Content Long Tail

longtailboat

Die Session Schreiben für das bzw. im Web auf dem zweiten Stuttgarter Barcamp ist mit Sicherheit anders verlaufen als geplant. Zunächst haben wir in einer Runde von gut 15 Leuten Aspekte und Fragen zum Thema gesammelt, um vielleicht ein bis zwei inhaltliche Schwerpunkte herauszuarbeiten. Der erste Schwerpunkt war dann auch schnell gefunden: Schreiben für eine Zielgruppe.

Doch hier wurde es interessant. Denn als von jemandem die These in den Raum gestellt wurde, jeder würde doch für eine bestimmte Zielgruppe schreiben, äußerten einige Blogger im Raum ein gewisses Unbehagen. Vor allem Rozana und ich wollten diese These so nicht stehen lassen … wir hatten wohl diesbezüglich beide ein ähnliches Bauchgefühl.

In der anschließenden Diskussion arbeiten wir gemeinsam heraus, dass im Gegensatz zu vielen klassischen Inhaltsproduzenten, viele Blogger nicht für eine Zielgruppe schreiben, sondern eher für sich selbst und sich vor allem Themen vornehmen, die sie (gerade) sehr interessieren. Und das vor allem dann, wenn diese Blogger nicht auf die Einnahmen ihres Blogs angewiesen sind.

Ich würde hier von einem Content Long Tail sprechen. Denn so wie im Internet Nischenprodukte besonders gut ihre Abnehmer finden, so finden dort gute Artikel und sonstige Inhalte auch ihre Interessenten. Der Inhalt muss nicht für einen Massenmarkt … also eine vielleicht sogar künstlich konstruierte Zielgruppe … eine hohe Qualität haben, sondern vielleicht nur für einige wenige.

Das sich mit für den Massenmarkt uninteressant (gewordenen) Produkten auch noch Geld verdienen lässt, zeigt uns das Social-Commerce-Versandhaus Amazon. Während ältere CDs in Musikgeschäften oftmals verramscht werden, steigt bei Amazon häufig ihr Preis sogar an. Denn wer dann nun noch Interesse an einer CD hat, die schon lange aus den Charts raus ist, wird auch eher bereit sein, ein bisschen tiefer in seine Tasche zu greifen.

Das der Long Tail auch bei Inhalten funktionieren kann, zeigen nicht nur Speziell-Interests-Blogs, sondern auch Speziell-Interests-Magazine, denen von vielen ein Überleben in der Print-Krise vorausgesagt werden … doch auch nur, wenn die Qualität der Inhalte stimmt. Und das ist es, was ein Medium wie das Internet verlangt: Qualität. Doch was herauskommt, wenn man die Qualität eines inhaltlichen Produkts an einen Massenmarkt immer mehr anzupassen versucht, sieht man bei den vielen Hitradios in diesem Land. Da lobe ich mir doch die, die ihre Nische besetzten und für diese dann inhaltlich Hochwertiges produzieren … auch wenn es nur wenige interessiert. Die interessiert es dann dafür um so mehr.


Der Bildausschnitt oben stammt von einem Flickr-Foto von René Ehrhardt.

Amazon: Kunden können Artikel per Video bewerten

Keine Ahnung, ob es neu ist, aber mir ist es vorher noch nie aufgefallen und darum tue ich jetzt einfach mal so: Bei Amazon können die Kunden nun die Artikel mit einem Video bewerten. Bisher konnte Kundenrezensionen nur per Text abgegeben werden. Jetzt hat man aber die Wahl, einen Text einzustellen oder ein Video hochzuladen. Bin mal gespannt, was wir da alles so zu sehen bekommen werden …

Amazons kleine Helferlein

Amazons Wunschzettel Widget

Unter widgets.amazon.de stellt Amazon 16 kleine Helferlein für die eigene Website zur Verfügung, um darüber Verknüpfungspunkte zu Amazon herzustellen.

Jochen Krisch vom Exciting Commerce Blog kommentiert diese Widgets folgendermaßen:

Allerdings handelt es sich dabei eher um Hausmannskost. Zumeist sind es klassische Werbemittel in Widgetform – und die üblichen Spielereien wie Slideshows, Produktkarussell, etc.

Da hat er sicher recht, aber was will man von Amazon mehr verlangen. Sie machen es durch diese Widgets ihren Kunden einfach, für das Unternehmen zu werben und darüber Umsatz zu generieren. Einfaches Ziel … einfaches Mittel. Das ist ja gerade das schöne an Widgets, dass sie einfach einfach sind. Im Optimalfall …

01. Juli 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Web2.0 pur: TwittyTunes

TwittyTunes von FoxyTunes von Yahoo!Music

Immer häufiger bekomme ich den Eindruck, dass man Web2.0 irgendwie nicht so richtig erklären kann. Ich versuche es aber einfach immer wieder mal. Diesmal anhand von TwittyTunes.

Dies ist ein Plugin u.a. für den Firefox-Browser, welches zum einen auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter und zum anderen auf dem weiteren Browser-Plugin FoxyTunes aufsetzt. Mit FoxyTunes kann man seinen Musikplayer (z.B. Winamp, VLC media player, …) über die Browser-Statuszeile steuern. Soweit die notwendige Vorgeschichte.

