Tele-Human: Uni-Projekt macht 3D-Videophonie möglich
Das Labor für Human Media der Queen’s University in Kingston, Kanada hat Tele-Human entwickelt. Ein 3D-Video-Projektor, der es möglich macht, mit Menschen in etwa in Originalgröße zu videophonieren. Die Forscher spielen auf ihrer Website selbst auf das an, an was viele dabei sofort denken: Das ist ja fast schon Star-Trek-würdig.
Zudem stellt das Video oben auch eine Software namens BodiPod vor. Dabei handelt es sich um einen 3D holographic anatomical browser, mit dem sich unterschiedliche menschliche bzw. menschenähnliche Anatomien darstellen lassen.
Scotty … beam me up!
von Matthias Zellmer
Mit 3D-Brille 3D-Youtube-Filme in 3D sehen
Wer in letzter Zeit mal im 3D-Kino war könnte enttäuscht sein, aber es scheint mir auch nur ein Anfang zu sein: Auf Youtube kann man auch 3D-Videos sehen. Einfach mal in der Youtube-Suche yt3d:enable=true eingeben und mit einer 3D-Brille (z.B. aus der c’t 15/06) das eine oder andere Machwerk betrachten.
Via n-tv.de
von Matthias Zellmer
Microsoft Photosynth für alle
Photosynth ist schon länger als eine Anwendung bekannt, bei der aus vielen Einzelbildern ein Panoramabild zusammengesetzt wird, durch das man sich dann frei bewegen kann. Die Bilder werden dabei nicht verbogen, um sie zusammenzufügen, sondern an den Stellen zusammengesetzt, an denen Überlappungen vorhanden sind. So schafft Photosynth mehr oder minder räumliche Panoramen. Für jedes Synthy (so werden die Panoramen genannt) wird prozentual angezeigt, wie vollständig die zugehörige Bildersammlung ist.
Nun hat Microsoft seinen Panoramendienst Photosynth in eine interaktive Web-Anwendung verwandelt. Bisher konnten User lediglich einige Panoramen betrachten, die von Microsoft zur Verfügung gestellt wurden. Jetzt kann jeder selbst Panoramen erstellen.
Microsoft empfiehlt, Panoramen aus Bildersammlungen von 20 bis 200 sich überlappenden Bildern zu erstellen. Dafür stehen jedem User vorerst 20GB Online-Speicher zur Verfügung.
Voraussetzungen für die Nutzung von Photosynth ist als Betriebssystems Windows XP oder Vista und als Browser Internet Explorer 7 oder Firefox ab Version 2. Außerdem muss das Photosynth Browser-Plug-In installiert werden, um den Dienst nutzen zu können.
Ich finde den Dienst schon irgendwie beeindruckend. Auch wenn er bei mir recht langsam funktioniert – woran bestimmt aber auch mein Rechner und dessen grafische Kapazitäten Schuld sind.
Aber einige Dinge vermisse ich noch:
- die Lokalisierung der einzelnen Panoramen auf einer Karte oder ähnliches
- die Möglichkeit, bereits vorhandene Panoramen durch eigene Bilder ergänzen zu können
Bleibt abzuwarten, ob sich diesbezüglich noch etwas tut …
via heise.de
Noch am Rande: Nicht nur Startups, sondern auch global Playern wie Microsoft passiert es, dass nach dem Launch eines Services die Server in die Knie gehen… (via techcrunch.com)
von Katrin Schneider
Livley – Googles Welt
Vergangenen Mittwoch hat auch Google unter dem Namen Lively eine virtuelle Welt veröffentlicht. Lively wurde wie so viele andere Google-Produkte im Rahmen der 20%-Zeit geschaffen. Sofort nachdem Lively gelauncht war, wurde auch schon der Vergleich mit Second life bemüht. Ein Vergleich, der zwangsläufig kommen musste … und leider (noch) etwas hinkt.
Lively ist nämlich keine zusammenhängende Welt, sondern setzt sich aus Räumen zusammen. Durch diese Räume … sorry: Rooms … kann man sich bewegen und dort mit anderen kommunizieren. Diese soziale Komponente … wie sollte es in Zeiten des Web2.0 auch anders sein … darf natürlich eben so wenig fehlen, wie dass man zusätzlich Kontakte z.B. aus Picasa und YouTube übernehmen kann.
