Pflichtablieferung an Nationalbibliothek relativiert
Wie heise.de gestern berichtet wurde im Bezug auf die Pflichtablieferung von im Web publizierten Inhalten an Nationalbibliothek nun doch mal der Verstand bemüht und die Nutzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten ins Auge gefasst:
Die Netzgemeinde kann aufatmen, denn die Bibliothek wird Blogs, Foren und Websites mit statischen Inhalten nur automatisiert über einen eigenen Crawler erfassen und archivieren.
Damit ist meine Welt wieder etwas mehr in Ordnung.
von Matthias Zellmer
glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank
glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.
Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.
Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)
von Matthias Zellmer
Barcamp München – mein Rückblick
Nachdem ich erst vor zwei Wochen auf dem Barcamp in Stuttgart war, fuhr ich nun schon wieder zum nächsten. Diesmal in München.
Die Unkonferenz fand diesmal in den heiligen Hallen von Sun Microsystems statt und ich habe von Organisatorenseite etwas von um die 400 Teilnehmern gehört.
Am Samstag nahm ich an folgenden Sessions statt:
- Netvibes und Widgets: Möglichkeiten zur Nutzung und die Vor- und Nachteile
- YiGG Spekulation: Über ein kommendes Portal zur Ereignisspekulation
- Zaubersession: Unterhaltsame Zaubertricks mit Erklärung des menschlichen Psychologie
- UX: User Experience Design und The Joy of Use
- Techologie – Quo vadis: Analytische Rückschau und fundierte Vorschau
Abends ging es dann zu einer gut besuchten Party in einer Münchner Kneipe. Wie eigentlich ständig am ganzen Wochenende, wurde auch hier viel gefachsimpelt und ich habe sehr nette und interessante Menschen kennen lernen dürfen.
Sonntag ging es dann mit etwas weniger Leuten und weiterhin stetiger Versorgung mit Nahrung weiter. Ich besuchte nochmal drei Sessions.
- Mobile Plattformen: Kontroverse Diskussion über den Stand der Dinge und die möglichen Entwicklungen in der Zukunft.
- Politik 2.0: Fortsetzungssession vom Barcamp Stuttgart über Social Web und Politik
- Twitter: Nutzer erklären Nichtnutzern das Microblogging
Die letzten Session hab ich ausfallen lassen und stattdessen mit verschiedenen Menschen diskutiert, z.B. über den Niedergang von Innenstadtkultur durch das Einzelhändlersterben oder auch über die Möglichkeiten, die man als Nicht-Parteipolitiker etwa durch das Social Web hat, die Gesellschaft mitzugestalten.
An- und Abreisetechnisch habe ich das große Los gezogen. Dank Jan habe ich auf dem Hinweg und während des Wochenendes meinen Koffer nur einmal mehr als 2 Minuten schleppen müssen. Und dank Dirk habe ich das Prinzip des Koffer-Nicht-Schleppens auch auf dem Rückweg einhalten können. Danke noch mal.
Alles in allem eine wirklich gelungene Veranstaltung, die zwar organisatorisch wegen der hohen Teilnehmerzahl etwas geächzt und geknarzt hat, aber ansonsten sehr informativ und interessant war. Auch das typische Barcamp-Feeling hat sich bei mir schnell wieder eingefunden. Freue mich schon auf das nächste Barcamp. Obwohl ich dabei eher zu einem thematisch spezialisierten Camp tendiere. Dahin geht meiner Meinung noch auch die allgemeine Tendenz bei den erfahrenen Barcamplern. Denn wenn zum Beispiel kommende Woche fast 500 Leute das Barcamp Berlin bevölkern werden, dann kommt meiner Ansicht nach diese Art der Konferenzen an ein Limit, die es durch die immer mehr notwendig organisatorischen Regulierungen, auch am ihnen eigenen Flair verliert.
So … und in den kommenden Tagen werde ich dann ein wenig mehr auf das Inhaltliche eingehen.
von Matthias Zellmer
bit.fall – Kunst am Internet
Link: www.youtube.com
Nicht dass das tolle Video von Julius Popps Projekt bit.fall irgendwie untergeht, welches Katrin gestern in unsere Visual-Link-Rubrik Bildschirm gepackt hat.
