TED-Video: Wie Mathe wirklich unterrichtet werden müsste
Dieser TED-Vortrag von Arthur Benjamin zum Thema Mathematik-Ausbildung hat mich wirklich beeindruckt. Schaut es euch an …
von Matthias Zellmer
Siftables – Computersteuerung via Bauklötzchen
Wie bekommt man Computer dazu, dass sie auf uns reagieren. In der Regel per Tastatur- und Maus-Eingaben, seltener via Mikrophon oder Kamera. Oben im Video zeigt der MIT-Student David Merrill bei TED talks, dass es auch anders gehen könnte bzw. mittels Siftables auch geht. Siftables sind computergesteuerte und -steuernde Bauklötzchen, die aufeinander reagieren und somit eine ganz neue Art der Mensch-Maschine-Interaktion ermöglichen. Beeindruckend, oder?!
von Matthias Zellmer
Web-Unterricht an englischen Grundschulen
Die englische Tageszeitung The Guardian berichtete gestern, dass im Zuge der Reformierung des Lehrplans zukünftig auch das Nutzen des Web (2.0) an der Grundschule vermittelt werden soll.
Schüler sollen nach der Grundschulzeit in der Lage sein, Blogs, Podcasts, Twitter und Wikipedia als Informationsquellen nutzen zu können. Außerdem sollen nicht mehr nur Handschrift (also Schreiben mit einem Stift in der Hand), sondern auch der Umgang mit der Tastatur gelehrt werden. Und parallel zur Rechtschreibung sollen Schüler beigebracht bekommen, wie man mit Software zur Rechtschreibprüfung umgeht.
Diese Ansätze stammen von Sir Jim Rose, der von Regierungsministern beauftragt wurde, den Lehrplan für Grundschulen zu überarbeiten. Offiziell werden seine Vorschläge erst nächsten Monat veröffentlich – und erst dann wird sich auch die englische Politik dazu äußern.
Das Vermitteln von Web- und Computer-Kenntnissen in der Grundschule ist ein Ansatz, der viele neue Möglichkeiten mit sich bringt. Beispielsweise würden sich die verfügbaren Lehrmittel vervielfachen.
Voraussetzung ist aber, dass die Lehrkräfte mit dem Web (2.0) vertraut sind und es selbst adäquat nutzen können. Man kann nichts vermitteln was man selbst nicht versteht und beherrscht. Ob die Lehrkräfte (gerade ältere) dieser Aufgabe heute schon gewachsen sind … ?
via uk.techcrunch.com, thenextweb.com
von Katrin Schneider
Buchtipp: “Das Ende der Schublade” von David Weinberger
Gestern habe ich ein Buch zu Ende gelesen, welche mich begeistert hat, wie kaum ein anderes zuvor! Die Rede ist von Das Ende der Schublade: Die Macht der neuen digitalen Unordnung.
Noch nie habe ich ein Sachbuch wie dieses gelesen … weder im Bezug auf den Inhalt noch auf den Schreibstil. Es macht einfach vom ersten bis zum letzten Satz Spaß dieses Buch über die Ordnung im Allgemeinen und die digitale Ordnung im Speziellen zu lesen. Und was Weinberger scheinbar so locker leicht auf noch nicht einmal 300 Seiten formuliert, ist schlichtweg die Beschreibung der digitalen Revolution. Darauf verweist auch völlig zu recht der Klappentext des Buches:
Ob wir spazieren gehen, einkaufen oder uns unterhalten – ständig teilen wir die Lebewesen und Dinge, die uns umgeben, ein in verschiedene Kategorien: Bäume und Blumen, Milchprodukte und Gemüse, sympathische Menschen und unsympathische. So schaffen wir Ordnung und finden uns in der Welt zurecht wie in einer Bibliothek – alles hat seinen Platz.
Diese Ordnung kommt ins Wanken, sagt David Weinberger. Unser Denken in festen Kategorien führt uns auf Dauer nicht weiter, wir müssen lernen, mit Chaos, Unordnung und Unschärfe umzugehen. Nur so lässt sich verstehen, warum Projekte wie Wikipedia funktionieren, warum YouTube, Flickr und iTunes so populär und erfolgreich sind.
Das ist nicht weniger als eine Revolution: Denn auf einmal verlieren Experten ihre Macht, soziale Netzwerke werden immer einflussreicher, Kunden und Bürger entscheiden selbst, weil sie am besten wissen, was sie wollen. Jeder besorgt sich genau die Informationen, die er braucht, und bringt sie in die Ordnung, die ihm am besten nützt.
Ein faszinierendes Panorama der digitalen Welt von einem der profiliertesten Internet-Vordenker.