Das ist aber nicht die einzige Schnittstelle zu anderen Web-Anwendungen. Auch Avatare aus Second life können in Lively genutzt werden, da es den Second-life-Machern von Linden Labs in Zusammenarbeit mit IBM gelungen ist, die dort kreierten Avatare auch für andere 3D-Welten verfügbar zu machen. Und damit wird ein weiteres Mal deutlich, dass es sich bei Interoperabilität und vor allem bei Data Portability um mehr als aktuelle Web-Trends handelt. Sie sind zentraler Bestandteil der “nächsten Ausbaustufe” des Webs. Da bin ich mir sicher …
Leider konnte ich mich in Lively bisher noch nicht richtig einrichten, aber wenn ich Zeit und Muse finde, dies zu tun, werde ich hier berichten …
Auch via thenextweb.org
von Matthias Zellmer
Nicht radioheadish genug?
Robert Hodgin von flight404 macht im Rahmen des radiohead Video Contests ein wunderbares Video zu Weird Fishes: Arpeggi – und reicht es nicht ein.
…after watching and watching, I realized my piece has nothing to do with Radiohead at all. You could swap it out with any electronica song and it would actually fit a little better. My piece just doesn’t feel Radioheadish.
Die Besucher von fligh404 sehen das allerdings gänzlich anders, woraufhin Robert sich doch noch dazu hinreißen läßt, das Video einzusenden. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein wunderbares Video sondern sogar außerordentlich radioheadish, basiert das komplette Werk doch auf einem per beat detection ermittelten Datensatz, der anschließend mit processing visualisiert wurde. Ohne Storyboard, ohne Nachbearbeitung, ein “generatives Musikvideo”.
Firstly, its got some mad crazy super duper beat detection going on. … Secondly, it is Processing from start to finish. There is no post processing (oooh, a literal pun!) or editing after the fact. I import the audio data from the analysis, augment it with the direct FFT data from the Sonia analysis, press play, and after it is done, I have the finished piece.
Sehr beeindruckend und zudem nicht das einzige seiner Art. Hier gibts mehr Informationen zur Entstehung des Videos.
Weird Fishes: Arpeggi from flight404 on Vimeo.
via Jung v. Matt
von Artur Richter
Trickfilmfestival Stuttgart

Heute Abend ist es endlich soweit: Das langersehnte Internationale Trickfilmfestival Stuttgart öffnet seine Leinwände, für mich persönlich immer eines der Highlights im nicht mehr ganz so jungen Jahr und gleichzeitig der zuverlässigste Indikator für den bevorstehenden Sommer. Wie jedes Jahr gibt´s ein mächtiges Programm, dass buchstäblich aus allen Nähten platzt und für jeden Liebhaber des Trick- und Animationsfilms etwas Interessantes bieten dürfte: Vom hochgezüchteten CGI-Schlachtschiff über klassischen Zeichentrick und Anime bis zur Puppenanimation Lettlands. Im Open Air Kino am Schlossplatz kann man sich, auf die mitgebrachte Decke gebettet, abendfüllende Werke wie Die Simpsons oder Persepolis an lauen Sommerabenden für Lau anschauen.
Link: www.youtube.com
Im Netz ist das Festival leider noch nicht so recht angekommen. Der Website mangelt es an Übersichtlichkeit und Struktur, von brauchbaren URLs und Permalinks hat man auch noch nichts gehört und eine simple Programmübersicht, z.B. als PDF-Download sucht man vergeblich. Man sollte für die Auswahl seiner Programmpunkte also genügend Zeit und Geduld mitbringen oder sich gleich einen gedruckten Festival-Guide besorgen. Lobenswert: Es gibt einen Blog, auf dem uns der gute Tim mit Frischem aus erster Hand versorgt.

