Das Wochenende auf Robert Basiscs Buzzcamp
Robert Basic hat am vergangenen Wochenende zum Buzzcamp eingeladen und gut 30 Leute fanden sich dann auch in Bad Homburg ein, um gemeinsam nach dem Open Space Konzept an seiner Projekt-Idee Buzzriders zu arbeiten.
Buzzriders?
Die Grundidee von Buzzriders ist, Lokales ins Web bringen. Und da es unendlich viel Lokales gibt … jede und jeder erlebt doch immer irgendwo etwas, was für das eigene Umfeld interessant ist … müssen im Prinzip alle ran.
Auf Buzzriders soll jeder und jede Meldungen, Berichte und Infos veröffentlichen können und jeder und jede soll aus diesem Pool an Beiträgen wiederum einen eigenen News-Stream erzeugen und weiterführen können. Bis hin zur eigenen kleinen Web-TV-Nachrichten-Sendung.
Und damit zeigt sich, dass die Buzzriders natürlich die ganze Bandbreite an Medienformaten nutzen können, die das Web unterstützt: Text, Bilder, Video, Audio, usw. Und ganz wichtig sind dabei zum einen der lokale Bezug und zum anderen die Möglichkeit themenbezogen zu wirken. Ein Buzzrider kann seinen News-Stream für eine Stadt, einen Stadtteil, ein Dorf oder einen Straßenzug generieren und/oder auf ein Thema bezogen. Da Buzzriders kein Non-Profit-Projekt sein wird, soll es ein Modell geben, nachdem die einzelnen Buzzriders auch ein bisschen was an den von ihnen dort eingebrachten Leistungen mitverdienen können.
Das Camp
Da alle, die zum Buzzcamp kamen, mit einem sehr von einander differenzierenden Kenntnisstand nach Bad Homburg angereist sind, auch was die Vorstellung, wie eine solche Open Space Veranstaltung ablaufen könnte, wurde am Samstag sehr viel diskutiert … und das auch nicht immer zielführend. Für mich war das völlig in Ordnung, denn ich fand, dass so ein gute Klima für Ideen entstanden ist. Der Sonntag verlief dann … mit ein paar weniger Leuten … etwas strukturierter.
Alles in Allem bin ich jetzt mal gespannt, was Robert an Erkenntnisse aus dem Wochenende ziehen wird. Er wird es uns sicher bald mitteilen. Ich für meinen Teil finde seine Vorgehensweise, die komplette Entwicklung von Buzzriders zu öffnen und alle die wollen daran partizipieren zu lassen, sehr interessant. Es wird bis zum Launch bestimmt ein bisschen länger dauern als auf dem konventionellen Weg, aber ich hab so das Gefühl, dass dieser Weg aber auch das passendere Ergebnis liefern wird.
von Matthias Zellmer
Zeitung 2015 – eine Skizze

“Auf meine Zeitung am Morgen möchte ich nicht verzichten!” oder “Alles nur am Computer zu lesen, ist nichts für mich.” In eine solche Richtung gehen die Argumente, warum es auch in Zukunft noch weiterhin Zeitungen geben wird. Aber auch das Vertrauen im Bezug auf die Berichterstattung und die Themenvorauswahl der Zeitung seiner Wahl werden gerne genannt, wenn es in einer Diskussion um eine skizzierte Welt ohne Zeitungen geht. Trotz bzw. auch auf Basis dieser Punkte, möchte ich in der Folge mal skizzieren, wie auch in ein paar Jahren das Modell “Zeitung” aussehen könnte.
Das Medium Papier
Papier eignet sich hervorragend, um darauf etwas Gedrucktes zu lesen. Aber Papier bedruckt inzwischen fast jeder von uns zuhause. Also warum sollen wir denn nicht auch in Zukunft unsere Zeitung selbst ausdrucken?!
Die Themenauswahl
Mal Hand aufs Herz: Wer liest in der Zeitung auch Dinge, die ihn oder sie nicht interessiert? Und wenn doch, wie oft? Die Antwort auf diese Frage wird in aller Regel auf irgendwas zwischen “nie” und “hin und wieder” hinauslaufen. Also warum sollte man sich nicht eine Zeitung generieren lassen, die zum Großteil die Themen bedient, die mich interessieren? Hier kann man ja auch gewisse Freiheitsgrade definieren. Zum Beispiel könnte man einen Webdienst beauftragen: “Liefer mir jeden Morgen 4 DIN-A4-Seiten News aus den Themengebieten Sport, Wirtschaft und Politik und mische 10-15% Zufallsthemen darunter.” Sowas lässt sich auch heute schon fast automatisiert bewerkstelligen.
Distribution
Der Hauptgrund warum ich die taz nicht als Zeitung abonniert habe, ist weil ich sie nicht morgens mit in die S-Bahn nehmen kann. Da sie aus Berlin kommt, wird sie, wie ich bei einem Probe-Abo festgestellt durfte, per Post geliefert. D.h. ich habe am Abend eines Tages die Nachrichten vom Abend des Vortag zu lesen bekommen. Was vor 10 Jahren vielleicht noch akzeptabel war, ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Abhilfe könnte da zum Beispiel ein kleiner Kasten bringen, den man an jeden Drucker anstöpselt und der per WLAN entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder aber auf Knopfdruck die aktuellsten Nachrichten von dem besagten Webdienst abruft und mir meine persönliche, in dem Augenblick denkbar aktuellste Zeitung ausdruckt. Oder wahlweise auch auf meinen elektronischen Reader funkt.
