Inspiration von Getty Images
Eine der größten und ältesten Bild-Datenbanken im Web – Getty Images – hat eine Flash-Applikation veröffentlicht, über die sich User mit dort vorliegendem Content berieseln lassen können.
Die Applikation trägt den Namen Moodstream und soll laut thenextweb.org die User beim Brainstorming unterstützen.
Ausgangspunkt für die Auswahl der wiedergegebenen Bilder, Videos und Songs ist nicht etwa ein Thema, dass der User eingibt. Die Auswahl der angezeigten Inhalte wird über Parameter wie zum Beispiel Stimmung (fröhlich bis traurig) oder Zeitbezug (nostalgisch bis zeitgenössisch) beeinflusst. Zusätzlich kann der User wählen, wie die Übergänge zwischen den einzelnen visuellen Inhalten gestaltet werden sollen und ob in Sachen Audio auf Gesang verzichtet werden soll oder nicht. Für Unentschlossene stehen sechs vorgefertigte Einstellungen zur Verfügung.
Nachdem ich Moodstream nun circa 15 Minuten getestet habe fällt auf, dass sich der Stream beispielsweise einzelne Bilder nach einigen Minuten wiederholen. Auch, wenn man ein Parameter (geringfügig) verändert, wird noch immer der gleiche Stream angezeigt. Das kann Zufall sein, oder daran liegen, dass Moodstream noch sehr grün hinter den Ohren ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob Moodstream eine geeignete Hilfe zur Ideenfindung ist – aber das ist ja von Person zu Person verschieden.
Es macht in jedem Fall Spaß, mit der Applikation zu spielen und sich etwas berieseln zu lassen.
von Katrin Schneider
MTV MUSIC
MTV scheint sich wieder auf sein Kerngeschäft zu besinnen: Musik.
Mit MTV MUSIC (aktuell noch Beta) hat MTV ein Portal gelauncht, auf dem richtig viele Musik-Videos verschiedenster Künstler und Jahrzehnte in voller Länge verfügbar sind.
Der Player ist wie ich finde ganz gut gelungen (auch wenn er manchmal noch etwas zuckelt) und einbetten lassen sich die Videos auch.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Und ich stimme CrunchGear.com völlig zu: Es ist richtig sympatisch, dass ein solches Web-Angebot einmal ohne großes Tamtam und breite Ankündigungen veröffentlicht wird !!
von Katrin Schneider
Nicht radioheadish genug?
Robert Hodgin von flight404 macht im Rahmen des radiohead Video Contests ein wunderbares Video zu Weird Fishes: Arpeggi – und reicht es nicht ein.
…after watching and watching, I realized my piece has nothing to do with Radiohead at all. You could swap it out with any electronica song and it would actually fit a little better. My piece just doesn’t feel Radioheadish.
Die Besucher von fligh404 sehen das allerdings gänzlich anders, woraufhin Robert sich doch noch dazu hinreißen läßt, das Video einzusenden. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein wunderbares Video sondern sogar außerordentlich radioheadish, basiert das komplette Werk doch auf einem per beat detection ermittelten Datensatz, der anschließend mit processing visualisiert wurde. Ohne Storyboard, ohne Nachbearbeitung, ein “generatives Musikvideo”.
Firstly, its got some mad crazy super duper beat detection going on. … Secondly, it is Processing from start to finish. There is no post processing (oooh, a literal pun!) or editing after the fact. I import the audio data from the analysis, augment it with the direct FFT data from the Sonia analysis, press play, and after it is done, I have the finished piece.
Sehr beeindruckend und zudem nicht das einzige seiner Art. Hier gibts mehr Informationen zur Entstehung des Videos.
Weird Fishes: Arpeggi from flight404 on Vimeo.
via Jung v. Matt
von Artur Richter
Web2.0 pur: TwittyTunes
Immer häufiger bekomme ich den Eindruck, dass man Web2.0 irgendwie nicht so richtig erklären kann. Ich versuche es aber einfach immer wieder mal. Diesmal anhand von TwittyTunes.