Neben der Installation an sich, finde ich vor allem die Fragen interessant, die sich Popp am Anfang des Videos stellt und deren Antwortsansätze sich in dem bit.fall-Projekt niederschlagen.
Eine weitere interessante Mischung aus Kunst und Technik präsentiert Natali in ihrem Blog.
von Matthias Zellmer
Meine fairen Bio-Regungen
Wie neulich schon erwähnt läuft zurzeit die FaireWoche mit dem Thema Doppelt gut! Bio im Fairen Handel und dazu hat Karma Konsum einen Blog-Karneval ausgerufen:
Schreibt bitte, wie ihr ganz persönlich darüber denkt und wie ihr dem Fairtrade-Gedanken gegenüber eingestellt seid.
Na, dann tue ich das mal:
Manche schreiben es meinem Sternzeichen zu, ich bin ein großer Verfechter des Fairness-Gedankens. Ungerechtigkeiten können mich auf die Palme bringen, wie nichts anderes auf der Welt. Wer jetzt denkt, „Super, dass ist DER Mann fürs Thema FairTrade und so”, hat damit nur bedingt recht. Wenn einen etwas im Kern seines eigenen Wesens so sehr beschäftigen kann, dass es einer der ganz wenigen Auslöser für wütende Proteste und Anklagen ist, dann kann einen das auch richtig fertig machen. Darum gilt es in einem solchen Zusammenhang Strategien zu entwickeln, die es einem ermöglichen immer noch am Alltagsleben teilnehmen zu können. Mir hilft diesbezüglich ein Spruch eines Freundes, der in einer Kommune lebt:
Nur nicht dogmatisch werden!
Will heißen: Alles mit einem gesunden Mass. Seit mir das bewusst ist, kann ich mit gutem Gewissen in ein normales Restaurant gehen und dort zum Beispiel eine Portion Pasta mit Carbonara-Soße essen und anschließend einen Kaffee trinken. Auch wenn davon nichts fair gehandelt oder in Bio-Qualität ist. Es geht.
Wenn ich Lebensmittel einkaufe, achte ich schon deutlich stärker auf die zugehörigen Labels. Kaffee, Kakao und oft auch Schokolade (bin kein großer Schokoladenesser) für den privaten Konsum kaufe ich in aller Regel aus fairem Handel. Bei tierischen Produkten wie Milch und Fleisch kauf ich meist Bio. Bei pflanzlichen Produkten bin ich nicht so strickt. Da greife ich aber gerne auf regionale und saisonale Produkte zurück.
Bei Kleidung tue ich mir mit dem FairTrade-Gedanken noch etwas schwerer. Keine Ahnung warum. Ich habe mir aber jetzt mal den RSS-Feed des Grüne-Mode-Blogs abonniert. Vielleicht hilft es ja, auch diesbezüglich meine Wahrnehmung zu schärfen und nach und nach auf grünere Mode umzusteigen. Aber auch hier wird bei mir gelten:
Nur nicht dogmatisch werden!
von Matthias Zellmer
Rugby on Rails
Link: de.youtube.com
Heute gibt´s ausnahmsweise mal Werbung für die Konkurrenz Mitbewerber. Das Ding trifft´s wirklich auf den Punkt.
Ach ja, nen “Style-Guide” haben wir übrigens auch. Glaub ich.
via stylespion
von Artur Richter
Blog-Karneval zur Fairen Woche
Vom 15. bis 28. September finden die “Faire Woche“-Wochen statt. Diese so genannte Faire Woche steht unter dem Motto: “Doppelt gut! Bio im Fairen Handel”.
Wie in den vergangenen Jahren auch, gibt es in diesem Zeitraum einige spannende Aktionen rund um den Fairen Handel. So hat zum Beispiel einer meiner Lieblingsblogs Karma Konsum im Rahmen dieser Fairen Woche einen Blog-Karneval zum Thema Fairen Handel ins Leben gerufen. Und so funktioniert dieser Blog-Karneval:
- Behandelt während der Fairen Woche (15. bis 28. September 2008) diese Fragestellung auf Eurem Blog mit Verwendung des Karneval-Logos und einem Trackback-Link zu dem Beitrag Blog-Karneval zum Thema Fair Trade.