Zeitungsverlage
Wenn ich mir mal die Aufgabe der Zeitungsverlage ansehe, dann haben wir es hier mit einem Netzwerk an journalistisch wirkenden Mensch zu tun und solchen, die deren Arbeit verwalten. Wunderbar! Genau das braucht der beschriebene Webdienst auch. Nur kann das Netzwerk offener sein und die Verwaltung sich eher auf den Betrieb des Dienstes beziehen. Aber im Grunde ist dieser Dienst der Zeitungsverlag der Zukunft.
Gewinner und Verlierer
In jedem Fall gehören die an Aktualität und Relevanz interessierten Leser zu den Gewinnern und wenn sie ein geeignetes Geschäftsmodell für den geschriebenen Webdienst finden, dann gehören auch deren Betreiber dazu. Verlierer sind in jedem Fall die Druckereien und ggf. auch die Abfallwirtschaft. Denn wenn der ganze überflüssige Kram, der einen sowieso nicht interessiert nicht in der persönlichen auftauchen muss, dann braucht man das ursprünglich dazu nötige Papier nicht zu bedrucken. Was ja auch wieder die Umwelt zu einem Gewinner machen würde. Aber das heute etablierte Verlagswesen ist sicher auch gefährdet.
Geschäftsmodell
Wer seine persönliche Zeitung werbefrei haben möchte, zahlt dafür. Wer nichts zahlen möchte, muss sich mit der enthaltenen Werbung arrangieren. Wobei es für die Werbeindustrie sicher sehr interessant sein dürfte, die Interessen der Leser so genau zu kennen. Sie bekommen sie ja quasi frei Haus geliefert!
Fazit
Es kann und wird auch wahrscheinlich im Jahr 2015 noch etwas geben, dass wir dann als Zeitung bezeichnen werden. Jedoch ist diese besonders im Hinblick auf die Punkte Aktualität, Personalisierung und Distribution grundlegend neu aufzustellen. Denn das Web verändert gerade radikal das diesbezügliche Verständnis der Menschen. Aber auch die Zeitungsverlage werden sich ändern müssen und zu Online-Nachrichten-Diensten werden müssen. Hier könnte vielen eine fundamentale Konsolidierung ins Haus stehen. Aber nicht nur die Nachrichten-Zusammenstellung könnte persönlicher werden, sondern auch die Nachrichten-Quellen, sprich die Journalisten könnten mehr in den Vordergrund und die Zusammensteller eher in den Hintergrund rücken. Denn für die Zusammenstellung sorgen wir dann selbst, im Zusammenspiel mit intelligente Algorithmen. Ich denke mal, dass jeder einzelne Journalist schon mal mit dem persönlichen Reputationsmanagement beginnen sollte, denn in Zukunft vertrauen wir dann nicht mehr den Zeitungsverlagen, sondern eher den einzelnen Menschen hinter jeder einzelnen Nachricht.
Und eins noch … warum habe ich 2015 als Beispieljahr gewählt? Sicher nicht, weil ich hier für heute technisch Unmögliches beschrieben hätte, sondern weil es in unserer Medienlandschaft gewachsene Strukturen gibt …
von Matthias Zellmer
Qipit – Keep it. Share it.

Sie sind mal wieder auf einer Tagung oder in einem Business-Meeting und möchten gerne die Skizzen und Aufschriebe auf den Whiteboards oder Flipcharts als handliche Ausdrucke haben? Kein Problem! Nehmen Sie einfach Ihr Mobiltelefon zur Hand, fotografieren Sie das gewünschte Motiv und senden Sie eine MMS oder E-Mail an Qipit. Im Handumdrehen generiert Ihnen dieser Dienst ein tonersparendes, druckbares PDF-Dokument.
So oder zumindestens so ähnlich würde sicherlich die Marketing-Abteilung von Qipit ihren Dienst bewerben…
Einen Erfahrungsbericht eines Qipit-Testers gibt es hier.
Die “Computerwoche” erwähnt Qipit bereits im Zusammenhang mit den “besten Web 2.0 Tools für die tägliche Arbeit”.
von Simon Schmid
Inspiration von Getty Images
Eine der größten und ältesten Bild-Datenbanken im Web – Getty Images – hat eine Flash-Applikation veröffentlicht, über die sich User mit dort vorliegendem Content berieseln lassen können.
Die Applikation trägt den Namen Moodstream und soll laut thenextweb.org die User beim Brainstorming unterstützen.
Ausgangspunkt für die Auswahl der wiedergegebenen Bilder, Videos und Songs ist nicht etwa ein Thema, dass der User eingibt. Die Auswahl der angezeigten Inhalte wird über Parameter wie zum Beispiel Stimmung (fröhlich bis traurig) oder Zeitbezug (nostalgisch bis zeitgenössisch) beeinflusst. Zusätzlich kann der User wählen, wie die Übergänge zwischen den einzelnen visuellen Inhalten gestaltet werden sollen und ob in Sachen Audio auf Gesang verzichtet werden soll oder nicht. Für Unentschlossene stehen sechs vorgefertigte Einstellungen zur Verfügung.
Nachdem ich Moodstream nun circa 15 Minuten getestet habe fällt auf, dass sich der Stream beispielsweise einzelne Bilder nach einigen Minuten wiederholen. Auch, wenn man ein Parameter (geringfügig) verändert, wird noch immer der gleiche Stream angezeigt. Das kann Zufall sein, oder daran liegen, dass Moodstream noch sehr grün hinter den Ohren ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob Moodstream eine geeignete Hilfe zur Ideenfindung ist – aber das ist ja von Person zu Person verschieden.
Es macht in jedem Fall Spaß, mit der Applikation zu spielen und sich etwas berieseln zu lassen.
von Katrin Schneider
glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank
glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.
Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.
Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)
von Matthias Zellmer



