Dies ist ein Plugin u.a. für den Firefox-Browser, welches zum einen auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter und zum anderen auf dem weiteren Browser-Plugin FoxyTunes aufsetzt. Mit FoxyTunes kann man seinen Musikplayer (z.B. Winamp, VLC media player, …) über die Browser-Statuszeile steuern. Soweit die notwendige Vorgeschichte.
Nun ist es mit TwittyTunes mittels des berühmten Mausklicks möglich, Titel und Interpret eines gerade via FoxyTunes abgespielten Liedes … ob per Webradio oder aus der eigenen Sammlung auf dem Rechner … direkt via Twitter zu posten. Es wird sogar noch ein Link generiert, der den geneigten Twitter-Feed-Leser zu der zugehörigen Seite des Interpreten von FoxyTunes Planet bringt. Auf dieser findet man dann … falls vorhanden … jede Menge Infos über den Interpreten, im feinsten Mashup-Stil zusammengetragen, wie z.B. Videoclips (YouTube), ähnliche Künstler (LastFM), Songtexte (LyricWiki), Fotos (Flickr), Radio (Pandora), CD’s kaufen (Amazon) etc.
Und das ist dann Web2.0 … pur!
von Matthias Zellmer
Horst Evers Podcast
Bei der Übertragung der Aufzeichnung der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2008 am vergangenen Wochenende ist mir vor allem der Preisträger Horst Evers in der Sparte Kleinkunst aufgefallen. Auch wenn ich diese Sparten-Bezeichnung in deisem Kontext etwas seltsam finde. Aber vielleicht gehört das auch zur Kleinkunst und soll jetzt nicht einer meiner kleingeistigen Betrachtung anheim fallen.
Ich könnte jetzt lang und breit erklären, warum gerade jener Künstler mir so viel Freude bereitet hat und warum was auch immer, so lustig an ihm ist. Aber das brauche ich gar nicht. Wir sind ja hier im Web und da gibt es Links und da gibt es Podcasts. Also, viel Spaß mit den Podcasts von Horst Evers.
von Matthias Zellmer
Haptik für den Musikdownload
Schon länger diskutieren wir hier bei seitenblick über das was verloren geht, wenn man Musik nur online kauft (oder auch nicht) und dann runterlädt: die Haptik. Das ist für Menschen, die noch mit Schallplatten und dem dünnpapierigen Disc-Center-Katalog sozialisiert wurden, eine schwere Bürde. Das sehen die Leute bei der schweizer 234 AG wohl ähnlich und haben zusammen mit Sony BMG den musicbon ersonnen.
Der musicbon ist eine Art Prepaid-Karte für Musik. Man kann sie derzeit wohl nur beim Saturn kaufen … bzw. es versuchen … und darauf findet man dann einen Code, der wenn er auf musicbon.de eingegeben wird, zum Download der Musik berechtigt. Zusätzlich kann man die mittels musicbon gekaufte Musik auch über einen persönlichen Bereich auf der Website streamen.
Die Idee mit der Karte finde ich erst einmal ganz gut. So kann man seine alte Visitenkartenbox als modernes Gegenstück zum CD- oder Plattenregal verwenden. Leider haben Künstler dann noch weniger Platz, um auch auf dem Gebiet des Artworks kreativ zu werden. Was man aber auch als Herausforderung ansehen kann. Bin bzw. wäre mal gespannt, was die Die Ärzte sich diesbezüglich einfallen lassen bzw. lassen würden.