Ganz besonders freut mich aber, dass dieses Jahr das famose Bitfilmfestival aus Hamburg mit im Boot ist. Hier dreht sich alles um den digitalen Film, aufgeteilt in sechs Kategorien:
3D SPACE AWARD (computer-generierte 3D-Animationen), FX MIX AWARD (Filme in digitaler Mischtechnik), FLASH AWARD (mit Flash hergestellte Vektor-Animationen ), MACHINIMA AWARD (Filme, die live in Computer-Spielen gedreht werden ), MOBILE AWARD (Filme und Serien für mobile Endgeräte), REALTIME AWARD (Animationen, die in Echtzeit entstehen). Darüber hinaus gibt es Workshops und Symposien, z.B. “Making the Best of the YouTube-Age”. Und falls man es nicht zum Festival schafft, kann man sich alle Filmbeiträge auch gemütlich mit einer Tonne Chips im Arm zuhause am Rechner anschauen und auch noch gebieterisch den Daumen heben (oder senken). So lobe ich mir das. Der sehr gelungene Trailer kommt übrigens von unexpected
Link: www.youtube.com
von Artur Richter
PicLens evolutioniert die Bildersuche
Eigentlich bin ich kein großer Freund von polierten, spiegelnden Oberflächen, so langsam hat man sich nun wirklich daran satt gesehen. Aber okay okay, dies hier ist eine Ausnahme. Mir ist bisher kein Firefox-Plugin untergekommen, das mich derart beeindruckt hat. PicLens generiert aus Bildarchiven wie Flickr, Photobucket, Picasa oder einer beliebigen anderen Website dreidimensionale Bildwände die nicht nur nett anzusehen sind, sondern sich auch flüssig und einfach navigieren lassen – vorausgesetzt der Rechner verfügt über die angemessene 3D-Leistung. Dann macht es aber richtig Spaß, durch Unmengen von Bildern zu fliegen.
Wenn man nun noch die Möglichkeit bekäme sich über dieses Interface schnell und einfach Bilder zu merken und eigene Lightboxen zu erstellen wäre ich noch ein Stückchen glücklicher. Trotz spiegelnder Oberflächen.
via basicthinking und vor Ewigkeiten auf dem D:BUG Blog
von Artur Richter
Fabbern?! Ich druck mir meine neue Tasse
Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob “Fabbern” wirklich der korrekte Begriff ist, aber er könnte sich irgendwann man genauso im allgemeinen Sprachgebrauch einbürgern, wie “Googlen” oder “Bloggen”. Hinter dem Begriff steht das Rapid Prototyping, auch 3D-Drucken genannt. Ein Thema, dass mich schon länger fasziniert, wie auch an einem früheren Artikel darüber zu sehen ist.
Nun bin ich bei Jochen Krisch, dem Herausgeber des Exciting Commerce Weblogs, wohl auf einen Gleichfaszinierten gestoßen. Er hat sich schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt:
- 3D-Printing: Umfrage zu den Marktperspektiven im Rapid Manufacturing (05.02.2008)
- Fabbaloo: Der ultimative Blogtipp für 3D-Druck-Freunde (08. 01.2008)
- 3D-Druckereien für virtuelle Figuren im Überblick (27. 12.2007)
- FigurePrints: 50.000 Vorbestellungen für 3D-gedruckte World of Warcraft-Figuren (23.12.2007)
- xtv: Der Produktprinter von Desktop Factory in Aktion (23. 08.2007)
Noch wirken die Endprodukte z.B. des 3D printer der Desktop Factory (Video) etwas ungelenk, aber um bspw. am Heiligabend noch ein paar selbstgestaltete Anhänger für den Weihnachtsbaum auszudrucken reicht es sicher. Gut, ich muss zugeben, dass das Teil dafür noch etwas zu teuer ist. Aber das waren Tintenstrahldrucker, Handys und Digitalkameras am Anfang auch.
von Matthias Zellmer
Schädlinge sichtbar gemacht
Alex Dragulescu hat sich in seinen beeindruckenden Arbeiten der Visualisierung allerlei schadhaften Gekreuchs verschrieben. Viren, Trojaner, Würmer und Spam bilden unter anderem das Datenmaterial seiner ästhetisierten Renderings. Es gibt eben doch das Gute im Schlechten.
via plockhead
von Artur Richter
iFlip

David Aronson und Juri Zaech, beides Studenten an der Miami Ad School Europe, haben die Möglichkeiten der berührungssensitiven Fläche des iPhones erkundet und für Vans ein interessantes Spielkonzept namens “finger fracture” (hier, hier und hier) entwickelt. Ähnlich der Tony Hawk Skateboarding-Reihe, steuert man seinen Skateboarder durch einen Funpark. “Gefahren” wird mit Hilfe des Zeige- und Mittelfingers, was ein wenig an die Fingerboards der 90er Jahre erinnert. Eine schöne Idee, die es wirklich Wert wäre, weiterentwickelt zu werden.
via JvM
von Artur Richter






