Erfolgreiche Communities – Ein Veranstaltungsbesuch
Gestern Abend habe ich mal wieder eine Veranstaltung der MFG Baden-Württemberg besucht. Dieses Mal war das Thema “Erfolgreiche Communities: Auf was es wirklich ankommt!”. Als Referenten konnte die MFG drei Vertreter von namhaften Communities mit Sitz in Baden-Württemberg gewinnen können.
Den Anfang machte Markus Hofmann, Projektleiter von fudder.de aus Freiburg. fudder ist eine Grimme Preis dekorierte regionale Community, die ihren Schwerpunkt auf lokale Themen aus dem Raum Freiburg legt. Betreiber von fudder ist die Badische Zeitung. Ein gerade im Rahmen der Finanzierungfrage interessanter Aspekt. Die Macher haben mit einem so starken … und wohl auch langmütigen … Partner im Rücken augenscheinlich mehr Ruhe und Muse, diese Community sukzessive auszubauen und voranzutreiben. Hofmann betonte aber, dass sie lange bewusst auf eine Unterstützung der Zeitung im Bezug auf eine Vergrößerung ihres Bekanntheitsgrads verzichtet haben. Grund war wohl, dass die Zeitung als eher konservativ gilt und fudder im Kern ein junges Publikum ansprechen will.
Als nächster Referent war Christian Angele an der Reihe. Er ist Geschäftsführer des Gesundheitsportals imedo aus Stuttgart. imedo bietet eine Plattform für Menschen die sich rund ums Thema Gesundheit austauschen und vernetzten wollen. imedo ist übrigens fremdfinanziert und steht damit diesbezüglich im Kontrast zur Community des dritten Referenten des Abends.
Jens Kammerer, Gründer und Managing Director der KWICK! Community aus Weinstadt betonte, dass KWICK! sich komplett selbst finanziert. KWICK! ist eine … nein … nach eigenen Angaben “Die Erlebnis-Community”. Schwerpunkte sind neue Freunde finden, Spaß und Unterhaltung. KWICK! ist aus einem reinen Studentenprojekt entstanden und ist damit unter den vorgestellten die einzige wirklich gewachsene Community. Welche Vor- und Nachteile eine solche Community gegenüber den neuen, am Reißbrett entstandenen hat, wurde von den Referenzen offen gelassen.
Jeder der Referenten ging kurz auf seine Community ein, ihre jeweilige Geschichte, Ausrichtung und Schwerpunkte. Die titelgebende Frage des Abends drehte sich dann um die Erfolgsgeheimnisse der jeweiligen Communities. Und was nicht weiter überraschte, für alle drei Referenten spielen die User eine extrem zentrale Rolle beim Erfolg ihrer Community. Zentral auch im Betreuungsbedarf durch die Betreiber. Ein Punkt, der bei der Planung einer Community gerne mal vergessen oder als nicht so bedeutend angesehen wird.
Eine erfolgreiche Community muss laut Markus Hofmann von fudder folgende Aspekte beinhalten:
- Regeln
- Schiedsrichter
- Trophäen
- Bestenlisten
- Leidenschaftliche Fans
- Austausch- und Interaktionsmöglichkeiten
Er betonte noch, dass man die üblichen Störenfriede unbedingt mit Nichtachtung strafen sollte. Er formulierte das folgendermaßen:
Don’t feed the trolls!
Christian Angele von imedo stellte besonders die Bedeutung von regionalen Aspekten auch bei einer im Prinzip weltweit zugänglichen Community heraus. Zudem riet er jedem, der sich mit dem Gedanken trägt eine neue Communtiy aufzubauen, deren Ziele eindeutig zu definieren und zu formulieren.
Bei KWICK! fand ich besonders beeindruckend, dass sie es geschafft haben, den Mobilfunk-Anbieter O2 dazu zu bringen, dass deren Kunden kostenfrei auf KWICK! zugreifen können. Solange es noch keine wirklich sorgenfrei bezahlbaren mobilen Datentarife gibt, ein echter Wettbewerbsvorteil. Und sollten solche Tarife dann flächendeckend bei den Kunden angekommen sein, so hat KWICK! mit Sicherheit schon einige wertvolle Erfahrungen mit einer mobilen Community sammeln können. Noch ein Wettbewerbsvorteil.
In der abschließenden Diskussion kam noch ein interessanter Aspekt zur Sprache. Die kritische User-Masse für eine nicht-regionale Community sahen die Referenten bei ca. 50.000 Usern. Davon müssen mindestens 500 so genannte Heavy User sein. Auch interessant: Kammerer schätze, dass bis man diese kritische Masse erreicht hat, man pro User gut 3-4 Euro an anfallenden Kosten rechnen muss. Eine schöne Stange Geld.
von Matthias Zellmer
Horst Evers Podcast
Bei der Übertragung der Aufzeichnung der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2008 am vergangenen Wochenende ist mir vor allem der Preisträger Horst Evers in der Sparte Kleinkunst aufgefallen. Auch wenn ich diese Sparten-Bezeichnung in deisem Kontext etwas seltsam finde. Aber vielleicht gehört das auch zur Kleinkunst und soll jetzt nicht einer meiner kleingeistigen Betrachtung anheim fallen.