- Schreibt bitte, wie ihr ganz persönlich darüber denkt und wie ihr dem Fairtrade-Gedanken gegenüber eingestellt seid.
Wer keinen eigenen Blog betreibt, kann zumindest einen Kommentar auf den Blogs hinterlassen, die an diesem Karneval teilnehmen.
Eine ähnliche Blogger-Aktion im Oktober: Blog Action Day 2008 zum Thema Armut
von Matthias Zellmer
Das Netzlogbuch bei den BOB’s
Die Deutsche Welle ruft aktuell zur Kürung der Best Of Blogs (BOB’s) Awards auf.
Angemeldet werden können Blogs aus der ganzen Welt, die in einer der elf zugelassenen Sprachen verfasst sind. Gewählt wird von einer internationalen Jury und Dir / den Web-Usern dieser Welt.
Unter den (bisher) über 9000 Anmeldungen ist auch das Netzlogbuch am Start. Der geneigte Leser kann uns hier seine Stimme geben …
von Katrin Schneider
Blog Action Day 2008 zum Thema Armut
Blog Action Day nennt sich eine weltweite Initiative, die erreichen möchte, dass an einem Tag im Jahr möglichst auf allen Weblogs dieser Erde zu einem Thema gebloggt wird.
In diesem Jahr ist es der 15. Oktober und das Thema lautet Armut. Hier der Link zur Anmeldung, die ab sofort möglich ist.
Bitte mitmachen und weitersagen!
Via Karma Konsum
von Matthias Zellmer
Was ist Web2.0? Ein Beispiel …

Blogger wollen, dass ihre Blogs gelesen werden. Dazu nutzen sie das weltweite Netzwerk der Blogger-Gemeinschaft: die Blogosphäre. Ich auch. Doch schlichtes Zitieren in den eigenen Beiträgen ist zwar immer noch weit verbreitet, aber inzwischen gibt es einige andere interessante Möglichkeiten, wie sich Inhalte verbreiten lassen.
Ein konkretes Beispiel:
Gestern hat Markus Spath auf dem Blog netzwertig.com den Artikel Location Based Services: Der Yahoo Fire Eagle ist gelandet veröffentlicht.
Wie einige dutzend andere RSS-Feeds habe ich auch den Feed von netzwertig.com in meinem Google Reader abonniert und dort auch den oben genannten Beitrag gelesen. Im Google Reader ist es möglich die Beiträge Anderen mit einem Klick weiterzuempfehlen. Die nach und nach von mir empfohlenen Beiträgen sind dann auf einer automatisch vom Google Reader erstellten Seite einzusehen. Parallel ist diese Seite selbst auch wieder als RSS-Feed abonnierbar.
Mit twitterfeed gibt es einen interessanten Web-Dienst, der es möglich macht, die neuen Beiträge eines jeden beliebigen RSS-Feeds in seinem Twitter-Account veröffentlichen zu lassen. Einmal eingerichtet, tut er dies automatisch. Da es auch für das Netzlogbuch einen Twitter-Account gibt, habe ich es so eingerichtet, dass alle von mir per Google Reader empfohlenen Beiträge via twitterfeed automatisch auch im Netzlogbuch-Twitter-Account als Lese-Empfehlung veröffentlicht werden.
Jeder Twitter-Account ist nun auch wieder als RSS-Feed abonnierbar. Das haben wir uns beim Netzlogbuch zu nutze gemacht und geben diesen Twitter-Feed via WordPress-Plugin im Bereich “By the way” in der rechten Spalte des Netzlogbuch aus … zusammen mit den anderen unserer so genannten Tweets.
Auf diese Weise bekomme ich nicht nur mit einem Klick, die von mir gerne gelesenen Beiträge als Empfehlung auf das Netzlogbuch, sondern gleichzeitig auch auf Twitter und zudem auch noch auf sonstige Dienste, wie z.B. friendfeed oder lifestream.fm.
Das ist für mich (auch) Web2.0 …
von Matthias Zellmer







