DMMK Stuttgart

Letzte Woche war mir die Teilnahme am Deutschen Multimedia Kongress in Stuttgart vergönnt. Leider konnte ich erst am zweiten Tag des Kongresses teilnehmen und habe damit den einen oder anderen, laut Augenzeugenberichten interessanten Beitrag verpasst. Insbesondere die Keynote von Tom Klinkowstein, „Shut up and listen: Design thinking/Design listening” soll recht eindrucksvoll gewesen sein.
Von den beiden Workshops mit den Themen “Bewegtbilder im Netz” und “Marketinginstrument Online Communities” habe ich mich für ersteres Entschieden. Insbesondere die Vorträge zu den Themen “Mediacenter – Der Brückenschlag vom Arbeitszimmer auf die Couch” und Joost – P2P mit Erlösmodell” haben mich zu meiner Entscheidung bewogen. Im Vergleich zum ersten Tag fiel die Teilnehmeranzahl des Workshops mit einem gefühlten Verhältnis von 1/1 (Teilnehmer/Lektoren) recht bescheiden aus.
Nach einer guten Einführung von Herrn Tewinkel (ehemals BahnTV) in das Thema Bewegtbild begann der Workshop mit einer Präsentation von fischerAppelt, wo man nach dem Kauf von DaimlerChrysler tv.media nun das markenunterstützende Videoportal mercedes-benz.tv betreibt. Die von Scholz & Volkmer realisierte Website richtet sich an eine junge, internetaffine Zielgruppe. Die stimmig gestaltete Website wurde recht stark an Apples Interfacedesign angelehnt, insbesondere die Verwandschaft zu Apples Coverflow ist augenscheinlich. Die Bedienbarkeit ist dabei sehr gut, einzig eine einfache Bookmarkmöglichkeit fehlt, was der komplett in Flash realisierten Umsetzung geschuldet ist. Mercedes-benz.tv führt hier im Bereich Video in meinen Augen das fort, was die seligen Mercedes-Mixtapes als Audioangebot begonnen hatten. In meinen Augen ein cleveres Instrument, eine junge Zielgruppe an Mercedes-Benz heranzuführen. Auf der Einstiegsseite wird der Zuschauer übrigens TV typisch von einer Moderatorin (Tanja Bülter) begrüßt. Ich für meinen Teil kann mich mit Moderatoren auf Websites noch immer nicht so recht anfreuden, es wirkt auf gewisse Weise anachronistisch.
Um moderierte Videopräsentationen geht es auch bei targa.tv. Auf die Frage nach den Monetarisierungsmöglichkeiten von Bewegtbildern im Netz antwortet Herr Christian Gummig mit dem Begriffen “Transaktionsorientierte Medienformate”, einer eleganten Umschreibung für die schlichte Übertragung von TV-Shopping ins Internet. Ich gehöre hier sicher nicht zur richtigen Zielgruppe, allerdings denke ich, daß es schwierig werden dürfte, ein auf hochgradig asymmetrischer Informationsverteilung zwischen Käufer und Verkäufer basierendes Verkaufsprinzip vom TV ins Internet zu transferieren, wo Vergleichbarkeit und umfassende Informationsmöglichkeiten nur wenige Klicks entfernt liegen. Man wird sehen, offensichtlich wird für einen bekannten e-Commerce Betreiber bereits produziert…
Hendrik von Beust (Atkon) weist in seinem interessanten Vortrag “Evaluation und Erfolgsmessung” auf die Auswirkungen hin, welche die immer stärkere Verwendung von AJAX-Elementen und Videoclips im Hinblick auf die gemessenen PIs hat: Die Anzahl der Seitenaufrufe sinkt. Videoinhalte lassen Websitebesucher länger “unbeweglich” auf einer Seite verweilen, was gemessen auf die Gesamtdauer des Besuches zu geringeren Klickraten führt. Insbesondere bei Portalen mit großem Videoanteil kommt es zu einem paradoxen Effekt: Die Vermarktungsfähigkeit dieser Angebote sinkt, obwohl die Aufmerksamkeit, die der User auf einer Seite aufbringt um ein Vielfaches höher liegt als bei schnellem Klicken. Das Marktforschungsinstitut Nielsen ist daher dazu übergegangen, bei der Evaluation von Webgeboten die Verweildauer als zentrales Kriterium zugrunde zu legen. PIs werden lediglich ergänzend aufgeführt. Das Messen der Verweildauer ist jedoch schwieriger, als ein bloßes Erfassen der Seitenaufrufe (Wobei selbst hier je nach eingesetzter Software oft Unterschiede bis zu 30% auftreten). Vergessene Browserfenster oder-tabs können die tatsächliche Verweildauer, während der ein User einer Seite tatsächlich seine Aufmerksamkeit schenkt, verzerren. Hier verbirgt sich noch großes Verbesserungspotential.
