Chrome 2.0
Letzte Woche veröffentliche Google eine erste stabile 2.0-beta-Version seines Browsers Chrome. Mit Chrome 2.0 wurden eine große Zahl von Sicherheitslücken geschlossen, die zum Teil für Geschwindigkeitseinbußen oder Abstürze verantwortlich waren. Des weiteren wurden neue Features implementiert. Hier hat Google auf die Wünsche der User reagiert und beispielsweise die Möglichkeit umgesetzt, vorgeschlagene Websites aus der Liste auf der “Neuer Tab”-Seite löschen zu können. Auch neu in Chrome 2.0 ist die überarbeitete JavaScript-Engine V8, die JavaScript noch schneller handeln können soll.
Eine komplette Liste der Bugfixes, neuen Features und weiteren Neuerungen ist über den Google Chroem Blog erreichbar.
via GoogleWatchBlog und theNEXTweb
von Katrin Schneider
Pencil Project – Entwurf-Tool als Firefox-Add-On
Pencil Project ist ein Open-Source-Tool mit dem sich Entwürfe von Benutzeroberflächen prototypisch skizzieren lassen. Solche Tools gibt es viele, wie zum Beispiel die lizenzkostenpflichtigen Microsoft Visio, OmniGraffle, ConceptDraw (welches ich benutze) oder Dia, welches ebenfalls Open-Source ist.
Pencil ist als Tool vom Funktionsumfang und von der Bedienung her maximal Durchschnitt und damit für jemanden, der nur gelegentlich mal was skizzieren muss als Alternative zu den oben genannten leistungsfähigeren Tools durchaus annehmbar. Doch was mich an Pencil wirklich beeindruckt hat, ist, dass es, obwohl nur Firefox-Add-On und daher als Instanz des Browsers läuft, wie eine eigenständiges Desktop-Tool daher kommt.

Ein interessantes Konzept wie ich finde. Und es spricht immer mehr dafür, dass der Browser das Betriebssystem der Zukunft sein wird. Zumindest was die Wahrnehmung des Nutzers betrifft. Auch die Lauffähigkeit von solchen Add-On-Tools auf leistungsschwächeren Rechnern wie Netbooks sollte damit gewährleistet sein … inklusive einer weitestgehenden Plattformunabhängigkeit. Zumindest fällt mir so spontan kein relevantes Betriebssystem ein, auf dem der Firefox nicht läuft.
Wem das mit dem Firefox-Add-On aus irgendeinem Grund aber suspekt sein sollte, es gibt Pencil auch als Stand-Alone-Anwendung ohne Firefox für Windows und Linux …
von Matthias Zellmer
Browser-Performance: JavaScript vs. HTML
Gestern bin ich auf AjaxLine.com auf einen interessanten Artikel gestoßen, der sich mit der Performance von Browsern bezüglich JavaScript befasst. Wie der Titel “The Browsers Performance in Dependence of HTML Coding” schon sagt, ist dieser Artikel kein weiterer reiner Vergleich der JavaScript-Engines verschiedener Browser. Vielmehr beschäftigt er sich damit, wie performant Browser JavaScript in Abhängigkeit vom zu rendernden HTML-Code ausführen.
Der Autor, Sergey Chikuyonok (Blog), hat verschiedene HTML-Konstrukte in folgenden Browsern getestet: IE6, IE7, IE8b2, FF2, FF3, FF3.1a, Opera 9.62, Chrome 0.3, Safari 3.1.2, FF3 (Mac), FF3.1a (Mac), Safari 3.1.2 (Mac), Opera 9.6.1 (Mac), WebKit r37790 (Mac).
Es wurde beispielsweise überprüft, ob absolute oder relative Positionierung von Elementen performanter ist, oder wie sich die Anzahl der DOM-Elemente auf die Browser-Performance auswirkt. Die Ergebnisse der einzelnen Test sind jeweils grafisch aufbereitet dargestellt. Aus besonders eindeutigen Ergebnissen formuliert Chikuyonok außerdem klare Handlungsanweisungen.
Am Ende des Artikels befindet sich ein Resümee, in dem folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Browser-Performance vorgeschlagen werden:
- interaktive Elemente sollten absolut positioniert werden
- interaktive Elemente sollten bereits von Anfang an bedacht und eingeplant und nicht nachträglich eingefügt werden
- zu viele Elemente auf einer Seite können sich negativ auf die Performance auswirken
- gleiches gilt für zu tiefes Verschachteln von Elementen
- das Verwenden von <img />-Elementen ist performanter als das Einsetzen des Background-Image-Attributs
- Bilder sollten nicht vom Browser skaliert werden
Die getesteten HTML-Konstrukte sind typisch für Szenarien, in denen DOM-Manipulation über JavaScript stattfindet. Doch das Befolgen einiger der vorgeschlagenen Maßnahmen – wie beispielsweise der Verzicht auf Skalierung von Bildern über den Browser – ist sicher auch ratsam, wenn kein JavaScript zum Einsatz kommt.
via spic
von Katrin Schneider
IE8 offiziell veröffentlicht
Seit gestern ist es amtlich: der neue “Faster, Easier, Safer” Browser von Microsoft – der Internet Explorer 8 – hat nach einem Jahr die beta Phase verlassen und steht nun zum offiziellen Download bereit.