Ein absolut richtige Überlegung ist es, dass sich die Leute die per musicbon gekaufte Musik streamen lassen können. Wenn man dann auf seinem musicbon-Bereich auch noch die gerippten MP3s von seinen CDs und Pod- wie Vidcasts hochladen kann, dann könnte da eine runde Sache draus werden. Eine erschwingliche mobile Datenflatrate vorausgesetzt. Dann bräuchte ich auf meinem Musik-Handy keine Mega-Speicherkarte mehr, sondern könnte mir die Lieder einfach direkt online von meinem musicbon-Bereich anhören. Allerdings möchte ich, wenn ich auf solch eine Lösung setze, nicht von mehreren Websites streamen müssen. Dann baue ich mir doch lieber zuhause ein Media-Center auf und streame von dort … gerne auch Videos.
von Matthias Zellmer
Mehr Musik bei lastFM

Ab sofort gibt es bei lastFM alle Songs, aller Künstler in voller Länge (!) zu hören. Im lastFM-Blog heißt es wörtlich:
“As of today, you can play full-length tracks and entire albums for free on the Last.fm website. Something we’ve wanted for years—for people who visit Last.fm to be able to play any track for free—is now possible. With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner—and the artists they work with—plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free, the way we believe it should be.”
Ich bin mir sicher, dass sich aus diesem Grund einige Leute mehr für diesen Musik-Dienst entscheiden werden. Der StyleSpion vermutet jedenfalls auch schon ein Ende von Deezer & Co.
Via StyleSpion
von Simon Schmid
SeeqPod – abspielbare Musiksuche
Es liegen unzählige Musikdateien offen im Web rum. Das ist Fakt. Auch wenn die Musikindustrie das nicht gerne hat. Diese Tatsache macht sich seeqpod zu nutze.
seeqpod ist eine Musik-Suchmaschine, die es einem ermöglicht, das Gefundene … und ich hab bisher alles Gesuchte mehrfach gefunden … direkt in eine Playlist zu schieben und anzuhören. Der Player hat die wichtigsten Grundfunktionen und die Playlisten kann man speichern, mit Freunden teilen und auch auf anderen Seiten als Widget einbinden.
Rundum gelungene Sache … schön!
Via Musikroll
von Matthias Zellmer
Quick Response Boys
Langsam aber sicher finden QR-Codes ihren Weg ins alltägliche Leben und bilden meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit letzteres mit Informationen aus dem Netz anzureichern.
Die Pet Shop Boys bauen die Codes in ihr neues Musikvideo Integral ein:
Link: www.youtube.com
The video has over 100 QR Codes that are subliminal when watched in real time, but accessible to interact with if you navigate through the film using time controllers. The QR Codes are organised into sections that relate to specific issues of civil liberties.
Darüber hinaus kann man die Animation als PDF herunterladen. Per Stop-Motion-Verfahren kann nun jeder sein eigenes Video beisteuern – auf YouTube sind bereits eine Handvoll Videos zu bewundern. Weitere Informationen zum Video gibt es hier.
via adverblog
von Artur Richter
IKEA is coming home
Der IKEA-Katalog – nach der Bibel und Harry Potter die Druckveröffentlichung mit der weltweit drittgrößten Auflage – ist verschickt, die Innenstädte plakatiert und nun kommen wir auch in den Genuss eines neuen IKEA-Spots. Melancholisch gleitet er dahin, getragen von einer behutsam bewegten Kamera und liebevoll komponierten Einstellungen. Und endlich: Ohne den fast obligatorischen Sprecher mit dem “schwedischen” Akzent. Inszeniert wurde der Spot von Martin De Thurah, der uns bereits Musikvideos für Röyksopp und Editors geschenkt hat. Matthias wird diese Verwandtschaft lieben und ich kann ihm da nur beipflichten.
Wer nun in Anbetracht der wunderbar skandinavischen Melancholie Blut geleckt hat, dem sei noch schnell die neue DVD von Sigur Rós (bzw. vorab der Trailer) an Herz gelegt.
Johnny hat hierzu bereits alles gesagt.
Via whywerock, fontblog
von Artur Richter










