Metropolis Directors Cut

Die Cineasten unter uns dürfen sich freuen: Die bisher als verschollen geltende ursprüngliche Version von Fritz Langs Klassikers “Metropolis” ist aufgetaucht. Paula Félix-Didier entdeckte das als verloren geglaubte Material im Museumsarchiv des “Museo del Cine” in Buenos Aires und sorgte damit für eine kleine mittlere Weltsensation. Filmgutachter, denen die Urversion vorgestellt wurde, haben bereits deren Echtheit bestätigt.

Hier gibt es nähere Infos und hier die ganze Geschichte.

Was das mit dem Web zu tun hat?
Nichts. Na und? Ich freue mich trotzdem…

Nicht radioheadish genug?

Robert Hodgin von flight404 macht im Rahmen des radiohead Video Contests ein wunderbares Video zu Weird Fishes: Arpeggi – und reicht es nicht ein.

…after watching and watching, I realized my piece has nothing to do with Radiohead at all. You could swap it out with any electronica song and it would actually fit a little better. My piece just doesn’t feel Radioheadish.

Die Besucher von fligh404 sehen das allerdings gänzlich anders, woraufhin Robert sich doch noch dazu hinreißen läßt, das Video einzusenden. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein wunderbares Video sondern sogar außerordentlich radioheadish, basiert das komplette Werk doch auf einem per beat detection ermittelten Datensatz, der anschließend mit processing visualisiert wurde. Ohne Storyboard, ohne Nachbearbeitung, ein “generatives Musikvideo”.

Firstly, its got some mad crazy super duper beat detection going on. … Secondly, it is Processing from start to finish. There is no post processing (oooh, a literal pun!) or editing after the fact. I import the audio data from the analysis, augment it with the direct FFT data from the Sonia analysis, press play, and after it is done, I have the finished piece.

Sehr beeindruckend und zudem nicht das einzige seiner Art. Hier gibts mehr Informationen zur Entstehung des Videos.


Weird Fishes: Arpeggi from flight404 on Vimeo.

via Jung v. Matt

Trickfilmfestival Stuttgart

Heute Abend ist es endlich soweit: Das langersehnte Internationale Trickfilmfestival Stuttgart öffnet seine Leinwände, für mich persönlich immer eines der Highlights im nicht mehr ganz so jungen Jahr und gleichzeitig der zuverlässigste Indikator für den bevorstehenden Sommer. Wie jedes Jahr gibt´s ein mächtiges Programm, dass buchstäblich aus allen Nähten platzt und für jeden Liebhaber des Trick- und Animationsfilms etwas Interessantes bieten dürfte: Vom hochgezüchteten CGI-Schlachtschiff über klassischen Zeichentrick und Anime bis zur Puppenanimation Lettlands. Im Open Air Kino am Schlossplatz kann man sich, auf die mitgebrachte Decke gebettet, abendfüllende Werke wie Die Simpsons oder Persepolis an lauen Sommerabenden für Lau anschauen.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Im Netz ist das Festival leider noch nicht so recht angekommen. Der Website mangelt es an Übersichtlichkeit und Struktur, von brauchbaren URLs und Permalinks hat man auch noch nichts gehört und eine simple Programmübersicht, z.B. als PDF-Download sucht man vergeblich. Man sollte für die Auswahl seiner Programmpunkte also genügend Zeit und Geduld mitbringen oder sich gleich einen gedruckten Festival-Guide besorgen. Lobenswert: Es gibt einen Blog, auf dem uns der gute Tim mit Frischem aus erster Hand versorgt.

Ganz besonders freut mich aber, dass dieses Jahr das famose Bitfilmfestival aus Hamburg mit im Boot ist. Hier dreht sich alles um den digitalen Film, aufgeteilt in sechs Kategorien:

3D SPACE AWARD (computer-generierte 3D-Animationen), FX MIX AWARD (Filme in digitaler Mischtechnik), FLASH AWARD (mit Flash hergestellte Vektor-Animationen ), MACHINIMA AWARD (Filme, die live in Computer-Spielen gedreht werden ), MOBILE AWARD (Filme und Serien für mobile Endgeräte), REALTIME AWARD (Animationen, die in Echtzeit entstehen). Darüber hinaus gibt es Workshops und Symposien, z.B. “Making the Best of the YouTube-Age”. Und falls man es nicht zum Festival schafft, kann man sich alle Filmbeiträge auch gemütlich mit einer Tonne Chips im Arm zuhause am Rechner anschauen und auch noch gebieterisch den Daumen heben (oder senken). So lobe ich mir das. Der sehr gelungene Trailer kommt übrigens von unexpected

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Emoticon Movie

Wer sagte da noch gleich, skype emoticons wären cheesy?