Nun ist es mit TwittyTunes mittels des berühmten Mausklicks möglich, Titel und Interpret eines gerade via FoxyTunes abgespielten Liedes … ob per Webradio oder aus der eigenen Sammlung auf dem Rechner … direkt via Twitter zu posten. Es wird sogar noch ein Link generiert, der den geneigten Twitter-Feed-Leser zu der zugehörigen Seite des Interpreten von FoxyTunes Planet bringt. Auf dieser findet man dann … falls vorhanden … jede Menge Infos über den Interpreten, im feinsten Mashup-Stil zusammengetragen, wie z.B. Videoclips (YouTube), ähnliche Künstler (LastFM), Songtexte (LyricWiki), Fotos (Flickr), Radio (Pandora), CD’s kaufen (Amazon) etc.

Und das ist dann Web2.0 … pur!

WE-Musik: Grossstadtgeflüster

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Interpret: Grossstadtgeflüster
Stück: Ich muss gar nix
Album: Muss laut sein
MySpace: www.myspace.com/grossstadtgefluester

Warum nur?

Grossstadtgeflüster und speziell das Lied “Ich muss gar nix” habe ich kürzlich von Katrin empfohlen bekommen und fand es sofort klasse … um nicht knorke oder gar geil zu sagen. Auf der Website habe ich dann gesehen, dass das Album für kleines Geld orderbar ist und spontan bestellt. Gestern ist es dann gekommen und seit dem hab ich es schon gut sechs oder sieben mal gehört. Die Musik gefällt mir wirklich sehr gut und auch die Texte sind ziemlich frech. Absoluter Geheimtipp!

Amazon neuer E-Book-Versuch

Amazon neuer E-Book-Versuch

Das gute Teil ist 13,5 cm breit, 19 cm hoch, 1,8 cm tief und 289 g schwer. Hat eine Bildschirmdiagonale von ca. 6 Zoll, eine Auflösung von 800×600 Pixeln und einen internen Speicher von 256 MB. Zudem kann man es mit SD-Speicherkarten bestücken und per USB, WLAN oder Mobilfunk mit Daten füttern. Die Rede ist vom Amazons neuem E-Book-Reader namens Kindle.

Diesen hat Amazon-Chef Jeff Bezos kürzlich vorgestellt und damit mal wieder ein neues Kapitel im (E-)Buch der zähen E-Book-Geschichte aufgestoßen. Anders als in den zahlreichen Versuchen in der Vergangenheit ein E-Book-Gerät am Markt zu etablieren, liegt die Hoffnung nun auf der Möglichkeit einen automatisierten, mobilen und drahtlosen Datenaustausch durchführen zu können.

Ich bin skeptisch. Es fokussiert sich doch zunehmend alles immer mehr darauf, dass alle Dienste (Web, Mail, Musik, Video, Kamera, …) auf einem Endgerät zugänglich sind, dem Handy.

Via: Spiegel Online, Heise, Golem,

Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Die Abfahrt zum Geburtstag des Patenkinds steht unmittelbar bevor und du hast noch kein Geschenk für den Kleinen? Wie schön wäre es dann, einen Drucker zu haben, der schnell mal die neuste Harry-Potter-Figur aus dem Internet ausdruckt? Nicht auf Papier, sondern in 3-D als Plastikmodell.

Science fiction? Nein, das Prinzip des schon in den 1980ern bekannt gewordenen Rapid Prototyping schickt sich an, das Raumschiff Enterprise zu verlassen, um in unserem Alltag aufzutauchen.

[...] die Technologie [hat sich] enorm weiterentwickelt. Inzwischen können in kürzester Zeit selbst Kleinserien von stählernen Teilen mit Stückzahlen bis zu 25.000 gefertigt werden, deren Qualität herkömmlich produzierten kaum noch nachstehen. Aus Rapid Prototyping ist Rapid Manufacturing geworden.

Das Thema ist so interessant, dass Neil Gershenfeld in seinem Buch “FAB: The Coming Revolution on Your Desktop” schon von einer bevorstehenden Revolution spricht und Moritz Sauer und Niels Boeing ihm da beipflichten.

Bin mal gespannt, wann ich meine Raclette-Schaber nicht mehr bestellen muss, sondern sie nur noch ausdrucken brauche.

Amazon bietet komfortableres Vorhören

Amazon MusicSampler Seit vielen Jahren bin ich Amazon-Kunde und kaufe wirklich gerne dort ein. Es gab noch nie Probleme und die die eingesetzten Nutzungsfunktionen der Website fand ich fast immer vorbildlich. Fast immer vorbildlich?! Japp! Denn die Vorhör-Funktion mittels RealPlayer hat mich immer genervt.

Jetzt habe ich bemerkt, dass Amazon mein stilles Flehen erhört und etwas geändert hat. Der MusicSampler wurde eingeführt. Sampler kommt in diesem Falle wohl von Sample als Beispiel.

Auf den ersten Blick lässt der MusicSampler kaum einen Wunsch offen. Mit jeweils einem Ein-Minüter als Vorgeschmack kann man sich jetzt komplett durch ein Album hören. Und das mit den üblichen Steuerungsmöglichkeiten eines Musicplayers und den Amazon-üblichen Vorschlags- und Einkaufsfunktionen.

Was zuerst etwas nervig ist, ist, dass man den RealPlayer10 installiert haben muss. Aber sonst bin ich sehr zufrieden mit der Neuerung.

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