Ich mache es kurz und schmerzlos: Die beiden heiß erwarteten Vorträge zu den Themen Mediacenter und Joost fanden schlicht nicht statt. Frau Vanessa Weihbrecht, Product Marketing Manager von Microsoft Deutschland war nicht erreichbar und erschien ohne Angabe von Gründen einfach nicht zur Konferenz. Wie schön es doch gewesen wäre, von Microsoft einmal positiv überrascht zu werden… Über den Joost-Vortrag wurde seitens DMMK übrigens kein Wort mehr verloren – sehr schade.
Und so fällt mein Fazit leider etwas zwiegespalten aus: Zwei sehr gute Vorträge, ein anachronistisches Vermarktungskonzept, bestätigte Vorurteile und zwei vakante Referatsthemen, deren Zeitfenster mit einer Tasse Kaffe und einem netten Gespräch gefüllt werden konnte. Auch nicht das Schlechteste.
von Artur Richter
Röntgenblick
Intuitiv zu bedienen und sauber umgesetzt: Per Bookmarklet-Aufruf lassen sich mit xray Websites durchleuchten und Informationen zu ausgewählten Elementen einholen. Ein flinkes kleines Werkzeug.
via agenturblog
von Artur Richter
Semantik vs. Semantisches Web
Auf eine sehr nette Art und Weise beschreibt Stefan Blanz auf deinem seinem Weblog blanzelot.de den Unterschied von Semantik und Semantischem Web.
Zusammenfassend sagt er zum Thema:
- Semantik beschäftigt sich mit den Bedeutungen von Inhalten.
- Semantisches Web kümmert sich um die Beschreibung von Inhalten.
Auch wenn ich das Fazit schon verraten habe, lohnt es sich trotzdem den gesamten Beitrag zu lesen.
von Matthias Zellmer
Websites für Frauen

Die einzelnen Zielgruppen im Web richtig anzusprechen ist eine zentrale Herausforderung an die Entwickler von Websites. Darum bin ich auch immer wieder auf der Suche nach Studien und ähnlichem zu den unterschiedlichsten Zielgruppen. Neulich standen die Frauen im Fokus meiner Recherchen.
Frauen stellen laut der Wom@n-Online-Studie der eResult GmbH andere Anforderungen an eine gelungene Website als Männer. Demnach sind für Frauen einer übersichtlichen Startseite und die schnelle Ladezeit besonders wichtig. Diese Studie hat als klares Ergebnis die Erkenntnis, dass die Usability einer Website Frauen besonders wichtig.
Zudem ziehen es Frauen bei Online-Transaktionen vor, wenn nur wenige Schritte bis zur Bestellung nötig sind, sie bei Eingaben in Formularen Hilfestellungen bekommen und Optionen zur Online-Bestellung (Telefon, Fax, …) vorgesehen sind. Bei Informationsangeboten legen sie Wert auf einen schnellen und einfachen Zugang zu den Inhalten. Allgemein sollte für Frauen ein Layout nicht zu bunt und nur mit wenigen Animationen versehen sein.
Anderen Forschungsergebnissen über geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung von Websites wie etwa die MediaAnalyzer Webseitenstudie 2002 (PDF, 529kB) haben herausgefunden, dass Frauen deutlich mehr auf Texteinformationen achten als Männer (“Frauen – Text / Männer – Bilder”) und dass sie Navigationsleisten und Menüs mehr beachten. Dies bestätigt auch die W3B-Studie “Frauen im Internet” des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß und resümiert obendrein, dass Frauen gute Navigation wichtiger ist als aufwendiges Design.
von Matthias Zellmer
Das Designministerium empfiehlt …
Zuerst hielt ich ihn für eine Spielerei, aber bei genauer Betrachtung wird klar, dass der Designbewerter des Designministeriums doch mehr ist.