Einfühlsam holt Weinberger den Leser bzw. die Leserin dort ab, wo sich alle auskennen: In einem Supermarkt. Daraufhin macht er einen Schritt zurück, um mit uns dann durch die Geschichte der Menschheit zu wandern. Dabei beleuchtet er mit einem unfassbar ganzheitlichen Weitblick unsere stetigen Bemühungen alles und jeden zu kategorisieren. Dies geschieht hauptsächlich um eine möglichst allgemein gültige Ordnung herzustellen. Doch am Ende ist es das ungeordnete digitale Chaos, welches dem Ideal bei all den Bemühungen in vielen tausend Jahren Menschheitsgeschichte am nähsten kommt. Am Ende wird klar: Ein globaler Umbruch ist im Gange und er wird etablierte gesellschaftliche Strukturen grundlegender verändern, als es jede noch so große Finanzkrise vermag.
Jeder Mensch, der in irgendeiner Weise beruflich mit dem Internet zu tun hat oder sich allgemein etwas vorbereiteter in die nächsten Jahre und Jahrzehnte gehen möchte, sollte dieses Buch gelesen haben. Ich werde es sicher nicht zum letzten Mal gelesen haben. Eigentlich möchte ich dieses Buch auswendig kennen.
von Matthias Zellmer
glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank
glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.
Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.
Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)
von Matthias Zellmer
Wie Amerika wählt
Link: www.youtube.com
Ich bin ja ein großer Freund der netten kleinen Videos aus der Serie Explanations in plain english von der Common Craft Show. Bisher dachte ich immer, dass sie dort nur Web-Phänomen auf diese unnachahmlichen Art und Weise erläutern. Jetzt habe ich aber mitbekommen, dass sie auch andere Sachverhalte erklären … in diesem Fall das amerikanische Wahlsystem …
von Matthias Zellmer
Metropolis Directors Cut
Die Cineasten unter uns dürfen sich freuen: Die bisher als verschollen geltende ursprüngliche Version von Fritz Langs Klassikers “Metropolis” ist aufgetaucht. Paula Félix-Didier entdeckte das als verloren geglaubte Material im Museumsarchiv des “Museo del Cine” in Buenos Aires und sorgte damit für eine kleine mittlere Weltsensation. Filmgutachter, denen die Urversion vorgestellt wurde, haben bereits deren Echtheit bestätigt.
Hier gibt es nähere Infos und hier die ganze Geschichte.
Was das mit dem Web zu tun hat?
Nichts. Na und? Ich freue mich trotzdem…
von Artur Richter
Überlegung: Schoolcamp – Barcamp für Schüler

Am Wochenende nahm ich auf dem Barcamp Bodensee an einer Session “Digital Education” teil. Was vielleicht sogar eher anwendungsorientiert angedacht war, wurde schnell zu einer Diskussion über unser Schulsystem im Allgemeinen und die Web-/Medien-Kompetenz in den Schulen im Speziellen. Irgendwie hab ich das Thema im Hinterkopf mit nach Hause genommen, woraus die Überlegung entstanden ist, ob sich das Barcamp-Prinzip nicht auch auf eine spezielle Version für Schulen bzw. Schüler adaptieren lässt? Eine Art Schoolcamp.
Die Barcamp-Regeln könnten locker den Rahmen geben. Es müssten Sponsoren für die Infrastruktur, die Verpflegung usw. gewonnen werden und ggf. könnten die Teilnehmer in der Turnhalle der Schule übernachten, die dann Veranstaltungsort ist.
Die Idee ist jetzt noch nicht sehr ausgereift. Aber ich denke, sie ist es wert, mal weiter durchdacht zu werden. Gerade im Bereich Medienkompetenz könnte eine solche Veranstaltung Gold wert sein und wir so genannten Experten könnten so auf unsere Weise dazu beitragen, diese zu fördern.
von Matthias Zellmer
Web-TV für Bildungsbürger
Freunde von BR-alpha werden ihn kennen … Harald Lesch, Professor für theoretische Astrophysik und Fernsehmoderator. Ich habe den aus meiner Studienstadt Gießen stammenden Lesch erst im Weihnachtsurlaub über stage6 kennengelernt. Im dortigen Harald Lesch Channel bekommt man einen umfangreiche und witzig präsentierten Einblick in die Astrophysik, wie ich ihn mir in meiner Schulzeit gewünscht hätte.
Unbedingt mal reinschauen …
von Matthias Zellmer
Quick Response Boys
Langsam aber sicher finden QR-Codes ihren Weg ins alltägliche Leben und bilden meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit letzteres mit Informationen aus dem Netz anzureichern.
Die Pet Shop Boys bauen die Codes in ihr neues Musikvideo Integral ein:
Link: www.youtube.com
The video has over 100 QR Codes that are subliminal when watched in real time, but accessible to interact with if you navigate through the film using time controllers. The QR Codes are organised into sections that relate to specific issues of civil liberties.
Darüber hinaus kann man die Animation als PDF herunterladen. Per Stop-Motion-Verfahren kann nun jeder sein eigenes Video beisteuern – auf YouTube sind bereits eine Handvoll Videos zu bewundern. Weitere Informationen zum Video gibt es hier.
via adverblog
von Artur Richter