Aus entsprechender Entfernung betrachtet machen sie animiert jedenfalls eine Menge Spaß.

via plockhead

Tunnelblick

Tunnelblick

Heute morgen fiel mir zum ersten Mal die ZDF-Morgenmagazin-Serie “Die Momasurfer” auf, welche regelmäßig ausgesuchte Link-Tipps aus dem World Wide Web präsentiert. Besonders gefiel mir eine Website, die sich nur schwindelfreie Benutzer ansehen sollten:

“The Infinite Oz” ist eine Fahrt durch fantastische Bilder, die niemals endet. Der Zoom in ein gezeichnetes Bild geht dabei nicht zu Ende, sondern läuft in ein neues Motiv über. So entsteht der Eindruck eines unendlichen Tunnels, der durch die Zusammenarbeit verschiedener Künstler möglich wurde. Hintergrund ist eigentlich die Werbung für einen Fantasy-Film, was aber den Bildgenuss nicht beeinträchtigt. Wer sich an “The Infinitive Oz” sattgesehen hat, kann im Netz noch andere endlose Bilder finden. Erfunden wurde diese Art der Zusammenarbeit nämlich nicht von Werbdesignern, sondern war erstmals im Jahr 2004 durch das Kunst-Projekt “Zoomquilt” bekannt geworden.

Quelle: ZDF-Morgenmagazin

duelity – splitscreen

Hinter dem vielsagenden Titel duelity verbergen sich zwei fabelhafte Animationsfilme der Studenten Marcos “Boca” Ceravolo and Ryan Ulrich von der Vancouver Film School zum Thema “Entstehung der Welt”. Über die ohnehin interessante direkte Gegenüberstellung der kreationistischen und evolutionstheoretischen Betrachtungsweisen hinaus, vertauschen die Studenten die jeweils angestammten Sprach- und Darstellungsformen.

Die kreationistische Perspektive bedient sich einer wissenschaftlichen Sprache und modellhafter, cleaner Grafik, während beim evolutionstheoretischen Blickwinkel eine bildmalerische Sprache historisch anmutende Collagen und Illustrationen im “Kirchenfensterstil” unterstützt. Blitzsauber animiert und in Szene gesetzt ergibt sich eine gleichsam intelligente und unterhaltsame Gegenüberstellung beider Perpektiven.

Zu sehen ist das Ganze auf duelity.net und ich würde empfehlen, sich unter watch > duelity (es gibt leider keinen Direktlink) gleich beide Filme parallel anzuschauen oder sie sich direkt als Quicktime herunterzuladen. Im Blog kann zudem Kommentiert Gratuliert werden.

via motionographer, coolhunting

tutr.de – das deutschsprachige Tutorialporal

tutr.de - das deutschsprachige Tutorialporal

tutr.de bietet Tutorials, Workshops, Anleitungen und Hilfen zu Themenbereichen wie Photoshop, PHP, ActionScript und so weiter. tutr ist somit eine gute Anlaufstelle für Wissenshungrige und solche, die sich bei einem Problem nicht weiter wissen.

Via contentschmiede.de

30. Oktober 2007
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Kreativ gedreht

Robert Basic berichtet über einen interessanten kleinen Test, den man sich mal anschauen sollte. Die Animation einer Frau kann in zwei Bewegungsrichtungen interpretiert werden. Kreativ denkende Menschen sehen angeblich die eine, analytische Menschen die andere Richtung.

Einer dieser Tests, bei dem man schon vorher hofft die “richtige” Richtung zu sehen… Bei mir hat´s gepasst – puh.

via Basic Thinking

Update: In den Kommentaren wird gerade schwer diskutiert, ob es sich um eine Verarsche handelt und die Figur tatsächlich nach einer gewissen Zeit die Richtung ändert, oder nicht… Hat jemand eine Ahnung?

Total gerädert

Pixars Animationsfilm Lifted

Jeder kennt das … man ist am Vorabend frühzeitig zu Bett gegangen, hat sogar nichts Alkoholisches getrunken und auch nicht schwer gegessen. Und doch fühlt man sich am folgenden Morgen total gerädert. Pixars Animationsfilm “Lifted” könnte jenen, die das kennen, eine plausible Antwort liefern:

Viel Vergnügen ;-)

Via handelskraft.de

11. Oktober 2007
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Sketchfu zeigt, wie Gemälde entstehen

Sketchfu - Zuschauen wie Gemälde entstehen

Auf der Website Sketchfu kann man Bilder bzw. Gemälde erstellen. Der Clou dabei: Jeder Schritt wird aufgezeichnet und so kann man nachträglich sehen, wie das Gemälde entstanden ist. Und das nicht nur bei den eigenen Gemälden, sondern auch bei allen jenen, die ihre Kunstwerke veröffentlichen.

Ein witzige Idee! Und wenn man im Kunstunterricht nicht richtig aufgepasst hat, kann man hier auch sehen, wie man ein Gemälde ordnungsgemäß malt.

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