Hauptberuf StyleSpion
Kai Müller, auch bekannt als der StyleSpion bzw. Betreiber des gleichnamigen Weblogs hat gestern verkündet, dass er ab 1. Dezember Stylespion.de hauptberuflich betreiben wird.
Da der Kai erstens ein sympatischer Mensch ist und seine Artikel von mir gerne gelesen und vor allem angesehen werden, wünsche ich ihm viel Glück bei seinem Vorhaben. Es zeigt sich, dass man … wenn man es drauf hat … doch vom Bloggen leben kann. Oder es zumindest versuchen kann …
Außerdem freut es mich, dass Kai das Vorhaben “Vom Bloggen leben” mit von ihm selbst geschaffenem Qualitätscontent versucht. Ich habe nämlich so das Gefühl, dass die Masse derer, die vom Bloggen leben können, dies vor allem mit PR-Geschreibsel und Quick’n'Dirty-Copy’n'Paste-Beiträgen tun. Weshalb auch einige Journalisten u. a. recht herablassend auf Blogger herabschauen und die Blogosphäre von einigen Menschen in der Krise gesehen wird. Aber das ist nun auch wieder ein Thema für sich …
Also Kai: Viel Glück bei deinem Vorhaben und vor allem … Durchhaltevermögen. Ich finde es gut, was du da vorhast …
von Matthias Zellmer
Pflichtablieferung an Nationalbibliothek relativiert
Wie heise.de gestern berichtet wurde im Bezug auf die Pflichtablieferung von im Web publizierten Inhalten an Nationalbibliothek nun doch mal der Verstand bemüht und die Nutzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten ins Auge gefasst:
Die Netzgemeinde kann aufatmen, denn die Bibliothek wird Blogs, Foren und Websites mit statischen Inhalten nur automatisiert über einen eigenen Crawler erfassen und archivieren.
Damit ist meine Welt wieder etwas mehr in Ordnung.
von Matthias Zellmer
Das Ende des Internets
Warum wundert es mich nicht, diese Nachricht auf einem Online-Portal für Journalisten vorzufinden?
Dem Mitmach-Netz schwinden die Mitarbeiter: Kostenlos für Wikipedia und Open Source-Projekte zu arbeiten, wird man sich schon bald nicht mehr leisten können, sagt US-Journalist Andrew Keen voraus.
Keimt da Hoffnung in der Journalie auf wenn Keen schreibt:
In Zeiten von Massenentlassungen dürfte die Bereitschaft zu kostenloser Arbeit, von der Web-Angebote wie Wikippedia, YouTube, MySpace und Flickr, aber auch Open Source-Projekte profitieren, deutlich sinken. Es wird eine kulturelle Veränderung in der Einstellung gegenüber dem ökonomischen Wert unserer Arbeit geben.
Ich finde es schon sehr interessant, wie da grundlegend unterschiedliche Web-Dienste in einen Topf geworfen werden. Mitarbeit an YouTube? An MySpace? Flickr? Bin ich dann auch ein Mitarbeiter einer Zeitung, wenn ich einen Leserbrief einsende?
Ist es nicht dann vielleicht auch so, dass die Massenentlassenen sich dann nur noch die kostenlosen Dienste leisten können? Heute finanzieren sich viele Dienste schon jetzt indirekt – durch Werbung . Man könnte nun auch prognostizieren, dass bei der Verknappung der Resource Geld die Bemühungen, derer die was zu verkaufen haben, steigen müssen, da ja die Konkurrenz um das wenige Geld nun noch mehr steigt. Da muss einfach mehr Werbung gemacht werden und die werbefinanzierten Web-Dienste werden boomen. Aber auch das ist, wie die Ausssagen von Keen, reine Spekulation.
Also liebe Keens dieser Welt, das Internet ist ein Faktum, das geschaffen ist. Es ist ein neues Medium, dass euch wohl allzuoft an klassische Medien erinnert. Aber das ist ein fieser Trick von ihm. Es ist anders, es ist vielschichtig, es kann darin direkt interagiert werden und es ist vor allem nicht mal annähernd am Ende.
von Matthias Zellmer
Nationalbibliothek sollte Feeds abonnieren
In meiner Zeit in der Studierendevertretung der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben wir eine kleine Zeitung für unsere Kommilitonen herausgegeben. Damals lernte ich auch die Deutsche Nationalbibliothek kennen. Wir mussten ihr damals von jeder Ausgabe auch ein Exemplar zukommen lassen. Wir hatten ein Sekretariatskraft, die das dann für uns zuverlässig übernommen hat. Das war im Prinzip auch ganz einfach und schnell gemacht. Heft nehmen, eintüten, adressieren und ab zur Post. Fertig.
Doch was jetzt auf uns … und wohl auch auf die Nationalbibliothek … zukommt, das ist wohl nicht so einfach. Laut einer Verordnung der Bundesregierung sind Website-Betreiber seit gestern verpflichtet, dort Kopien ihres Online-Angebotes abzuliefern. Entgegengenommen werden PDF- und Zip-Dateien. Theoretisch machen sich Website-Betreiber strafbar, wenn sie dieser Abgabe-Pflicht nicht nachkommen. Laut Spiegel Online weiß man “bei der DNB selbst noch nicht so genau, wie das alles funktionieren und organisiert werden soll”.
