Ein Buch mit Buchstaben
Link: www.youtube.com
Wirklich schön gemacht …
Via: Fontblog
von Matthias Zellmer
handlungsreisen.de: Literatur-Map

Heute morgen in der S-Bahn zur Arbeit hab ich mir mal wieder die Zeit mit dem neusten Beitrag des elektrischen Reporters verkürzt. Diesmal präsentiert uns Mario Sixtus in seinem Videoblog ein Interview mit Jens Nommel. Dieser spricht über sein Online-Projekt handlungsreisen.de. Eine astreine Google-Maps-Mashup-Anwendung, die Bücher mit den Orten ihrer Handlung verknüpft. Beides … Video-Beitrag und Karten-Anwendung: Sehr sehenswert!!!
von Matthias Zellmer
Literatur verschenken fördert ihren Verkauf
Kürzlich wunderte ich mich hier im Netzlogbuch noch über die nicht nur für mich unverständlichen Maßnahmen der Musikindustrie, die versucht ihre eigentlich besten Kunden zu kriminalisieren. Über ein wunderbares Gegenbeispiel habe ich nun auf Golem.de gelesen. Der Bestseller-Autor Paulo Coelho stellte eines seiner Bücher (“Der Alchemist”) in seiner russischen Version kostenlos ins Netz und kurbelte damit den Verkauf seiner Bücher in Russland deutlich an. Golem.de berichtet dazu:
Seine eigenen Erfahrungen haben Coelho dazu gebacht, das Urheberrecht zu überdenken. “Wir sollten Kunst und Inhalt aus einer anderen Perspektive betrachten”, konstatierte der Schriftsteller und empfahl, großzügig mit den Inhalten umzugehen. Dann bekomme man auch etwas zurück.
Gute Sache. Allerdings muss man dazu sagen, Coelho ist auch ein Intellektueller … und kein BWLer.
von Matthias Zellmer
Kathrin Passig übers entstruppende Web
Auf der Website des U_mag wurde heute ein interessantes Interview mit Kathrin Passig von der Zentralen Intelligenz Agentur veröffentlicht.
Mir ist dabei etwas besonders aufgefallen: Genau das, was die Autoren so interessant fanden, dass sie es als Überschrift (“Angenehm entstruppt”) herausgearbeitet haben, wurde in dem Beitrag nicht angewandt. Auf die Frage nach der Überlegenheit des Internets zum Buch antwortete Passig:
Wenn wir unser Gespräch jetzt im Internet führen würden, dann hätten wir den Vorteil, dass wir “Neue Literaturgattungen” mit einem Mouseover unterlegen könnten, wo dann “grotesk übertriebene Darstellung” erscheint. Bei Sachtexten kann man außerdem zu Wikipedia verlinken, sodass man nicht immer diese Germanistenschnörkel machen muss: der Dalai Lama, das geistige Oberhaupt von diesen und jenen. Man macht einfach einen Link bei Dalai Lama – und dann weiter im Text. So wird der Text angenehm entstruppt. Und im Internet geht alles viel schneller. Es heißt ja immer, dass ein Internetjahr sieben Menschenjahren entspricht, und ich glaube, auch was Textweiterentwicklung angeht, funktioniert das Internet schneller.
So eine Entstruppung fand leider bei der Erstellung des Beitrags nicht statt. Und genau da liegt ein entscheidender Unterschied zwischen jenen, die das Potential des Web verstanden haben und denen, die es nicht verstanden haben. So schreiben die Autoren einleitend:
Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der 2002 in Berlin gegründeten Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.
Webgerecht aufbereitet hätten sie eher folgendermaßen eingeleitet:
Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.
Nichtsdestotrotz ein schönes Interview …
von Matthias Zellmer
Amazon neuer E-Book-Versuch
Das gute Teil ist 13,5 cm breit, 19 cm hoch, 1,8 cm tief und 289 g schwer. Hat eine Bildschirmdiagonale von ca. 6 Zoll, eine Auflösung von 800×600 Pixeln und einen internen Speicher von 256 MB. Zudem kann man es mit SD-Speicherkarten bestücken und per USB, WLAN oder Mobilfunk mit Daten füttern. Die Rede ist vom Amazons neuem E-Book-Reader namens Kindle.
Diesen hat Amazon-Chef Jeff Bezos kürzlich vorgestellt und damit mal wieder ein neues Kapitel im (E-)Buch der zähen E-Book-Geschichte aufgestoßen. Anders als in den zahlreichen Versuchen in der Vergangenheit ein E-Book-Gerät am Markt zu etablieren, liegt die Hoffnung nun auf der Möglichkeit einen automatisierten, mobilen und drahtlosen Datenaustausch durchführen zu können.
Ich bin skeptisch. Es fokussiert sich doch zunehmend alles immer mehr darauf, dass alle Dienste (Web, Mail, Musik, Video, Kamera, …) auf einem Endgerät zugänglich sind, dem Handy.
Via: Spiegel Online, Heise, Golem, …
von Matthias Zellmer
Drupal-Buch kostenlos downloaden
Das Buch Drupal. Community-Websites entwickeln und verwalten mit dem Open Source-CMS zu Drupal 4.7. von Hagen Graf aus dem Addison-Wesley-Verlag kann nun über das Blog des Verlags kostenlos heruntergeladen werden.