Ich könnte jetzt lang und breit erklären, warum gerade jener Künstler mir so viel Freude bereitet hat und warum was auch immer, so lustig an ihm ist. Aber das brauche ich gar nicht. Wir sind ja hier im Web und da gibt es Links und da gibt es Podcasts. Also, viel Spaß mit den Podcasts von Horst Evers.
von Matthias Zellmer
myMüsli ist Startup des Jahres
myMuesli ist vom Web-Magazin Deutsche-Startups zum Start-up des Jahres gekürt worden. Herzlichen Glückwunsch! Auf dem Netzlogbuch und in unserer Agentur wird das Werden und Wirken von myMuesli schon von Anfang mit sehr viel Wohlwollen begleitet und verfolgt. Gute Wahl, liebe Jury …
Via iBusiness
von Matthias Zellmer
ASCII GTI
Auf der Eurobestlive 2007 hat die Kampagne “SIXT ASCII GTI” von Jung v. Matt/Neckar in der Kategorie “interactive” absolut zu Recht das Rennen gemacht.
Unsere besten nachbarschaftlichen Glückwunsche!
Richtig gut.
via bewegungsmelder
von Artur Richter
EMA Munich: Bestes Video
Link: www.youtube.com
Justice – D.A.N.C.E
von Matthias Zellmer
Worst EU Lobbying Award
Der ‘Worst EU Lobbying’ Award wird an Lobbyisten, Unternehmen oder Interessenverbände vergeben, die 2007 manipulative, irreführende oder andere problematische Lobbytaktiken verwendeten, um Entscheidungen der EU zu beeinflussen.
Noch bis zum 24. November 2007 kann man im Internet über die schlimmsten Lobby-Sünder in den Kategorien “Worst Lobby” und “Worst EU Greenwash” (Widerspruch zu wahren Umweltauswirkungen) abstimmen. Leider funktioniert die deutsche Version der Abstimmung derzeit nicht. Egal: Einfach auf Englisch oder Französisch ausweichen.
Die Preisträger werden dann am 4. Dezember in Brüssel und auch online bekannt gegeben. Ich bin schon gespannt, wer es wird …
von Matthias Zellmer
Udo Lindenbergs Panikpreis
Wir hatten die schöne Aufgabe die Website für die Udo Lindenberg Stiftung zu überarbeiten. Der Anlass dazu war der neu ausgeschriebene Panikpreis.
Dahinter steckt ein Wettbewerb für jungen Musiker aus Baden-Württemberg. Die teilnehmenden Künstler sollen Text- und Gedichte vertonen. Und zwar Ganze im Sinne und inspiriert durch die Werke von Hermann Hesse und Udo Lindenberg. Mehr dazu auf udo-lindenberg-stiftung.de.
von Matthias Zellmer
Internetpreis des Deutschen Handwerks
Mit dem Internetpreis des Deutschen Handwerks werden jährlich drei Handwerksunternehmen für ihre Websites prämiert. Die Bewertungskriterien für die Vergabe des Preises sind:
- Innovationsgrad und Originalität der Internetlösung für das Handwerk
- Breitenwirkung der vorgeschlagenen Lösung im Handwerk
- Beitrag der Idee zur Leistungs- und Wettbewerbssteigerung im Handwerk
- Realisierungsaufwand zur Nutzung der Idee im Handwerk
- Nachhaltigkeit der Idee
- Anwenderfreundlichkeit
Die diesjährigen Preisträger sind die Firma FritzGlock Tischler aus Gera, der Dachspezialist SPS Fertiggauben aus Westerstede und der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks mit Sitz in München.
Ich weiß, es ist immer einfach drauf zu hauen, aber warum dieses Drei? Ist es wirklich so schlimm um die Websites des deutschen Handwerks bestellt? Müssen einfachste Grundregeln wirklich missachtet werden? Da findet man Tabellenlayouts, title-Tags ohne Firmenname, veraltete (deprecated) HTML-Elemente, keine oder völlig sinnentleerte alt-Attribute, plötzlich auftauchende Navigationsebenen und so weiter.
Auch die Begründungen der Jury helfen mir jetzt nicht weiter, die Entscheidungen nachzuvollziehen. Denn diese hören sich eher nach Marketingblasen an. Schade …
von Matthias Zellmer







