefällt mir übrigens ausgesprochen gut. Lässt man es einfach nur laufen, wird großflächig einfach nur das jeweilige Video abgespielt:

putpat_bsp

Doch lässt sich mit einer einfachen Bewegung der Maus einiges aus dem System rauskitzeln. Da lassen sich unter anderem die Lieder bewerten und damit die automatische Auswahl optimieren, Channels wechseln, Infos zu den Interpreten ansehen und persönliche Einstellungen vornehmen.

putpat_bsp1

Die Darstellung bei Putpat ist komplett Flash-basiert. Und es ist mehr als deutlich, dass Putpat eindeutig für das internetfähige Mediacenter im Wohnzimmer konzipiert wurde … alles ist auf eine große Darstellung ausgelegt. Aber es gibt auch die Darstellungsvariante eines Miniplayers und auf meinem großen Monitor kommt es auch schon ganz gut rüber.

Ganz klassisch kommt jedoch ein Teil des Geschäftsmodells daher. Ab und an kommt zwischen zwei Videos eine Werbeeinblendung. Zumindest ist es wohl so geplant. Bei mir kam bisher nur ein schwarzer Bildschirm mit dem kleinen Vermerk “Werbung” dran. Es gibt aber auch eine Affiliate-Lösung, mittels der man die Titel bei Amazon kaufen kann.

Nach den ersten Minuten gefällt mir Putpat. Zwar ist die Qualität der Videos nur okay … weit weg von HD. Und auch die automatisch auf meinen Geschmack optimierte Musikauswahl ist ein wenig einseitig. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Videoangebot noch nicht so umfangreich ist. Doch kann ich mir gut vorstellen, dass Putpat sich zu einer ernsthaften Alternative zu MTV, VIVA und Co mausern könnte. Wenn auch jetzt einiges noch ziemlich beta ist …

Professor Peter Kruse über die Revolution 2.0

Der Mann sieht gar nicht aus wie ein Digital Native. Zum Glück. Vielleicht hören Professor Peter Kruse dann auch mal Leute, zu die das ganze Social Networking Zeugs für total überbewertet halten. Denn er erklärt plausibel, warum die Netzwerkkultur die Gesellschaft fundamental verändern wird.

Die zum Vortrag gehörenden Folien gibt es hier:

Lpr Forum Medienzukunft

Gefunden im Projektmanagement Blog

Via Google-Konto anmelden

viagoogleanmelden

Eine weitere Hürde zur Vereinfachung der Web-Welt ist genommen. Jetzt kann man sich auch mit seinem Google-Konto bei anderen Diensten anmelden.

Die Idee ist nicht neu. Initiativen wie openID gibt es schon seit Jahren und andere namhafte Unternehmen wie Yahoo und Facebook bieten die Möglichkeit, sich nicht explizit bei jedem neuen Web-Dienst anmelden zu müssen, auch schon länger an. Statt dessen kann man einfach einen seiner bestehenden Accounts bei einem der unterstützten Anbieter bzw. Dienste nutzen.

Ein Beispiel für einen Web-Dienst, bei dem man sich neuerdings via Google-Konto anmelden kann, ist der Meta-Adressbuch-Dienst Plaxo. Dort ist es allerdings auch möglich, sich über seinen Yahoo-Account oder auch über eine openID anzumelden.

Diese Art sich bei einem neuen Dienst anzumelden, hat vor allem zwei Vorteile. Zum einen muss man sich weniger Zugangsdaten merken, und zum anderen liegen die eigenen personenbezogenen Daten nur noch bei einem Anbieter. Beziehungsweise bei einem Anbieter weniger …

04. November 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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