Er ist in 25 Sprachen verfügbar und bringt eine Reihe neuer Features mit. Die einzelnen neuen Features werden ausführlich erläutert; es stehen sowohl textuelle Informationen wie auch Videos zu den einzelnen Features zur Verfügung. Zu den neuen Features gehören beispielsweise Web Slices (HowTo-Video) und Accelerators (HowTo-Video).
Obwohl Microsoft behauptet, dass die neue Version des Internet Explorer die sicherste sei, gibt es bereits erste Meldungen über erfolgreiche Attacken gegen die IE8. Wie Boris Veldhuijzen van Zanten von theNextWeb feststellt gibt es eben keinen Browser, der 100% sicher ist. Doch das Auftreten von Sicherheitslücken nicht einmal 24 Stunden nach der offiziellen Veröffentlichung ist wohl eher keine gute Werbung für das Produkt.
Ich warte gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und Download-Statistiken, die hoffentlich in den nächsten Tagen verfügbar sein werden …
via CruchGear.com
von Katrin Schneider
Greasemonkey – Webdienste pimpen
Der vom mir sehr geschätzte Markus Trapp hat sich auf seinem Text und Blog dem Greasemoneky-Addon für Firefox und zu den dadurch möglichen individuellen Optimierungen für von einem selbst viel genutzten Webdienste angenommen.
Er hat anhand von Google Mail und Twitter beispielhaft beschrieben, wie er auf Basis dieses Addons mittels Greasemonkey-Skripten diese Dienste an seine Nutzungsgewohnheiten bzw. Wünsche anpassen kann. Zudem verweist er auf einen (nicht nur) für Greasemonkey-Einsteiger interessanten Beitrag auf DownloadSquad, der zehn besonders relevante Skripts heraushebt.
von Matthias Zellmer
Die charmante Kritik am IE6
Nachdem ich am Montag mit IE6 Death March auf eine Aktion hingewiesen habe, die fast schon gewalttätig daher kommt, hat uns der von mir sehr geschätzte Bigod auf eine deutlich charmantere Art der Kritik am veralteten Webbrowser Internet Explorer 6 hingewiesen.
Wie oben zu sehen handelt es sich bei Stuff and Nonsens um eine sehr schön gestaltete Website von Andy Clarke und seinen Leuten. Zumindest ist sie für die Nutzer von modernen Browsern sehr schön gestaltet. Wer jedoch mit einem veralteten Internet Explorer auf die Website geht, wird folgende Version zu sehen bekommen:
Die Sprache der Optik ist eindeutig! Zudem kommt noch der folgende Hinweistext:
Hey old timer!
We’ve spotted that you are using an out-of-date version of Internet Explorer. It’s time to put on your parka and ride to a better browser such as Explorer 7, Firefox or Opera.
Ich finde, dass wir Web-Schaffenden uns ein Beispiel an dieser Website nehmen sollten und da wo es möglich ist nur noch monochrome Website für den IE6 anbieten sollten. Der Weg ist wegen seiner plakativen Art vielleicht sogar erfolgsversprechender, als alle noch so gut gemeinten Aktionen und Aufrufe. Man stelle sich mal vor, die IE6-Nutzer bekämen nach nur noch schwarz-weiße Websites zu sehen. Da würde wahrscheinlich sogar der Druck auf die Unternehmen steigen, die ihren Mitarbeitern bisher keinen modernen Browser verordnet haben.
von Matthias Zellmer
Der März soll IE-Todesmonat werden
Ich bin scheinbar nicht allein, mit meinem Aufruf Deinstalliert den Internet Explorer 6. Aber vielleicht war mein Aufruf nicht drastisch genug, denn die Website IE Death March ist nicht nur engagierter in ihrer Informationspolitik (“Things Younger Than IE6“) sondern auch etwas martialischer in der Wort- und Domainwahl. Sie rufen den März ’09 als den Monat aus, der nicht nur das Ende des IE6 darstellen soll, sondern er soll auch der Todesmonat für den betagten Browser sein. Was aber im Endeffekt auf das gleiche raus läuft.
von Matthias Zellmer
Bookmarklets – Mini-Helfer im Browser
Ich benutze Bookmarklets schon länger, aber dass es für diese kleinen, eine Browser-Aktion auslösenden Lesezeichen auch einen eigenen Begriff geben könnte, daran hatte ich bis zum Kommentar von Flominator zum Beitrag TwitSnip – ganz schnell mal Webseiten-Link twittern noch gar nicht gedacht.
