Und los geht die GreenAction
Greenpeace gehört zu den Organisationen, die die Sache mit dem Web wirklich verstanden hat. Greenpeace twittert nicht nur schon vergleichsweise lange, sondern auch ziemlich aktiv und informativ. Zudem hat Greenpeace nun auch am vergangenen Freitag GreenAction gestartet … oder in Webdeutsch gesagt: GreenAction von Greenpeace jetzt in der ‘open beta’.
GreenAction ist eine Community zur Organisation von gemeinsamen und selbst initiierten Umwelt-Kampagnen. Da gibt es jetzt schon so nette Sachen wie die Kampagne zur Ergänzung des innerstädtischen Transportwesens, Wechselwelle – 100.000 neue Ökostrom-Haushalte bis zur Bundestagswahl oder ganz Konkretes Gen-Milch bei Allgäuland – Ohne mich!.
Über den Sinn einer solchen Community-Plattform mag man geteilter Meinung sein. Ich finde sie jedenfalls sinnvoll. Greenpeace hat meiner Ansicht nach den Namen und den Background um eine solche Community am Leben zu halten.
Optisch finde ich die GreenAction-Site ansprechend gestaltet. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings ihr Aufbau. Die Navigation, unterhalb eines Bühnenbereichs angesiedelt, trennt im Prinzip zusammengehörende Inhalte von einander. Man muss relativ oft suche, ob die gewünschte Info oder Funktion nun im Bereich über oder unter der Navigation angesiedelt ist.

Mein Problem dabei ist, dass ich mich immer wieder zwingen muss, über der Navigation nach Inhalten und Funktionen zu suchen. Es ist einfach anders gelernt und wenn über der Navigation noch etwa platziert ist, dann sind es zumeist vom konkreten Inhalt unabhängige Schmuckelemente oder einfach nur Logo, Meta-Navigation, etc.
Die Anmelde-Prozedur fand ich auch etwas hackelig. Mal angesehen, dass ich da gerne eine openID-Anmeldung gesehen hätte, vergibt man sein Passwort nicht von vorneherein selbst, sondern bekommt eines per Mail zugesandt. Statt einen aber nach ersten Anmeldung bei GreenAction direkt zur Passwort-Ändern-Seite zu lotsen, muss man diese selbst suchen. Schön wäre zudem, wenn man noch irgendwo administrieren könnte, über welche Aktion in der Community man per E-Mail informiert werden möchte.
Doch alles andere finde ich schon recht gelungen. Die inzwischen nicht mehr unübliche Integration der Verbreitung via Twitter und Facebook ist ebenso integriert, wie die gängigen Community-Features. Auch kann man pro Kampagne direkt einen Widget-Code bekommen, um dieses dann als Mash-up auf der eigenen Site zu positionieren.
Mein Fazit: Gute Idee mit den richtigen Features, doch leider folgt die Funktion all zu oft der Form … hier dem Design. Das macht die Site leider ein bisschen schlecht bedienbar. Aber es ist ja der Inhalt bzw. die Wirkung, die zählt …
von Matthias Zellmer
Liebes Adobe…
Auf dearadobe.com kann man, ganz im Sinne der Punkte 19 und 20 des Cluetrain Manifests, ein paar direkte Worte an den Softwareriesen richten. So etwas nenne ich mal hervorragende Kundenkommunikation. Schade nur, daß nicht Adobe sondern mal wieder andere auf die Idee kommen mussten…
via swissmiss
von Artur Richter
Livley – Googles Welt
Vergangenen Mittwoch hat auch Google unter dem Namen Lively eine virtuelle Welt veröffentlicht. Lively wurde wie so viele andere Google-Produkte im Rahmen der 20%-Zeit geschaffen. Sofort nachdem Lively gelauncht war, wurde auch schon der Vergleich mit Second life bemüht. Ein Vergleich, der zwangsläufig kommen musste … und leider (noch) etwas hinkt.
Lively ist nämlich keine zusammenhängende Welt, sondern setzt sich aus Räumen zusammen. Durch diese Räume … sorry: Rooms … kann man sich bewegen und dort mit anderen kommunizieren. Diese soziale Komponente … wie sollte es in Zeiten des Web2.0 auch anders sein … darf natürlich eben so wenig fehlen, wie dass man zusätzlich Kontakte z.B. aus Picasa und YouTube übernehmen kann.
Das ist aber nicht die einzige Schnittstelle zu anderen Web-Anwendungen. Auch Avatare aus Second life können in Lively genutzt werden, da es den Second-life-Machern von Linden Labs in Zusammenarbeit mit IBM gelungen ist, die dort kreierten Avatare auch für andere 3D-Welten verfügbar zu machen. Und damit wird ein weiteres Mal deutlich, dass es sich bei Interoperabilität und vor allem bei Data Portability um mehr als aktuelle Web-Trends handelt. Sie sind zentraler Bestandteil der “nächsten Ausbaustufe” des Webs. Da bin ich mir sicher …
Leider konnte ich mich in Lively bisher noch nicht richtig einrichten, aber wenn ich Zeit und Muse finde, dies zu tun, werde ich hier berichten …
Auch via thenextweb.org
von Matthias Zellmer
Barcamp Stuttgart
Nach dem ich die komplette Woche vom letzten Barcamp geschwärmt berichtet habe, möchte ich heute kurzerhand auf eines der nächsten Barcamps hinweisen:
Vom 26. – 28. September 2008 findet hier in Stuttgart ein weiteres Barcamp statt.
Und da ich Alexa mit ihrer Aussage … “Ich kann jedem nur empfehlen, ein Barcamp zu besuchen!” … absolut recht gebe, sollte niemand aus dem großen Pool der Web-Worker jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen, ohne sich mal ein paar Minuten mit der Möglichkeit einer Barcamp-Teilnahme zu beschäftigen.
Wer nicht nach Stuttgart kommen kann, hat auch noch die Chance auf weitere Barcamps … theoretisch weltweit. Oft sind es auch in irgendeiner speziellen Form orientierte Barcamps. So gibt es z.B. vom 30. – 31. August ein erstes BarCamp für Frauen in München oder vom 1. – 2. November in Berlin ein Barcamp zum Thema Communitys.
Doch nicht nur der Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung sind zentrale Bestandteile eines jeden Barcamps, auch das Kennenlernen von netten, interessanten oder auch einfach nur lustigen bzw. skurrilen Menschen wird einem dort sehr leicht gemacht. Networking at it’s best …
Wir sehen uns ;-)
von Matthias Zellmer
creatixmedia – Künstlercommunity
Hat mal jemand die Communitys gezählt, die im Netz seit dem 30. September 2005 das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben? Es müssen tausende sein. Zu jedem Thema scheint es inzwischen ein Community oder ein Soziales Netzwerk zu geben. Nun gibt es mit creatixmedia also auch eine Community für Künstler.
Warum ich das hier erwähne? Ich denke, dass solche Communitys, die sich auf Menschen beziehen, die oftmals allein arbeiten oder etwas alleine schaffen, eine besondere Existenzberechtigung haben. Hier kann eine solche Online-Gemeinschaft die Rolle spielen, die sonst die Kollegen übernehmen. Hier kann man Bestätigung von Menschen finden, denen man auch zutraut eine kenntnisreiche Meinung zu haben und über den Austausch mit ihnen, vielleicht auch sowas wie Inspiration zu finden.
von Matthias Zellmer





