Aktuell ist zwar derzeit die Version 5.2 und die Version 6 wird auch bald kommen. Aber dennoch hat auch ein gut eineinhalb Jahre altes Buch durchaus noch eine Berechtigung. Gerade wenn man mal in das Thema Drupal reinschnuppern will.
Via cocoate.com
von Matthias Zellmer
Music-Map: Künstler assoziiert
Ich bin immer mal wieder auf der Suche nach neuer Musik. Mit Music-Map von Gnod hat man die Möglichkeit neue Künstler anhand solcher zu finden, die man schon kennt und mag. Die Optik lässt zwar schwer zu wünschen übrig, aber ich habe so schon den einen oder anderen neuen Sound entdeckt.
Das Ganze gibt es übrigens auch für Filme und Bücher.
von Matthias Zellmer
Digitale Boheme – Freier leben und arbeiten durch das Internet

Ein Boheme (französisch: bohème, aus mittelalterlich: bohemus der Böhme, Zigeuner) zeichnet sich per Definition durch eine nicht-konforme, oft wilde, schillernde Art zu leben aus. Er tut dies neben oder oft sogar gegen gesellschaftliche Konventionen.
Mir fällt dazu spontan Johnny Depp in der Rolle des “Roux” in dem Film Chocolat ein. Dort spielt Depp so zu sagen einen analogen Boheme. Eine Lebensart, die vor allem in Künstlerkreisen, bei Malern, Dichtern und Literaten verbreitet ist.
Da sich so genannte Medienleute und Hacker (im positiven Wortsinn) durchaus eher als Künstler als als hart arbeitende Malocher verstehen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass in diesen Kreisen der Ausdruck Digitaler Boheme entstanden ist.
Digitale Boheme wenden sich aktiv von der Festanstellung als Konzept ab. “Vorteile wie Konstanz und Sicherheit” seien nicht mehr gegeben und “Immer weniger kommen rein” und die “müssen sich dem Flexibilitätsdiktat des Arbeitgebers beugen”. So äußern sich zumindest Holm Friebe und Sascha Lobo in einem Beitrag auf Welt Online zu dem von ihnen maßgeblich in ihrem Buch Wir nennen es Arbeit mitgeprägten Begriff. Es sollte somit auch nicht weiter verwunderlich sein, dass sich die Autoren selbst zur digitalen Boheme zählen.
Das Leben als Digitaler Boheme hat “nichts mit Ausgehen, Alkoholkonsum oder freien Liebespraktiken zu tun”. Das Internet hat den Handlungsspielraum für Boheme lediglich radikal erweitert und somit um den digitalen Aspekt erweitert. Als Beispiel nennt Lobo im Welt Online Interview eine New Yorker Designerin, „die als Arbeitslose anfing, Lichtschalter kunstvoll zu verzieren, weil es ihr Spaß machte. Inzwischen verkauft sie sie im Internet und finanziert damit ihr Apartment. Ein “richtiger” Laden hätte sich aber natürlich nicht gerechnet.“.
Digitale Boheme nach dem Verständnis von Holm/Lobo arbeiten als Freie in so genannten “Brotjobs”, um eigene Projekte zu finanzieren. Ein weitere zentraler Aspekt für das Leben als Boheme 2.0 sind funktionierende, digitale und analoge Netzwerke und … man muss eben ein Boheme sein. Vielleicht kann mal jemand Johnny Depp fragen, wie man ein solcher wird …
(Dank an Udo für die Inspiration)
von Matthias Zellmer
Publish Everything Online
Der Hamburger PEO-Verlag bietet auf seinem Portal PEO – Publish Everything Online Autoren die Möglichkeit einfach und unkompliziert ihre Machwerke zu publizieren.
Das Online Publishing Portal PEO – Publish Everything Online – ist zugleich Verlagshaus und Autorenportal sowie ein Marktplatz für digitale Inhalte und Urheberrechte.
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Bei eigenen Werken, die online publiziert werden sollen, ist es sogar möglich, auf der PEO-Plattform Handel mit Dokumenten zu betreiben, die durch den PEO-Verlag kostenlos und mit ISBN verlegt und online als e-Book publiziert werden.
Wie solche Angebote bei anderen Verlagen ankommen, kann ich mir denken. Aber es ist mal wieder ein Kratzen am Althergebrachten durch das Internet zu beobachten, wie vorher z.B. schon bei Zeitungsverlagen, Musikindustrie oder Briefpost.
von Matthias Zellmer
Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Die Abfahrt zum Geburtstag des Patenkinds steht unmittelbar bevor und du hast noch kein Geschenk für den Kleinen? Wie schön wäre es dann, einen Drucker zu haben, der schnell mal die neuste Harry-Potter-Figur aus dem Internet ausdruckt? Nicht auf Papier, sondern in 3-D als Plastikmodell.
Science fiction? Nein, das Prinzip des schon in den 1980ern bekannt gewordenen Rapid Prototyping schickt sich an, das Raumschiff Enterprise zu verlassen, um in unserem Alltag aufzutauchen.
Das Thema ist so interessant, dass Neil Gershenfeld in seinem Buch “FAB: The Coming Revolution on Your Desktop” schon von einer bevorstehenden Revolution spricht und Moritz Sauer und Niels Boeing ihm da beipflichten.
Bin mal gespannt, wann ich meine Raclette-Schaber nicht mehr bestellen muss, sondern sie nur noch ausdrucken brauche.
von Matthias Zellmer