Mein meist benutzes Bookmarklet ist bit.info vom Kurz-URL-Dienst bit.ly. Damit kann ich komfortable die URL der aktuellen Webseite verkürzen. Da ich einen Account bei bit.ly habe, wird diese Kurz-URL nebenbei auch in meinem Profil gespeichert und ich kann später zum einen noch mal darauf zurückgreifen oder auch sehen, wie viele Leute über diese Kurz-URL zugegriffen haben und mit welche Client. Interessante kleine Spielerei, die aber auch ein bisschen als Analyse-Tool dient.
Weiterführende Artikel zur Entwicklung von Bookmarklets gibt es auch auf SelfHTML und auf krapplack.de. Wobei es auf krapplack auch eine Sammlung von Bookmarklets gibt, wie auch auf bookmarklets.com.
von Matthias Zellmer
Deinstalliert den Internet Explorer 6

Ich habe mir gerade noch mal die Browser-Statistiken bei Webhits angesehen. Es sind doch tatsächlich noch 42,7% der Web-Nutzer mit dem Internet Explorer 6 unterwegs. In Worten Zweiundvierzig Komma Sieben Prozent! Das muss sich ändern.
Und da unserer Statistik beim Netzlogbuch zeigt, dass lediglich 7,8% unserer Leser noch den IE6 verwenden, möchte ich nicht unbedingt an euch appellieren, auf euren Rechnern modernere Browser zu installieren. Sondern euch bitten mal bei euren Freunden und Bekannten ein Auge drauf zu werfen, mit welchem Browser sie im Netz unterwegs sind. Weißt sie darauf hin, dass sie mit einem Oldtimer unterwegs sind und helft ihnen bei Bedarf einen modernen Browser zu installieren. Es kann ja ruhig wieder ein Internet Explorer sein.
Also macht mit und deinstalliert den Internet Explorer 6 … auch im Namen aktueller Web-Standards und zur eigenen Zufriedenheit der Noch-IE6-Nutzer.
von Matthias Zellmer
pixlr, Online-Bildbearbeitung auf Speed

Gestern war ich auf der Suche nach einem brauchbaren UND kostenlosen Grafikeditor für OSX. Leider ist das Ergebnis ausgesprochen nüchtern ausgefallen. Mit Ausnahme von GIMP, das mir eigentlich schon zu überladen ist, konnte mich kein Tool wirklich überzeugen.
Da liegt es natürlich nahe, sich mal bei der Webdiensten umzuschauen. Online-Bildbearbeitung gibt es mittlerweile ja haufenweise: Picnik, FotoFlexer, Phixr und wie sie nicht alle heißen waren mir bisher aber immer zu glossy und verspielt, was sicherlich daran liegt, dass Grafikdesigner und deren Arbeitsweise nicht gerade im Fokus dieser Dienste stehen. Photoshop.com dagegen ist meiner Meinung nach lahm und irgendwie zu “ganzheitlich”. Warum muss Bildbearbeitung immer in Kombination mit einer aufgeblähten Bildverwaltung daherkommen?
Einen anderen Weg beschreitet da pixlr. Der Editor, für dessen Nutzung keine Anmeldung erforderlich ist, besticht durch ein übersichtliches und sauber aufgebautes Interface, das mit seinen schwebenden Paletten an das Bedienkonzept professioneller Grafikprogramme anknüpft. Pixlr unterstützt Ebenentransparenz, einige Ebeneneffekte und -modi, bietet Effekt- und Einstellungsfilter und eine rudimentäre Textfunktion für die ich mir dringend ein besseres Antialiasing wünschen würde. Das alles ist für sich genommen sicher nichts Spektakuläres, funktioniert aber derart flüssig und smooth dass es eine wahre Freude ist - sogar einige der gewohnten Tastaturkürzel wurden implementiert.

Ein absolutes Killerfeature für alle Nutzer des Flash10-Plugins ist jedoch die Möglichkeit Bilddateien zu bearbeiten, ohne diese vorher Uploaden zu müssen. Ein immerhin 5 MB großes Digitalfoto ließ sich ohne erkennbare Verzögerung öffnen und direkt bearbeiten. Sauber. Damit gehört das bisher größte Manko sämtlicher Online-Editoren endlich der Vergangenheit an.
Sicherlich gibt es noch einige Dinge zu verbessern, die Unterstützung der OS-Zwischenablage ist hier besonders wichtig und ein brauchbarer Weichzeichner wäre sicherlich auch nicht verkehrt.
Der erste Eindruck von pixlr ist dennoch durchweg positiv. Gut gemacht und weiter so.
von Artur Richter