Dort kann man on-the-fly seine Website nach definierten Gestaltungsrichtlinien testen lassen. Umgehend bekommt man das Ergebnis (0 bis 100 Punkte) inkl. der nach Lob und Tadel unterteilten Detailkritik angezeigt. Zum Schluss kann, wer mag, ein Zertifikat auf seine Website packen.
Das Netzlogbuch hat übrigens 79 Punkte erreicht.
von Matthias Zellmer
Browser-Marktanteile

Regelmäßig bekommt man von allerlei Instituten Zahlen und Fakten zu den Marktanteilen der diversen Browser und ihrer Generationen. Oft kann man zwischen den Zeilen der jeweils kommentierenden Personen lesen, wie sie es freut, dass irgendein so genannter alternativer Browser mal wieder dem Platzhirsch IE ein paar Prozentpunkte Marktanteil abgeknöpft hat.
Aber treffen diese Statistiken wirklich den Kern? Was mich wirklich mal interessieren würde, ist die Nutzungsdauer der einzelnen Browser.
Das ist doch wie bei Autos: Die Leute, die wirklich viel fahren müssen, tendieren doch zu ganz speziellen Typen und Marken. Und so beobachte ich das auch bei der Browsernutzung: Die Heavy-User nutzen z.B. eher den Firefox oder den Opera als den Internet Explorer. Von Mac-Usern mal ganz abgesehen.
Oder liege ich da falsch?
von Matthias Zellmer
Unflashed
Während das iPhone Journalisten und Blogger hüben wie drüben dazu veranlaßt, sich über Design, Benutzerführung und Interface die Finger wund zu schreiben, wurde einem interessanten Aspekt bisher wenig Aufmerksamkeit zugedacht oder dieser allenfalls bedauernd zur Kenntnis genommen. Die gänzlich fehlende Unterstützung von Flash, Windows Media, Real Player und Java Applets.
Daniel Eran Dilger, technischer Berater und Autor aus San Francisco, betrachtet die fehlende Implementierung dieser Features als bewusste Ausklammerung proprietärer Codecs und Technologien. Wie bereits die fehlende Unterstützung von Windows Media durch den iPod der Verbreitung des Microsoft-Codecs schwer geschadet hatte, könnte es nun auch dem beliebten Flash-Video an den Kragen gehen. Insbesondere da für Apple mit Flash-Lite ein Konkurrent am Interfacehorizont für Mobile Endgeräte aufgetaucht ist.
Ein ungemein aufschlussreicher Artikel.
von Artur Richter
Kooperation von spon und last.fm vorerst ausgesetzt
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Die Filter, die auf spiegel.de verhindern sollten, “dass rechtsradikale, andere illegale oder nicht jugendgerechte Inhalte“ über die Einbindung von last.fm zugänglich würden, seien “noch nicht dicht genug“, so spiegel.de in einer eigenen Stellungnahme.
Die Rechtslage in Deutschland macht derzeit Betreibern von Webservices, wie Flickr, youtube oder last.fm das Leben schwer, bzw. diese etwas übervorsichtig. Die in den letzten Tagen schwer kritisierte Vorgehensweise von flickr ist unter anderem sicher eine Folge davon.
Mehr zu diesem Thema gibt es auf poetsch.de
von Artur Richter
10 Schritte zur hochwertigen Website
Jens Meiert, Spezialist für standardkonforme Webentwicklung, Barrierefreiheit und Usability, hat auf seiner Website 10 Schritte zur hochwertigen Website aufgelistet und beschrieben.
Gefunden bei: Jens Meiert
von Simon Schmid
Was ist meine Website wert?
Das ist mal wirklich eine interessante Website. Mit seitwert.de kann man im Handumdrehen ein paar der wichtigsten bzw. interessantesten Punkte und Aspekte bei der Analyse einer Website überprüfen. Dazu gehören:
- Gewichtung bei Google
- Zugriffszahlen (Alexa)
- Social Bookmarks
- Technische Details
- Gewichtung bei Yahoo
- Sonstige Faktoren
Feine Sache …!!!
von Matthias Zellmer