Für mich hört sich das alles ein bisschen “Old-School” an. Sollen sie doch lieber alle Website-Betreiber verpflichten, ihre relevanten Inhalte als RSS-Feed anzubieten. Diesen könnte die Nationalbibliothek dann abonnieren und alles würde automatisiert ablaufen. Zudem würde eine solche, bei vielen Website notwendige Umstellung eben diesen sicher gut tun … von wegen Trennung von Inhalt und Layout und so. Aber wahrscheinlich habe ich in diesem Zusammenhang wieder mal irgendwas nicht richtig bedacht. Aber da scheine ich ja nicht der Einzige zu sein.
von Matthias Zellmer
glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank
glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.
Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.
Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)
von Matthias Zellmer
Liebes Adobe…
Auf dearadobe.com kann man, ganz im Sinne der Punkte 19 und 20 des Cluetrain Manifests, ein paar direkte Worte an den Softwareriesen richten. So etwas nenne ich mal hervorragende Kundenkommunikation. Schade nur, daß nicht Adobe sondern mal wieder andere auf die Idee kommen mussten…
via swissmiss
von Artur Richter
Filmtipp: Weltmarktführer

Letzten Montag (14.07.) sah ich einen sehr interessanten Dokumentar-Film (2004) im ZDF – “Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann”. Der Film erzählt den Aufstieg der IT-Sicherheitsfirma Biodata GmbH, welche Siekmann 1984 von seinen Eltern übernahm, für den symbolischen Preis von damals 1,- DM. Nach dem Börsengang im Jahre 2000 feierte Biodata große Erfolge am Neuen Markt, ehe die Firma 2001 Insolvenz anmeldete.
Tan Siekmann galt als der deutsche Bill Gates und steht exemplarisch für den Aufstieg und den Fall der New Economy in Deutschland. Sehenswerter Film!
Quellen: Film-Homepage, Wikipedia, YAHOO!
von Simon Schmid
Tipps für Start-up von einem Gescheiterten
Es heißt zwar “Von Siegern lernen, heißt siegen lernen”, aber es heißt auch “Aus Fehlern lernt man”. Kombiniert man diese beiden Sprüche und quirlt sie ein wenig, dann könnte es auch heißen: “Von den Fehlern der Anderen zu lernen, heißt siegen lernen”. Und genau diese Möglichkeit gibt einem der Blog Diary of a Failed Startup.
Hier beschreiben ehemalige Start-Uper, wie und warum ihre Unternehmung gescheitert ist. Hab das ganze übrigens bei netwertig.com entdeckt, wo sie auch gleich ein paar interessante Zitate herausgefiltert haben, wie:
If your idea starts with “We’re building a platform to…” and you don’t have a billion dollars in capital, find a new idea. Now.
Weitere ungeschönte Wahrheiten gibt es auf dem Diary of a failed startup … ist unbedingt lesenswert …
von Matthias Zellmer
Morgen: pl0gbar in Stuttgart
Liebe Web-Worker aus Stuttgart und Umgebung! Morgen findet die 2. Stuttgarter pl0gbar im Lichtblick statt. Um 19 Uhr geht es los. Soweit ich informiert bin, haben sie uns dort die nette Lounge im Hinterhof reserviert. Könnte wieder supergemütlich werden … getreu dem Motto der pl0gbars “Web2.0 in kuschlig”.
Für Alle, die sich jetzt fragen: “pl0gbar? Was’n das?” … diese kleine Beschreibung könnte helfen:
Wer pl0g.de kennt, wird die pl0gbar lieben: Leute treffen, fachsimpeln oder einfach nur bei Bier oder Kafe Latte plaudern. Lerne die Menschen hinter den Pixeln kennen, in Farbe und bunt! Wage den Schritt ins echte Leben, treffe Leute, die Du bisher nur aus Deiner Kontaktliste kanntest und lerne neue kennen, die deine Interessen teilen. Schnell und unkompliziert, so wie pl0g.de!
Größtenteils werden spezielle Events als Anlass genommen, sich zu treffen (Apple Keynotes, Wii Launch in Deutschland etc.), es gelingt aber trotzdem das ganze als regelmäßige Institution zu platzieren und alle 2 Wochen abzuhalten…
Also: Man sieht sich …
von Matthias Zellmer
Quoten, Klicks und Kohle

Erstmals seit Jahren ist der Durchschnitts-Fernsehkonsum in Deutschland gesunken – auf nunmehr 208 Minuten täglich. Ein Trendwende zeichnet sich ab. Denn zugleich wächst die Bedeutung des Internets: Schon heute surfen mehr als 60 Prozent der Bürger im Netz. Für junge Leute unter 30 ist mittlerweile der Computer das Medium der Wahl.
Gestern Abend lief im SWR-Fernsehen eine sehr interessante Sendung mit dem Titel “Quoten, Klicks und Kohle – Der Kampf um die Zuschauer”, welche sich genau mit dieser Situation befasste. Die etablierten Medien wie zum Beispiel das Fernsehen verlagern ihre Inhalte mehr und mehr ins Web, wo mittlerweile ein riesiger Wettbewerbsdruck entstanden ist. Will man sich von der Masse abheben, müssen immer neue Verbreitungswege für Bilder, Töne und Texte gegangen werden. Auch die Themen Öffentlich-rechtliche Sender vs. “Bezahl”-Inhalte im Web und die Veränderung des Journalismus durch die digitale Medienrevolution werden angerissen – aber seht selbst:
Download der Sendung (MP4-Format)
via SWR
von Simon Schmid







